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Abgewiesene Schwangere: "Gravierende Fehler im AKH"

03.02.2012 | 18:19 |   (DiePresse.com)

Die Wiener Behörde für Sozial- und Gesundheitsrecht rügt in einem Prüfbericht die Kommunikation und Organisation des AKH Wien.

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In dem Fall einer schwangeren Patientin, die in Wien in Spitälern abgewiesen worden war und schließlich ihr Kind verlor, spricht laut einem Bericht der Tageszeitung "Kurier" die Leiterin der Magistratsabteilung 40 (Sozial-und Gesundheitsrecht) von gravierenden Fehlern im Wiener AKH. Diese beträfen vor allem die Kommunikation mit der Hilfesuchenden.

Die Frau war wegen Blutungen in der Frühschwangerschaft zunächst in das Krankenhaus "Göttlicher Heiland" in Wien-Hernals gekommen, dort untersucht worden und für den nächsten Tag zu einer Kontrolle eingeladen worden. Die Frau kam nicht zurück. Die Schwangere ging stattdessen ins AKH, wurde dort an der Universitäts-Frauenklinik (Leitung: Peter Husslein) nicht aufgenommen und kam schließlich in die Wiener Rudolfstiftung. Sie verlor ihr Kind.

"Eindeutig Fehler der Ärztin"

Die MA40 untersucht die Angelegenheit. Deren Leiterin, Renate Christ, gab der Wiener Tageszeitung ein Interview. Darin stellt sie unter anderem fest: "Es ist im AKH eindeutig zu einem Fehler der Ärztin, die das Gespräch mit der Patientin geführt hat, gekommen. Die Patientin hätte ohne Untersuchung nicht abgewiesen werden dürfen. Die Ärztin hätte zwei Möglichkeiten gehabt, richtig zu handeln, nachdem die Schwangere ihre Blutungen erwähnt hatte: Entweder hätte sie die Patientin selbst untersuchen müssen oder sie hätte sich die Untersuchungsergebnisse vom 'Göttlichen Heiland' faxen lassen müssen. Beides ist unterblieben und die Patientin wurde ohne Abklärung ihrer Probleme abgewiesen. Diese Abfertigung im AKH war nicht in Ordnung."

Dies - so Renate Christ - würde zu disziplinarrechtlichen Schritten führen. Man verlange vom AKH eine "formalisierte Check-Liste für Arzt-Patienten-Gespräche". Es sei auch zu in der Dokumentation zu "gravierenden Fehlern" gekommen, so der "Kurier". Gerade an der Universitäts-Frauenklinik der MedUni Wien am AKH wird seit Jahren das Qualitätsmanagement mit Check-Listen und Leitlinien propagiert. Experten dieser Klinik traten damit auch regelmäßig als Proponenten solcher Aktivitäten auf. Der Chef des Wiener AKH, Reinhard Krepler, hat sich gegenüber der betroffenen Frau entschuldigt und vor rund einer Woche von einer "Fehleinschätzung" gesprochen.

Häupl: "Fall ist furchtbar"

Im "Kurier" erklärt dazu Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ): "Der Fall ist furchtbar. Das erschüttert mich zutiefst. In einem der besten Gesundheitssysteme der Welt darf so etwas nicht passieren." Experten hatten zu dem Fall unter anderem erklärt, dass solche Schwangerschaftskomplikationen für Kliniken Routine seien und man gemeinsam mit den Betroffenen nach Abklärung das weiter Vorgehen beschließe. In einer Schwangerschaft um die 13. Woche ist ein therapeutisches Eingreifen bei Blutungen derzeit nicht möglich.

(APA)

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28 Kommentare
 
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auch nicht die wirklich beste Medizin der Welt

hätte den Verlust dieses Kindes verhindern können. Ein Abgang in diesem Stadium der Schwangerschaft ist medizinisch nicht behandelbar. Es ist zwar traurig für die Eltern, ändern kann man es trotzdem nicht.
Erschreckend ist wie hier mit viel Halbinformation eine Geschichte von Eltern, Politik und Medien aufgebauscht wird.
Warum geht jemand in ein Spital und erscheint dann nicht zur Nachuntersuchung?
Warum geht er dann in ein anderes Spital?
Gab es zur Zeit der Besuche im Göttlichen Heiland und AKH akute Blutungen?
Was war denn wirklich Inhalt der Patientengespräche?
Was ist denn jetzt falsch an der Gesprächsdokumentation (die ja existiert!!), sind die Forderungen nachträgliches Besserwissen oder einigermaßen realistisch?
Welche Kausalität besteht zwischen der vermuteten medizinischen Fehleinschätzung und dem Verlust des Kindes, der einige Tage später (!!) erfolgt ist?
Eine Zeitung, die wenigstens die elementarsten Fragen beantwortet, würde Österreich guttun.

Gast: hotense
04.02.2012 21:17
1 2

hoffentlich

kommen die nicht auf die Idee die Frau Dr. in die Veterinär-
abteilung zu versetzen,es gibt Tierschutzgesetze.

Gast: Zum Formular
04.02.2012 15:41
9 1

Formfehler

Zur Klarstellung. Die betreffende Ärztin hat offensichtlich keinen Fehler begangen, der direkt oder indirekt zum Abbruch der Schwangerschaft geführt hat.

Aus der Praxis:
Habe es als im AKH tätiger Arzt oft erlebt, dass Patienten Informationen über vorangegangene Spital und/oder Arztbesuche erst nach intensivem Nachfragen "preisgeben". Das hängt manchmal daran, dass sich diese Patienten eine andere Bewertung ihrer Erkrankung erhoffen. Bei manchen Patienten habe ich allerdings das Gefühl, dass sie einen auf die Probe stellen wollen. Es gibt jedoch auch Fälle, wo Patienten unterschiedlichen Ärzten unterschiedliche absichtlich (?) Informationen geben (wir Ärzte reden ja schliesslich auch ab und zu miteinander).

Über noch ein Formular zum Ausfüllen freue ich mich ganz besonders.




Antworten Gast: Flake
05.02.2012 10:52
0 4

Re: Formfehler

man kann keine Vorschrift finden,die jemanden zwingt, im AKH zu arbeiten.
Wem es dort nicht passt,bitte schön.Es gibt so viele andere Möglichkeiten,also was soll das kluge Gerede.

Re: Re: Formfehler/Flake

Da ist der "Wiki" ja tatsächlich gescheiter als Halvar von "Flake". Was, guter Mann (naja, kann auch Frau sein), haben Sie an einem schlichten BERICHT aus ärztlichem Alltag nicht verstanden?

Antworten Gast: Flake
05.02.2012 10:52
0 2

Re: Formfehler

man kann keine Vorschrift finden,die jemanden zwingt, im AKH zu arbeiten.
Wem es dort nicht passt,bitte schön.Es gibt so viele andere Möglichkeiten,also was soll das kluge Gerede.

Antworten Antworten Gast: Kluges Gerede
05.02.2012 17:03
2 0

Re: Re: Formfehler

Mr Flake, Sie haben den Inhalt des Textes nicht verstanden? Vielleicht war er doch zu komplizert formuliert.


Antworten Antworten Antworten Gast: Flake
05.02.2012 18:05
0 1

Re: Re: Re: Formfehler

Ja, habe den Text nicht verstanden. Ich entschuldige mich.

Gast: Gasti
04.02.2012 13:42
6 2

Haeupl sollte ganz still sein!

Feiert feucht-froehlich die millionenfache Abtreibung von Kindern als grosse Errungenschaft und reisst hier scheinheilig die Pappen auf.

Verlogener geht es gar nicht mehr. Dem ist wirklich keine Grauslichkeit zuwider.

lb15
04.02.2012 11:33
12 1

Frau Senatsrat löst das Problem!

Mit einem neuen standardisierten Fragebogen.

Und sowas müssen sich Ärzte gefallen lassen.
Die Neonatologie und Kinderneurochirurgie haben internationales Spitzenniveau, inder Gynäkologie findet man Österreicherinnen mit Risikoschwangeschaften - und Ausländerinnen, deren Risiko oft in dem lauten Mundwerk und den 10 Verwandten besteht, die zu jeder Untersuchung mitkommen.

Warum die Frau, deren Schicksal menschlich sicher furchtbar ist, keine Befunde ins AKH mitgebracht hat und offensichtlich nicht gesagt hat, worum es eigentlich geht (sie war mit der Diagnose im Göttlichen Heiland nicht zufrieden).

Aber Frau Senatsrat erfindet ein neues Formular....

Gast: Pensador
04.02.2012 11:03
12 1

Risiken, für die Österreich nicht verantwortlich ist

Natürlich, an allem sind nur die Ärzte schuld.
Warum ist sie eigenmächtig beim "Göttlichen Heiland", wo sie für den nächsten Tag bestellt war, nicht mehr erschienen?
Und was für "Kommunikationsschwierigkeiten" waren denn das?
Wenn die österr. Krankenhäuser zwangsweise dauernd mit Leuten, die offenbar nicht Deutsch können zu tun haben müssen, dann müssen solche Patienten entweder auf eigene Kosten zu Ärzten gehen, die Türkisch oder sonstwas können, oder sie müssen sich eine Person, die richtig Deutsch kann, zur Untersuchung mitnehmen.
Die Risiken der Zuwanderer werden nicht auch noch den österr. Ärzten angelastet werden können, wenn wir alle schon die Gesundheitskosten der Zuwanderer tragen müssen. Sollen sie doch ihre Kinder daheim zur Welt bringen und gleich dort bleiben.

Antworten belial
05.02.2012 06:18
0 2

Re: Risiken, für die Österreich nicht verantwortlich ist

die dame spricht offenbar deutsch, was haben zuwanderer mit der sache zu tun? und übrigens: als asylwerber haben sie sofern sie ab 2004 in wien wohnen nicht einmal eine krankenversicherung

Antworten Gast: hudler
04.02.2012 11:43
1 8

Re: Risiken, für die Österreich nicht verantwortlich ist

na gute Nacht,noch so einer,wo kommen die bloss alle her? Sind das die mit den
weinenden Frauen und den heruntergerissenen Ballkleidern ?
Das goldene Wiener Herz ist zu einer
grässlichen Fratze verkommen, bravo,weiter so.

Antworten Antworten Gast: Pensador
04.02.2012 12:42
6 1

Re: Re: Risiken, für die Österreich nicht verantwortlich ist

Ja, ist verkommen.
Zur inflationären, verlogenen, heuchlerischen gutmenschlichen linken Pseudomitleidsfratze.

Antworten Antworten Antworten Gast: hudler
04.02.2012 13:51
1 6

Re: Re: Re: Risiken, für die Österreich nicht verantwortlich ist

Jawoll,leicht zu sehen, Sie gehören zu den Anständigen, Tüchtigen, Fleissigen,
Intelligenten usw.usw.usw.

Gast: hudler
04.02.2012 10:59
1 5

so eine

Dumpfbacke, da wird ein Mensch sich selbst überlassen und der kommend entschuldigend
mit diesem Blödsinn daher.Bleibt zu hoffen,dass
er nicht selbst einmal in Not kommt und dann mit
so einem Schwachsinn abgewimmelt wird.
Eigentlich müsste man ja schon eine solche
Geisteshaltung bestrafen.

Harmonica
04.02.2012 09:56
9 1

Bauernopfer

Nicht nur, daß Teile der in den Tageszeitungen gebrachten Artikel nicht stimmen (zB Kurier) oder weg gelassen werden, werden andere wichtige Fakten verschwiegen.
Die Proteste der Belegschaften, vor allen von der Ärzteseite, wegen Personalmangel, veralteter EDV Ausstattung etc., waren dem Wiener Rathaus und vor allem unserem geliebten Bürgermeister bekannt. Umsonst mußte die Rechtsabteilung nicht schon vorab prüfen, wie gegen die "bösen" Abtrünnigen vorzugehen ist.
Gleichzeitig wurde auch noch mit der Patientenanwaltschaft Kontakt aufgenommen, wie man sich im Fall des Falles verhalten sollte (natürlich informell).
Wichtig war, das neue Folder da waren, die in allen Sprachen beschrieben, wie gut alles trotdem funktioniert.
Nun soll die Kollegin Dr. für diese skandalösen Zustände herhalten. Dafür wird sie als Versagerin durch die Presse geschleift, wie weiland Hektor von Achill um Troja.
Schauen wir mal, wer entgegen dem Rat der Belegschaft Führungspositionen im AKH erhalten hat und dann reden wir weiter, ob es nicht an den noch motivierten Mitarbeitern dieser Einrichtung liegt, dass so wenig bis jetzt passiert ist.

Antworten Gast: Vogel Strauss
04.02.2012 15:13
6 0

Re: Bauernopfer

Dass das gesamte Gesundheitssystem bei uns überhaupt noch funktioniert, liegt an einige Idealisten (sowohl Ärzte als aus Pflegepersonal), denn dieser Bereich wird von der Politik seit Jahren ausgeblutet. 90-Stunden-Dienste sind keine Seltenheit und es ist kein Wunder, wenn dann Fehler passieren ... Hauptsache, für die Inseratenkampagne vom Herrn Faymann ist genug Geld da!

Organisationsversagen !: Das System "putzt sich am Schwächsten ab "

Vieles läuft schlecht im Gesundheitssystem, oft "stottert" der Betrieb.

Insbesonder die Dokumentation im AKH ist mangels geeigneter EDV-Infrastruktur und Schreibpersonal letztklassig.

Öffentliche, transparente Fehleruntersuchung (analog dem "Flugunfalluntersuchungsgesetz") ist einzufordern !

Gast: Vogel Strauss
04.02.2012 07:47
9 1

Häupl, der Oberheuchler!

Zuerst streicht er dem AKH Millionen, dann kommt so eine Ansage von ihm - er ist eigentlich schuld an der AKH-Misere, nur traut sich das kein Journalist sagen!

Glosar
04.02.2012 06:19
3 1

In einem der besten Gesundheitssysteme der Welt ...

1. France
2. Italy
....
...
..
.
13. Österreich

Gast: MR
03.02.2012 22:43
1 9

Keine unterlassene Hilfeleistung??

Wo bleibt die StA???

Antworten Jeff
04.02.2012 14:37
2 1

Re: Keine unterlassene Hilfeleistung??

kein Vorsatz, daher nicht strafbar.

Antworten Antworten Gast: MR
09.02.2012 11:23
0 0

Re: Re: Keine unterlassene Hilfeleistung??

Bedingter Vorsatz reicht ja wohl??

Leitwolf
03.02.2012 21:08
0 6

Am AKH werden Patienten mit primären Immundefekten mit voller Absicht psychiatrische Fehlerdiagnosen angehängt

das Ministerium weiß darüber bestens bescheid, und gibt in der Sache (dem AKH) volle Rückenendeckung.

Wenn man sehen wollte, würde man sich man sich über sowas nicht wundern.

Antworten Gast: GastA
04.02.2012 07:10
2 0

Re: Am AKH werden Patienten mit primären Immundefekten mit voller Absicht psychiatrische Fehlerdiagnosen angehängt

Und diese psychiatrischen Fehldiagnosen sollen mit ELGA allen Arbeitgebern und Lebensversicherungen weitergeleitet werden.

 
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