Nach den Schüssen auf einen Freigänger in Wien-Favoriten am Mittwochabend konnte das Opfer am Freitag erstmals von der Polizei befragt werden. Der 50-jährige Ludwig M. konnte aber lediglich angeben, dass gegen 22 Uhr ein unbekanntes Fahrzeug in derselben Fahrtrichtung seines geparkten Audi A6 in der Otto-Probst-Straße stehengeblieben ist und er einen lauten Knall gehört hat.
Den Ermittlungen zufolge haben der oder die Schützen zwei Schüsse durch das Fenster auf der Fahrerseite abgefeuert, wobei eine den Mann im Kiefer getroffen und die zweite ihn an der Schulter gestreift hat. Da sich der Verletzte nach dem ersten Schuss Richtung Beifahrerseite duckte, konnte er weder den oder die Täter noch das Fahrzeug sehen.
Bis dato konnten keine Zeugen ausfindig gemacht werden. Wer am 9. Februar in der Nähe des Tatortes kurz vor 22.00 Uhr einen lauten Knall gehört oder ein verdächtiges Auto beobachtet hat, soll sich bei der Polizei melden. Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf das Umfeld des Häftlings, auf Bekannte und Mitinsassen der Justizanstalt.
M. sitzt seit zehn Jahren wegen Anstiftung zum Mord in der Justizanstalt Garsten, er sollte nächste Woche entlassen werden. Während eines Freigangs besuchte er Angehörige in Wien. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Ob es Drohungen gegen den Hafturlauber gegeben habe, war nicht bekannt.
(Red.)
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