26.05.2012 00:30 | Meine Presse Merkliste 0

Geld in den "A...": Protestaktion vor Telekom-Zentrale

12.02.2012 | 12:31 |   (DiePresse.com)

Der Künstler Emmerich Weissenberger landete mit einem Hubschrauber vor der Telekom-Zentrale in Wien und verteilte "Schmiergeld". "Wie verkommen ist die Politik in unserem Land?", fragte er.

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Mit einer ungewöhnlich Aktion wollte der Künstler Emmerich Weissenberger am Sonntagvormittag gegen die Korruptionsskandale in Österreich protestieren. Bei strahlendem, doch klirrend-kaltem Winterwetter ließ sich Weissenberger von einem Hubschrauber auf der von der Polizei kurzfristig gesperrten Wiener Lassallestraße vor der Telekom-Zentrale absetzen. Dort stopfte mitgebrachtes "Schmiergeld" in einen Schlitz, der auf einer mit "A...Theater" beschrifteten, 4,5 mal 3,5 Meter großen und mit einem überdimensionalen Hinterteil bemalten Leinwand angebracht war. Per Megafon ließ die versammelte Presse wissen: "Es reicht! Für alle. Wir wirtschaften im Kreis. Und das ist uns Reichtum genug", und flog mit dem Hubschrauber wieder davon.

Dazwischen hatte der 1966 in Graz geborene Künstler, der am Karfreitag 2010 mit einer "Kreuzigungs-Aktion" auf dem Wiener Stephansdom gegen kirchliche Missbrauchsfälle protestiert hatte, noch Zeit für ein Kürzest-Interview. Kunst oder Polit-Aktionismus? "Beides!" Warum die Telekom? "Symbolisch für alles andere!" Sieht er sich in der Tradition des Wiener Aktionismus? "Sie sind meine Väter!"

"Wie verkommen ist die Politik?"

In verteilten Statements wurde Weissenberger ausführlicher: "Ich will mit dieser Kunstaktion ausdrücken, was wir alle fühlen. Es gehören endlich wieder Anstand und Würde in die Politik. Wir brauchen mehr direkte Demokratie. Das A... steht für Antikorruption ebenso wie für Austria, aber eben auch für jenen Ort, wo viele Menschen die meisten Politiker am liebsten hinschicken würden. Es ist einfach ein A...-Theater, was wir jeden Tag zu sehen bekommen: Ex-Minister mit Geldkoffern, die für ihre Schwiegermütter Geldboten spielen, Konzerne, die Politiker schmieren, die halbe ehemalige Bundesregierung, die unter Korruptionsverdacht steht. Wie verkommen ist die Politik in unserem Land eigentlich?"

Mit dem zurückgelassenen Schmiergeld - angeblich insgesamt 10.000 Banknoten - wird sich auch in der Schattenwirtschaft übrigens nicht viel anfangen lassen: Die in Orangetönen gehaltenen, zeichnerisch gestalteten Scheine, sind zwar mit dem Wert "1000", nicht aber mit einer Währung bedruckt. Wohl, damit der künstlerische Schmiergeld-Produzent nicht als Falschgeld-Erzeuger angezeigt werden kann.

(APA)

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43 Kommentare
 
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Gast: Dixit!
14.02.2012 20:14
0 0

Moralische Instanz?

Dieser Herr Emmerich Weissenberger ist halt nicht wirklich eine moralische Instanz, er schuldet der haitianischen Tänzerin Karine LaBel und ihrer Gruppe noch einen Großteil der Gage für einen Auftritt bei der Green Expo! Ich mag Künstler die sich auf Kosten anderer Künstler produzieren nicht wirklich!
Dixit!

Gast: SusanneSB
13.02.2012 15:34
0 0

Der Laden wird weiter zu laufen

und die Taktik ist das einfache Aussitzen bis sogar der letzte sich dafür nicht mehr interessiert.

Alles ander führt weitere Grausamkeiten der Lobbisten -, Partein- und Freundfinanzierung mit sich. Und das will keiner der Aktionäre und damit auch nicht die Geschäftsführung.

Man kann sich fragen, wieso gerade jetzt der gute Freund von Schlaff heftig Aktionen kauft?

Leider wird auch die Aktion nichts bringen! Der Sumpf ist zu dicht.

Gast: Baur4
13.02.2012 14:51
0 0

Na und?

Angeblich zahlte die Telekom die Umfragen für Grasser.

Bei Faymann und Spindelegger zahlt es immer der Steuerzahler!


Gast: Tutenchamun
13.02.2012 14:38
0 0

Die Telekom hat eben einen Marketing-Chef als Generaldirektor

Ametsreiter kommt doch aus dem hochbezahlten Marketing. Dem hat er aber offenbar nichts mehr entgegenzusetzen. Die Werbung der Telekom wird auch immer einfältiger. Wie lange werden die Kunden da noch mitmachen?

Gast: _klartext
13.02.2012 11:27
1 1

Ich hoffe doch sehr,...

..daß dieser begnadete Künstler mit Steuergeldern entsprechend gefördert wird.
**sarkasmus aus**
Wahrscheinlich bin ich da näher an der Wahrheit, als ich eigentlich wissen will.....

Gast: justerix
13.02.2012 11:23
1 1

Und wieviel hat diese "Protestaktion" eines

Staatskünstlers den blöden Steuerzahlern (sind wir ja alle) gekostet? Und wer hat für diesen Unsinn den Hubschrauberflug genehmigt? Fragen über Fragen....

Digital
13.02.2012 10:35
2 2

Privileg

Wer hat für diese Lustbarkeit eines Privilegierten ("Künschtler") die Genehmigung zum HUbschrauiberflug über das Stadtgebiet erteilt? Zu Recht gibt es - außer für die Not- und Polizei/Militärdienste - über dem Stadtgebiet ein Verbot von Hubschrauberflügen. Denn dann kommen auch andere "Prominente" daher und lassen sich vielleicht mit dem Huberer aus Schwechat in die Hotels einfliegen.
Na ja, aber bei "Künschtlern" gibt ers halt, wie schon bei der (Nicht-)Besteuerung Priviegien...

Gast: Gernot F
13.02.2012 08:11
1 3

Geld für die Kunst

Würd sagen, dass das meiste Geld, welches in die zeitgenössische Kunst gepumpt wird für den A.. ist.

Antworten Digital
13.02.2012 10:39
1 1

Re: Geld für die Kunst

Um die Künschtler, die sich enormer Steuerprivilegien, bis so gut wie Nichtbesteuerung, erfreuen, eine Pensiomn zu sichern, gibt es die so genannte "Urheberrechtsabgabe" genante österreichische Steuer auf alle Kopiergeräte, (leeren) Festplatten, DVD-Scheiben, Sat-Schüsseln, unbespielte Tonbänder, Scanner usw...
Aber da halten die "Konsumen ztenschützer" das Maul und bios heuite hat diese Abzocke auch kein Händlker bius zum VfGH durchgefochten.
Weiul, gell, diese wertvollen Künschtler müse ihrem (Steuer) Freiheit haben und zahlen auch keine Sozialversuic herung. Um dann wieder lautstark politisierend "Solidarität" für ihren Pensionen bei den Uninteressierten einzufordern.

Gast: total crash
13.02.2012 06:54
2 0

"Wie verkommen ist die Politik in unserem Land?"

Was für eine Frage ?
Flächendeckend,durch und durch,von oben bis unten,auf jeder Ebenen, ich wüsste keine die man ausgrenzen könnte [°µ°]Quadratschädl:)

Gast: Blankenstein Husar
13.02.2012 00:13
1 7

Gegenüber dem, wie verkommen die "Künstler" in unserem Land sind

nehmen sich unsere Politiker noch als richtig rechtschaffen aus.

Und das will was heissen...


2 0

Re: Gegenüber dem, wie verkommen die "Künstler" in unserem Land sind

Künstler: manche
Politiker: alle

Das ist der kleine Unterschied

Gast: Gast 2012
12.02.2012 22:07
5 0

eigentlich sollte man die Telekom

als Vertragspartner meiden. Sie zocken offenbar ihre Kunden ab um mit diesem Geld Politilker aller Parteien zu bestechen...

Gast: UKW
12.02.2012 19:13
3 8

Danke für die Gratiswerbung

Wenn man als Künstler nichts taugt, muss man zu solchen Mitteln greifen. Irgendwelche Schreiberlinge gehen diesem Schmäh immer auf den Leim.

Ein richtiger Kapitalistenkünstler: Um die richtig große Kohle einzustreifen, muss man zuerst jede Menge Spielgeld vom Hubschrauber abwerfen.

Wa. Serro_
12.02.2012 19:05
14 5

Paradoxon

Bei der Erstellung der Universaldienstverordnung für die Telekom wurden 10 Millionen €uro an Steuergeldern eingespart.

Im Gegensatz hingegen wurden bei der Kommunalkredit 2,67 Milliarden €uro (das sind 267 x 10 Millionen €uro) an der Steuergeldern von der SPÖ Ministerin in den Sand gesetzt.

Und kein Hahn, geschweige denn ein linker Aktionist, kräht nach den verlorenen Milliarden.

Das ist Österreich!!!

Antworten Gast: ROTFRONT
12.02.2012 23:35
1 0

Re: Para-trara

Das ärgert Sie natürlich.
Verstehe ich voll und ganz!
Und vielleicht machen wir es genau deshalb.
Nein, ich bin mir sicher, dass wir es genau deswegen machen. Weil wir uns dann gut fühlen.

Antworten Antworten Gast: O. W. Fischer
13.02.2012 11:36
0 0

Re: Re: Para-trara

Wenigstens mal eine ehrliche Antwort;-)

Wa. Serro_
12.02.2012 19:03
6 3

Paradoxon

Bei der Erstellung der Universaldienstverordnung für die Telekom wurden 10 Millionen €uro an Steuergeldern eingespart.

Im Gegensatz hingegen wurden bei der Kommunalkredit 2,67 Milliarden €uro (das sind 267 x 10 Millionen €uro) an der Steuergeldern von der SPÖ Ministerin in den Sand gesetzt.

Und kein Hahn, geschweige denn ein linker Aktionist, kräht nach den verlorenen Milliarden.

Das ist Österreich!!!

Wa. Serro_
12.02.2012 19:01
4 3

Paradoxon

Bei der Erstellung der Universaldienstverordnung wurden 10 Millionen €uro an Steuergeldern eingespart.

Im Gegensatz hingegen wurden bei der Kommunalkredit 2,67 Milliarden €uro (das sind 267 x 10 Millionen €uro) an der Steuergeldern von der SPÖ Ministerin in den Sand gesetzt.

Und kein Hahn, geschweige denn ein linker Aktionist, kräht nach den verlorenen Milliarden.

Das ist Österreich!!!

Gast: gast xy
12.02.2012 18:45
9 5

coole aktion

viel zu selten, dass künstler in österreich öffentlich protest machen. super, weiter so. sogar in der Slowakei demonstrieren, aber hier im ösiland...nix. und ein paar rechtskonservative im forum hier wollen mal wieder nicht-konforme unerwünschte kunst erkannt haben.

Antworten Gast: UKW
12.02.2012 19:16
5 7

Re: coole aktion

Selbstlob stinkt, Herr "Künstler". Aber wenn schon peinlich, dann konsequent peinlich.

5 10

"Wie verkommen ist die Politik?"

Fast so verkommen wie das "Künstler"pack.

Politicus1
12.02.2012 17:01
8 7

wie kommt die PRESSE dazu ...

diesen Menschen als Künstler zu bezeichnen...?

Antworten Gast: gast xy
12.02.2012 18:48
4 3

Re: wie kommt die PRESSE dazu ...

alles für die partei, bis in den tod oder? dann sagen sie ihren parteifreunden/gesinnungsgenossen, dass sie halt etwas weniger korrupt sein sollen. hilft besser, als sich über den künstler auf zu regen.

Gast: Ösi
12.02.2012 16:40
3 10

Das ist ja eine unglaubliche Beleidigung für den blauen Bumsti und seiner Korrupti-Partei!

Ich gehen mal davon aus, dass ihm die AUF-Fraktion in der Exekutive die Landung auf dem HC-Stracherl Heldenplatz vulgo Viktor Adler Platz untersagt hat.
Da hätte es aber noch viel besser gepasst.

so long
Ösenpower

Gast: Korrupty
12.02.2012 16:24
13 4

Super Aktion

endlich ein Künstler der zeitgemäße Meinungen der Stasstbüger ausdrücken kann


 
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