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62 Verletzte: Entwarnung nach Ammoniakaustritt in Wien

21.02.2012 | 22:26 |   (DiePresse.com)

Das Leck in einer Kühlfirma neben der Arena Wien ist geschlossen, sagt die Feuerwehr. Zahlreiche Straßen und die U3 wurden gesperrt. Per Lautsprecher wurde die Bevölkerung aufgefordert, ihre Fenster geschlossen zu halten.

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Bei einer Kühlfirma neben dem Veranstaltungsgelände Arena in Wien-Landstraße ist am Dienstagnachmittag Ammoniak ausgetreten. Gegen 20.45 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung: "Die Lage ist stabil, das Leck geschlossen", sagte Branddirektor Gerald Hillinger. Techniker der Firma und Experten der Feuerwehr hatten das Leck repariert. Der Grund für den Gasaustritt ist noch nicht bekannt.

"Anrainer haben über Augenschmerzen und Atemprobleme geklagt", sagte ein Sprecher der Feuerwehr gegen 19 Uhr. 62 Personen wurden leicht verletzt, 50 Personen mussten in Krankenhäuser gebracht werden, zwölf wurden ambulant versorgt. Am Dienstagabend war die Rettung noch von 39 Verletzten ausgegangen. Per Lautsprecher wurden die Menschen im Umkreis von einem Kilometer aufgefordert, ihre Fenster geschlossen zu halten und in den Wohnungen bleiben.

Zu dem Zwischenfall war es in einer Großkühlanlage eines Kühlhauses in der Baumgasse gekommen. Die Feuerwehr hat Alarmstufe zwei ausgerufen, das bedeutet, dass es sich um einen örtlichen Chemieunfall handelt. Auch ein Katastrophenzug der Wiener Rettung ist ausgerückt.

U3 teilweise eingestellt

Die Polizei hat Straßen rund um den Einsatzort in der Baumgasse 80 abgesperrt. Betroffen waren die Baumgasse ab der Schlachthausgasse, die Erdbergstraße ab Schlachthausgasse, die Litfaßstraße ab Rennweg/Simmeringer Hauptstraße und der Franzosengraben ab Erdbergstraße. Die Wiener Linien haben den Betrieb der U3 zwischen Kardinal-Nagl-Platz und Simmering eingestellt. Auch der Betrieb der Straßenbahnlinie 18 war betroffen. Taxis waren äußerst schwierig zu bekommen.

Ein Konzert der Band Eisbrecher in der Arena wurde abgesagt, das nahe Etap-Hotel auf dem Franzosengraben geräumt, die evakuierten Gäste in anderen Häusern untergebracht. Nach Ende der Vorstellung des Musicals "Cats" im Zelt auf dem Medienareal Neu Marx sorgten Einsatzkräfte für eine rasche Abreise der Besucher.

"Hustenanfälle und Tränenfluss"

"Ammoniak führt schon bei geringem Kontakt mit den Schleimhäuten zu Hustenanfällen und Tränenfluss", erklärte Dieter Sebald, interimistischer ärztlicher Leiter bei der Wiener Rettung. Man könne die Symptome aber gut behandeln, die Helfer an Ort und Stelle hätten über ausreichende Medikamente verfügt. Allerdings: Bei ein "paar Atemzügen zu viel" können auch - durchaus behandelbare - Spätfolgen "wie das gefürchtete toxische Lungenödem" auftreten. "Betroffene werden deshalb zur Sicherheit 24 Stunden lang im Krankenhaus unter Beobachtung gestellt", führte Sebald aus.

Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Personen oder etwa Menschen mit grippalen Infekten. Der Mediziner riet Anrainern, die Fenster über Nacht weiter geschlossen zu halten. "Die Konzentration verdünnt sich mit der Entfernung", so der Arzt.

"Außerhalb des Einsatzortes ist keine Gefährdung gegeben, jedoch muss mit Geruchsbelästigung gerechnet werden", teilte die Feuerwehr in den späten Abendstunden mit. Größere Unternehmen wurden gebeten, Lüftungsanlagen auszuschalten.

Ammoniak
Ammoniak, oder NH3, ist ein farbloses Gas mit stechendem Geruch. Wenn Menschen es einatmen, kommt es zu Reizungen der Atemwegen, in höherer Konzentration kann es zu Verätzungen, Erstickungsanfällen und Lungenödemen kommen. In der Natur entsteht das Gas laut der Homepage ammoniak.org nur in kleineren Menngen durch Zerfallsprozesse in Laub oder Tierkot. Ammoniak ist allerdings eine der meistproduzierten Chemikalien der Welt. Mehr Infos ...

(APA/Red.)

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25 Kommentare
 
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Nur eines hat der Bericht nicht

Einen Funken der Tatsachen und die sind.
Jede Kälteanlage ist mit sogenannten Gasmeldern ausgerüstet die bei einer gewissen Konzentration Alarm geben.
In dem Gebiet St.Marx war einst der Hauptschlachthof Wien,was soll der Blödsinn mit der Standort Frage.
Eher hätten in diesem Gebiet eben keine Wohnanlagen gebaut werden sollen.

Schlimm

* Es ist nervenzerfetzend, dabei zuzusehen, wie brav die Verantwortlichen bei einer Katastrophe dieser Art und diesen Ausmaßes den Mund halten.
* Es ist unentschuldbar, dass sich Medien des Landes durch Schweigen oder Schwadronieren in kollateralen Inhalten schleunigst aus der Affähre ziehen. Wo ist die Standortsdiskussion?
* Es ist unverständlich, dass es in Wien ab heute noch einen einzigen Grün-Wähler/einzige Grün-Wählerin gibt, die dem Vassilaku-Schoßhündchen Häupls die Stange hält und die Stimme gibt.

Re: Schlimm

* Wer hält denn den Mund - es hat alles hervorragend funktioniert und das wird auch kommuniziert. Im Endeffekt haben alle Verantwortlichen vorbildlich gehandelt.

* Welche Standortdiskussion? Das ist der ehemalige Schlachthof - wenn es dort keine Großkühlanlagen gibt, wo dann?

*Das ist - unabhängig vom jeweiligen Personal - sowieso unverständlich.

Gast: pravda
22.02.2012 07:40
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Nur ein Leck und kein massiver Ammoniak-Anschlag

In allen Großstädten des Westens fahren Gefahrguttankwagen praktisch ungeschützt mit 20 t Ammoniak, Chlor, Flüssiggas, etc. durch die Gegend und sind ganz leichte Ziele für Terroranschläge. Wenn 20 t freigesetzt werden, dann kann das windabwärts einige 10.000 Tote innerhalb von 30 Minuten verursachen. Dass dies nicht schon längst passiert ist beweist, dass es die AlQaida als internationale Terrororganisation noch gar nicht gibt. Der "Kampf gegen den Terror" als Kriegsvorwand ist, so wie die CO2-verursachte Klimaerwärmung und die iranische Atombombe, nur eine politisch motivierte Lüge. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen und Sanktionen sowie imperialistische Kriege vermeiden.

Antworten Gast: pravda
22.02.2012 10:05
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Wie ich an den roten Stricherln erkenne, schmeckt euch die Wahrheit nicht.,.Es war einmal ein Tankwagen mit Ethylenoxid unterwegs von Ungarn nach Niederösterreich.

Ethylenoxid kann durch geringste Verunreinigungen spontan explodieren und deshalb wird ihm vor dem Transport ein Inhibitor zugesetzt der das aber nur für einige Stunden verhindern kann. Weil die Frachtpapiere nicht fehlerfrei waren wurde er an einigen Grenzübergängen abgewiesen bis er schließlich doch durchkam. Danach war er erschöpft und legte (sicherheitshalber auf freiem Feld) eine Schlafpause ein. Der Gendarmerie fiel er auf, die Feuerwehr kam und identifizierte die Fracht als Bombe mit Zeitzünder (wegen Abbau des Inhibitors), konnte aber nicht mehr dagegen tun, als ihn zu bitten, so rasch wie möglich seine Fracht ans Ziel zu bringen, weil nur dort die Gefahr durch Kühlung endgültig gebannt werden konnte.

Kam nie in die Zeitungen.

Re: Wie ich an den roten Stricherln erkenne, schmeckt euch die Wahrheit nicht.,.Es war einmal ein Tankwagen mit Ethylenoxid unterwegs von Ungarn nach Niederösterreich.

Ein "Grün" von mir...

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ZOMBIE WARNUNG !


Wie lieb!

Wie lieb, dass kein Medium den Namen der Firma und die Eigentümer bekanntgibt!
Na, dann googeln Sie einmal drauflos!

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Re: Wie lieb!

das ist österreich mein lieber!

SCHULD sind immer die ANDEREN

VERANTWORTUNG hat irgend ein ANDERER

außerdem die ewige UNschuldsvermutung bläst alles weg bis gar nichts mehr zu finden ist...

Re: Wie lieb!

Selten ein sinnloseres Kommentar gelesen

Wie lieb!


Ein Barde der davon singt...

... die ganze Welt zu retten.

Und dann schafft er es - wenn's drauf ankommt - nichtmal mit: Wien-Landstraße.

Eindeutige Volksverblödung und emotionaler Sozialporno. Es wäre besser dieses Konzert aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und aufgrund der mutwilligen Irreführung zu verbieten.

Prophylaktisch könnte man sich damit viele große aufgerissene Augen ersparen die einen dumm-deppat fragend ansehen: "Was - das Leben spielt nicht so wie ich es will?"

Re: Ein Barde der davon singt...

die feuerwehr hat doch gesagt nicht einatmen sie sind ja schon ganz verwirrt

Gast: konzertgast
21.02.2012 20:54
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benzko

das tim benzko konzert hat NICHT planmäßig begonnen!!!!

Re: benzko

Ist das die Lusche die denkt das die ganze Welt auf IHN gewartet hat?

Gast: Benzko
21.02.2012 20:43
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Falschmeldung

Das Tim Benzko konzert hat NICHT planmäßig gestartet! Die leute stehen dort komplett ohne infos in der halle und warten!

Gast: -Broken_ice-
21.02.2012 20:27
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schade

hi ich komm aus berlin und hab es via Facebook erfahren mein kumpel wollte zu dem Konzert aber darauß wird ja nichts tja ich hoffe das es nicht in einer Gesundheitsschädlichen dosis ausgetreten ist

gruß aus Berlin,Deutschland

Gast: Tatütrara
21.02.2012 20:19
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DiePressemachtsmöglich

Noch einmal gaaaanz einfach für Redakteure, welche nicht zuwege bringen, meinen (unterschlagenen) Kommentar von vorhin sinnerfassend wiederzugeben (Hallo PISA):

Alarmstufe 2 gibt es sowohl bei Brand- als auch bei Schadstoffeinsätzen.
Nur sind das halt (eigentümlicherweise *g*) verschiedene Arten von Einsätzen.
Und innerhalb einer derartigen Gruppe gibt es versch. Alarmstufen...aber ich denke das wäre zu kompliziert für Sie ;-)

Re: DiePressemachtsmöglich

danke

Gast: Und im nächsten erstickend-übelriechenden „Atemzug“ wird es wieder vorsätzlich Rathausbehämmert heißen:
21.02.2012 19:55
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Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr-Hurra!



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Re: Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr-Hurra!

Und wenn es eine Gefahr für die Bevölkerung wäre !!
Gibt es nicht einmal Schutzräume egal ob Chemieunfall oder Bombenangriff.

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Re: Re: Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr-Hurra!

Sicher, notfalls könnte man die Flaktürme im Arenbergpark wieder anwerfen ;)

Gast: GastIkus
21.02.2012 19:09
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Feuerwehr

Alarmstufe 2 soso....gut, dass ich immer mein Alarmstufenhandbuch dabei habe ;)

Re: Feuerwehr

Schauns halt im Internet nach. Man muss Ihnen wohl nicht jede Information hinterhertragen oder? (;

Re: Re: Feuerwehr/Einspruch

Ah ja, das Internet - DIE "Bibel" des 21.Jahrhunderts! Und Gott heißt ab sofort "Google"!

 
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