Zwei Jahre hat die Sanierung von fünf unterirdischen Straßenbahn-Stationen gedauert, nun ist die 18,5 Millionen Euro teure Renovierung unter dem Wiener Gürtel abgeschlossen. Übersichtlich, hell und sicher sind die Haltestellen jetzt, sagt der Chef der Wiener Linien.
Die Verbesserungen in der Struktur (barrierefreier Zugang, Leitsysteme) sind zu begrüßen und sicher ihr Geld wert. Aber warum muss immer für nutzlose Kosmetik so viel Geld ausgegeben werden? Warum den leicht verlebten Charme der Sechziger in etwas verwandeln, das in zehn Jahren den frisch verlebten Charme der Post-Milleniums-Zeit verströmt?
die türen überall sind eine zumutung, und anstatt die stationen so zu verkleiden, dass schall absorbiert wird - damit man endlich die lautsprecherdurchsagen verstehen kann, wird alles verfliesst! vom design her braucht man kein wort zu verlieren! 100 jahre sozialismus haben den stadtverantwortlichen jeglichen geschmack aberzogen! beklemmender ddr-scharm wohin man blickt - nicht nur die stationen, sondern so ziemlich jeder neubau in dieser stadt.
Also ich finde die Renovierung gar nicht so schlecht! Es gibt jetzt Aufzüge und Rolltreppen, die für behinderte und alte Menschen sicher angenehm sind!
Als die Haltestelle Eichenstraße gerade umgebaut wurde, sah ich, daß man beim oberen Durchgang doppelte Wände hinstellte, sodaß man genug Platz für Installationen hat. Vor allem ist dort die Farbe der Fliesen (Mosaik) schon hell und angenehm! Das schwarz-weiß am Matzleinsdorferplatz ist vielleicht ein bißchen eintönig. Aber was soll's das ist halt Geschmacksache.
Wäre es nicht besser, die Ustrab zu einer richtigen U-Bahn umzubauen? Wenn man bspw. den Abschnitt Matzleinsdorfer Platz bis Laurenzgasse viell. über die Wiedner Hauptstr. wieder oberirdisch legen würde, dann wäre der Tunnel kreuzungsfrei von der Eichenstr. bis zum Südtiroler Platz. Das würde den Durchsatz schonmal erhöhen. An der Westseite könnte man den Tunnel noch bis zum Westbahnhof und drüber hinaus verlängern. Das würde den Norden und Westen der Stadt besser an den neuen Hauptbahnhof anbinden. So bleibt es weiterhin eine Zuckelei mit vielen Umstieigen.
Die neuen USTRAB-Stationen sind auch sehr gut gelungen, wie man beim selbst Besichtigen besser beurteilen kann als auf diesen eher misslungenen Fotos. Kein Protz, sondern einfach gut gelöst, insbesondere auch durch Kunst am Bau zb durch Heimo Zobernig.
Das würde die Mehrkosten erklären. Offen gesagt: Lieber einen Künstler weniger subventionieren und weniger künsteln. Hausverstand und Geschmack liebe ich mehr als Kunst im öffentlichen Raum. My 5 Eurocents...
Und so wurde für sehr viel Geld der Charme einer 60er-Jahre-Unterführung gegen den Charme eines 80er-Jahre Schwimmbades getauscht.
Die Farbgebung der alten Fliesen (türkis/gelb/glasig) war zwar nicht aufmunternd, aber das grau/schwarz/weiß ist gefährlich triest. Heller kommt es mir auch nicht vor, nur industrieller.
Zu den roten Abgängen kann man nur gratulieren: endlich ein Sinnbild für die politischen Zustände... anscheinend nimmt sich die politische Klasse selbst nicht mehr ernst...
wirken weiterhin düster. Wie "Öffibenutzer" meint, es ist wirklich grau und öde und wie "greebo" meint, es erinnert mich an den Charme des 70er-Jahre-Sozialismus-Plattenbaus. Wie wenn wir uns zurückentwickeln. Statt Farbe, dort wo sie fehlt kommt Tristesse.