Parkpickerl in Wien: Drei Bezirke überlegen noch

12.03.2012 | 14:57 |   (DiePresse.com)

Penzing und Währing entscheiden bald, ob sie zur "Parkpickerl"-Zone werden, Favoriten wartet noch ab. Die Ausweitung startet am 1. Oktober.

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Meidling, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals haben die Einführung des Parkpickerls ab 1. Oktober bereits beschlossen. In drei Bezirken außerhalb des Gürtels ist eine Entscheidung aber noch ausständig. Favoriten und Penzing wollen demnächst fixieren, ob ihr Bezirk künftig gebührenpflichtig wird oder nicht. Währing wiederum richtet sich nach dem Ergebnis der kürzlich per Brief durchgeführten Bürgerbefragung.

Die abgegebenen Stimmen werden am 16. März ausgezählt, das Ergebnis soll noch am gleichen Tag bekanntgegeben werden. Karl Homole (ÖVP), Bezirksvorsteher im 18. Bezirk, hatte bereits angekündigt, dass das Ergebnis für ihn bindend sei.

Kein flächendeckendes Pickerl im 14. Bezirk

Keine Anrainerbefragung gab und gibt es im 10. und 14. Bezirk, beide sozialdemokratisch geführt. Dort wird in Bezirksvertretungssitzungen entschieden. In Penzing gibt es dafür schon einen Termin.

Laut Bezirkschefin Andrea Kalchbrenner (SPÖ) soll am 22. März im Zuge einer Sondersitzung des Bezirksparlaments die Entscheidung für oder gegen das Parkpickerl fallen. Sie könne nichts vorwegnehmen, so Kalchbrenner. Fix sei allerdings bereits, dass es keinesfalls eine flächendeckende Pickerlpflicht im 14. Bezirk geben werde.

"Entscheidungsphase" in Favoriten

In Favoriten gibt es hingegen offenbar noch keinen Beschlusstermin. Man befinde sich derzeit in der "Entscheidungsphase", sagte Bezirksvorsteherstellvertreter Josef Kaindl (SPÖ).

Derzeit werde etwa noch geprüft, wie sich die Einführung des Pickerls bzw. der Kurzparkzone in Meidling auf die Stellplatzsituation im angrenzenden 10. Bezirk auswirken wird. Das sei eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Start am 1. Oktober fix

Der städtische Parkpickerl-Koordinator Leopold Bubak hofft, dass bis spätestens Ende März sämtliche noch ausstehenden Beschlüsse vorliegen. Danach sollen die genauen Grenzziehungen festgelegt werden.

Der Starttermin für die Ausweitung mit 1. Oktober sei jedenfalls fix, so Bubak. Sechs Bezirke - Simmering, Hietzing, Döbling, Floridsdorf, die Donaustadt und Liesing - werden keine Parkgebühren einführen.

Preisstaffelung nicht angedacht

Eine Preisstaffelung, wonach Parken in äußeren Bezirken künftig billiger wäre als im innerstädtischen Bereich, sei derzeit nicht angedacht, betonte Bubak einmal mehr. Das könne man vielleicht in mittlerer Zukunft einmal in Erwägung ziehen.

Große Gemeinschaftszonen wird es ebenfalls nicht geben. Hernals und Währing haben ja überlegt, ein gemeinsames Anrainerpickerl für beide Bezirke einzuführen. Dies sei rechtlich jedoch schwierig, gab Bubak zu bedenken.

(APA)

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30 Kommentare
 
12
Gast: Bank12
15.03.2012 10:30
0

Ideologie !

eine Stadt darf hier nicht ideologisieren! Dort wo die Öffis gar nicht hingehen oder 5 Mal so lange brauchen muss Individualverkehr und öffentliches Parken erlaubt bleiben. Der Ausbau der Öffis von den Randlagen und die tangentialen Strecken wurden jahrzehntelang verschlafen! Große Teile der bezirke 13 bis 19 sind grotesk schlecht angeschlossen. Von Baden nach Wien geht´s deutlich schneller als von Rodaun, Mauer, Hütteldorf, Neuwaldegg, Dornbach, etc!

Gast: Der Schelm
14.03.2012 22:43
0

Maoismus und Grünismus

Unter Mao Tse Tung hat es in China mehr Fahrräder als Autos gegeben. Würde aber nicht unbedingt behaupten, dass es den Chinesen damals besser gegangen ist als heute, auch wenn die Luft besser war.

Antworten Gast: Hubert trink das.
15.03.2012 08:47
1

Ach?

Wieviele grüne Bezirksvorsteher sind denn in den neuen Parkpickerlbezirken?

Ihre Grün-Paranoia nimmt schon seltsame Züge an.

Gast: Bester Autofahrer Wiens
13.03.2012 14:04
0

Ich verachte alle Pkw-Fahrer,

die ihren Wagen nicht in eine Garage stellen. Besorgt euch einen Stellplatz und sudert nicht!

Wie unattracktiv...

...will man Wien noch machen?

Gast: Kritiker12345
12.03.2012 22:02
3

Wähler-Gedächtnis

Ich hoffe, dass sich die Wienerinnen und Wiener das Vorgehen dieser Stadtregierung merken und Rot-Grün bei der nächsten Wiener Wahl sowohl auf Bezirks- als auch auf Gemeinderats/Landtagebene die Rechnung präsentieren. Wenn das so weitergeht wird Wien politisch umgefärbt.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
14.03.2012 21:30
0

Ja, die nächste Wahl ...

mit der nächsten Wahl im Hinterkopf immer nur populistisch zu agieren ist kontraproduktiv.

Antworten Gast: BraS
13.03.2012 15:45
0

Re: Wähler-Gedächtnis

wenn man sich die Wahlergebnisse in den bisherigen Pickerlbezirken ansieht, eher nicht.

Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
15.03.2012 08:48
0

Re: Re: Wähler-Gedächtnis

Weil's Parkpickerl bei allen anderen Autokosten wurscht ist.

Antworten Gast: Steuerzahler 3000
13.03.2012 14:18
0

Re: Wähler-Gedächtnis

In den Bezirken in denen es das Parkpickerl schon gibt, haben die Grünen eh die meisten ihrer Wähler.

Antworten Antworten Gast: Kritiker12345
13.03.2012 18:34
2

Re: Re: Wähler-Gedächtnis

Stimmt nicht (mehr). Den 8. Bezirk haben sie dank Selbstzerstörung wieder verloren, ob sie im 7.Bezirk (siehe Umbau Mariahilfer-Strasse) stimmenstärkste Partei bleiben, ist fraglich. Generell kann sich die Ausweitung des Parkpickerls gerade für die Innenbezirke verdammt negativ auswirken und Rot-Grün auf Bezirksebene schon das eine oder andere Problemerl zum Lösen geben. Die im 9. Bezirk werden sich schön "freuen", wenn die Parkplatz-Flüchtlinge aus 1170 und 1180 auf einmal zurück kommen (da wird man dann bemerken, dass in den letzten Jahren immer mehr Parkplätze in Alsergrund vernichtet wurden)...

Re: Wähler-Gedächtnis

Geh´bitte. Pensionisten werden nicht mehr umdenken; dies wird nur die Zeit ändern. Einmal Rot - immer Rot. Aber in 10 Jahren is dann vorbei mit Freundschaft!

Antworten Antworten Gast: Kritiker12345
13.03.2012 09:06
1

Re: Re: Wähler-Gedächtnis

Es sind nicht die Pensionisten alleine. Wenn man sich in Wien umsieht, bemerkt man, dass die Unzufriedenheit generell massiv gestiegen ist. Bei der letzten Wahl in Wien hat man das schon bemerkt. Ausserdem reicht es, wenn die SPÖ weitere 4-5 % verliert, die Grünen verlieren (wenn sie so weitermachen) garantiert. Ich begründe meine Meinung damit, dass bei der letzten Wahl die Wahlbeteiligung nicht besonders hoch war. Das Protestwähler-Potenzial steigt immer mehr an. Ausserdem wird der "ursymathische" und "urlustige" Häupl/Fiaker bald in Pension gehen und die Wiener SPÖ hat niemanden, der die eigenen Wähler ansprechen kann. Wenn die sich trauen beispielsweise in Favoriten das Parkpickerl ohne Bürgerbefragung einzuführen, dann verlieren sie sowieso massiv.

Parkpickerl

Von mir aus kann das Parkpickerl €3000,- im Jahr kosten.Ich arbeite zwar in Wien, parke aber in einer bezahlten Garage.
Die Wiener haben sich Ihre Abzocker selbst gewählt.Hahahahaha.

Gast: UKW
12.03.2012 20:28
1

Die Bezirke werden entscheiden... haha, dass ich nicht lache

In Wahrheit ist es doch so: Die roten Statthalter vom Häupl in den Bezirken heben ihr schmutziges Pratzerl und geben der roten Abzocke aus dem Rathaus grünes Licht (denn sie wollen ja wieder nominiert werden, von der Partei). Kein einziger Bürger in Penzing und Simmering wird befragt, wozu auch? Wo doch die Genossen ohnehin wissen was am besten für die schwaachköpigen Wähler ist, die bei der nächsten Gemeinderatwahl ohnehin wieder bei der SPÖ ihr Kreuzerl machen.

lol parkpickerl - what is this? :-)))


Ist doch klar

Die Budgets brauchen eine Auffettung, nachdem ansonsten die Bezirke eine Bankrotterklärung leisten müssten.

Hauptschage Geld verschwenden, und alle die bestrafen die sich nicht dem fünf Jahres Plan zur Nutzung der Öffis unterwerfen.

Nachdme die Wiener Linien unfähig sind, ihren Tagesbetrieb (vom Abend und Nachtverkehr ganz zu schweigen) kostenneutral abzuwickeln, sind klarerweise wieder die bösen Autofahrer schuld und müssen ihren Geldes beraubt werden.

Parkpickerl in Wien

Abgesehen davon, dass die Grünen irgendwo an-
gerennt sein müssen, denn die Lösung ist ein
Wirrwarr an unterschiedlichen Bestimmungen, so-
dass ein Chaos entstehen wird. In Favoriten be-
stehen z.B. um die WIG zahlreiche größere Park-
platzanlagen, was machen die Mütter mit Ihren
Sprösslingen? Alle 2 Std. mit den Gschrappen
zum Parplatz hecheln, wegfahren, neuen Platz
suchen, Parkschein ausfüllen, Sohnemann/Mädi
füllt vor Anstrengung die Hosen und was jetzt?
Hirn einschalten, Frau aus Hellas.

Abgesehen davon, dass die Grünen...

...aber immer brav gewählt, gell?

Antworten Antworten Gast: Mr.N
13.03.2012 17:20
0

Re: Abgesehen davon, dass die Grünen...

gewählt schon, aber nicht die grüne pest;)

Antworten Gast: gast_123
12.03.2012 17:09
0

Re: Parkpickerl in Wien

schon was von Parkschein via Handy gehört - geht ganz einfach wenn man net wo angrennt ist...

Re: Re: Parkpickerl in Wien

nene so leicht ist es nicht.

2h MAXIMALE parkdauer. danach musst du umparken oder den parkplatz zumindest für andere frei machen (wofür es allerdings mM nach keine Frist gibt) dh theoretisch reicht einmal aus und direkt wieder einparken.

dass das nicht kontrolliert wird (oder zumindest nur wenn manchen politessen komplett fad ist) ist eine andere gschicht die die farce dass es um parkplatznot geht -und nicht um bürgerabzocke- zusätzlich bestätigt.

Antworten Antworten Gast: international_
12.03.2012 18:02
3

Re: Re: Parkpickerl in Wien

ist aber leider illegal, weil länger als 2 stunden dürfen sie in einer kurzparkzone nicht stehen bleiben.
und das handy, das ihr auto auch umparken kann wird halt leider erst in ein paar jahren erfunden werden.

oder sind sie gar ein gesetzesbrecher, der die schönen grünen gesetze nicht beachten will?


Parkpickerl in Wien

Abgesehen davon, dass die Grünen irgendwo an-
gerennt sein müssen, denn die Lösung ist ein
Wirrwarr an unterschiedlichen Bestimmungen, so-
dass ein Chaos entstehen wird. In Favoriten be-
stehen z.B. um die WIG zahlreiche größere Park-
platzanlagen, was machen die Mütter mit Ihren
Sprösslingen? Alle 2 Std. mit den Gschrappen
zum Parplatz hecheln, wegfahren, neuen Platz
suchen, Parkschein ausfüllen, Sohnemann/Mädi
füllt vor Anstrengung die Hosen und was jetzt?
Hirn einschalten, Frau aus Hellas.

Nimm es mit Humor

'Was haben die heutigen Investoren von Griechenland-Anleihen und die Grünen nach der nächsten Gemeinderatswahl in Wien gemeinsam?' 'Beide haben einen kräftigen Haircut bekommen.'

Die Wahlkabine ist ein Thema. Hoffe nur, dass die neue(n) Regierungspartei(en) nach der nächsten Gemeinderatswahl die Parkraumbewirtschaftung kritisch hinterfragen und bürgernäher verändern werden.

Der Wille der Bürger wird einfach ignoriert.



WIR BÜRGER WERDEN DAS IN DER WAHLKABINE NICHT VERGESSEN !!!

 
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