Wien/Eko. Die Pläne zur Umgestaltung der Mariahilfer Straße gehen in die entscheidende Runde. „Derzeit“, sagt der grüne Verkehrssprecher, Rüdiger Maresch, „hat die Variante mit einer Kernfußgängerzone von der Stiftgasse bis zur Andreasgasse großen Zuspruch.“ Die Arbeitsgruppe aus Vertretern der betroffenen Bezirke, der Stadt und Verkehrsplanern soll in den nächsten Monaten die endgültige Variante präsentieren – Kernpunkt dabei ist, die Autos weitgehend von der Einkaufsmeile zu verbannen.
VP: Bürger wollen keinen Umbau
Die Wiener ÖVP hingegen fordert, dass alles bleibt, wie es ist. Grundlage dafür ist eine Umfrage, die die Partei in den vergangenen Wochen durchgeführt hat. Rund 30.000 Haushalte in Mariahilf und Neubau wurden angeschrieben, von den bis Dienstag abgegebenen 2912 gültigen Stimmen entfielen 1831 (62,9 Prozent) auf die Variante, an der derzeitigen Situation nichts zu ändern, 575 Menschen (19,7 Prozent) stimmten für eine Fußgängerzone.
Die VP kritisiert die grüne Planungsstadträtin, Maria Vassilakou: Sie ignoriere den Willen der Bürger. Die Grünen wieder verweisen auf mehrere Veranstaltungen, bei denen Bürger mitarbeiten und Feedback geben konnten – dabei habe sich eine große Mehrheit für eine autofreie Mariahilfer Straße ausgesprochen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2012)
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