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Wien: Ute Bock eröffnet neues Flüchtlingsheim

16.04.2012 | 13:23 |   (DiePresse.com)

Die Einrichtung für alleinstehende Männer öffnet im Mai in Favoriten. Besorgte Anrainer will die Flüchtlingsbetreuerin mit Info-Veranstaltungen beruhigen.

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In der Zohmanngasse 28 in Wien-Favoriten wird demnächst ein neues Haus für Asylwerber eröffnet - von der prominenten Flüchtlingsbetreuerin Ute Bock. In der Einrichtung sollen allein stehende Männer untergebracht werden. Das Objekt wird Anfang Mai seiner Bestimmung übergeben. Besorgte Anrainer will Ute Bock im Rahmen einer weiteren Veranstaltung informieren.

Zwei derartige Events fanden bereits statt - mit zum Teil erbosten Teilnehmern und wütenden Wortmeldungen, wie Bock berichtet: "Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn Dampf abgelassen wird, vielleicht ist dann eine Ruh'." Und sie überlegt, auch nach der Eröffnung des Hauses ähnliche Veranstaltungen anzubieten, betont sie gegenüber der Austria Presseagentur.

Geld aus Haselsteine-Stiftung

Das neue Haus wurde vom Bauunternehmer Peter Haselsteiner über dessen Stiftung erworben und saniert. An die 80 Einheiten für Asylwerber bzw. auch für Menschen, die bereits Asyl erhalten haben, wird es dort geben. Denn letztere würden oft in der Obdachlosigkeit enden, sagt Bock.

Das nun kurz vor der Fertigstellung stehende Gebäude ist quasi historischer Boden, jedenfalls für Ute Bock: Das Haus in der Zohmanngasse war einst ein Lehrlingsheim, in dem sie viele Jahre tätig war. Später betreute sie dort Flüchtlinge.

Schauplatz für "Operation Spring"

1999 war die Unterkunft einer der Schauplätze der landesweit durchgeführten "Operation Spring". Die umstrittene Polizeiaktion sollte den organisierten Drogenhandel bekämpfen, das Heim in der Zohmanngasse wurde dabei gestürmt. Ute Bock hat stets bestritten, dass das Haus - wie kolportiert - als Drogenumschlagplatz diente. Aber sogar für sie selbst setzte es eine Anzeige, unter anderem wegen Bandenbildung.

(c) APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER Archivbild: Bock bei einer Pressekonferenz im August 2011

(c) APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER Archivbild: Bock bei einer Pressekonferenz im August 2011

Das Verfahren wurde bald darauf eingestellt, für die Betreuungseinrichtung Zohmanngasse kam aber trotzdem das Aus. Nun kehrt Ute Bock nach Favoriten zurück, mitsamt ihrem Verein, der derzeit noch im zweiten Bezirk angesiedelt ist.

FPÖ bezeichnet Heim als "Drogenzentrum"

Das neue Heim hat bereits im Vorfeld der Eröffnung für Diskussionen gesorgt. Die Wiener FPÖ will etwa eine Neuauflage des "Drogenzentrums" verhindern, wobei auch Bock selbst wieder ins Visier gerät: "Diese Frau ist höchst suspekt", befand etwa Rathaus-Klubchef Johann Gudenus in einer Aussendung.

Die ÖVP will dem Flüchtlingsheim hingegen eine Chance geben, wie in einer Pressemitteilung betont wurde. Die "Hetze der FPÖ", die auf die Verunsicherung der Anrainer abziele, sei vehement abzulehnen, hieß es. Auch die Grünen kritisierten die ihrer Ansicht nach "reine Angstmache".

Wiens Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) kündigte in einem Interview an, dem Flüchtlingsprojekt ein Angebot zu machen: Es könnte in die Gespräche zur "Wiener Charta" einfließen. Die Charta wird bis Herbst entwickelt, sie soll Leitlinien für das Zusammenleben in der Stadt beinhalten.

(c) APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER Archivbild: Bock bei einer Pressekonferenz im August 2011

(c) APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER Archivbild: Bock bei einer Pressekonferenz im August 2011

(APA)

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67 Kommentare
 
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Gast: gast tzz65
17.04.2012 17:34
10 1

Ohne Rücksicht auf die Anwohner?

Die Frau würde mir imponieren, wenn sie eine Villa besaße in einem großen Garten, uneingesehen und fern von den Nachbarn, UND DANN die Liegenschaft ihren Flüchtlingen zur Verfügung stellte. Und wenn sie sich dann persönlich um jedes ihrer Schäfchen kümmern würde. Und die Nachbarn nicht tangiert würden. Das wäre eine Großtat.

Sie macht es aber anders: das Flüchtlingsheim, das den Nachbarn (zu recht oder zu Unrecht) Angst macht steht mitnichten separiert sondern im dichtest verbauten Gebiet. Es ist ja schön wenn sie sich um Flüchtlinge kümmert (tut sie das?), nur: sie sollte sie nicht auf Kosten und zum Ärger der Nachbarn dieser Flüchtlingsherberge dorthin bringen. Sichtlich sind ihr die Nachbarn des Flüchtlingsheims reichlich egal, und das ist nicht in Ordnung. Es genügt ihr, Gutes zu tun, egal, wer dadurch das Nachsehen hat.

Jetzt zu sagen: Die Nachbarn, die keine zweifelhaften Gestalten in der Nachbarschaft wollen, sind alles eh schon wissen welche, so Populisten oder Ewiggestrige, und die wählen eh den Starche, das geht nicht. Es sei denn, Frau Bock würde es darauf anlegen, Herrn Strache zu weiteren Wählern zu verhelfen - dann wäre das ganze Projekt sehr zielstrebig angelegt. Er reibt sich vermutlich schon die Hände.

Wieso nicht neben der Grünen oder Roten Partei-Zentrale?

Warum nicht in Hietzing, Döbling, Grinzing?

Soll doch der Pöbel damit fertig werden, wir lieben Multikulti, aber nur Samstags am Naschmarkt.

Gast: pffft
17.04.2012 12:41
6 3

Das Asylantenheim wertet Favoriten auf...

...die Anrainer sollten dankbar sein. Außerdem... warum zieht man auch nach Favoriten?


Gast: Tony der Rodelkönig
17.04.2012 12:27
14 1

Kein Bock auf Ute Bock!

Als betroffener Favoritner hat diese alte Losung an Aktualität nichts verloren.

Gast: K.K.
17.04.2012 01:06
0 14

wo "Die Presse" gelandet ist

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Gast: ZARA
16.04.2012 23:12
1 23

Menschen wie die Frau Bock geben mir Hoffnung, dass es in Österreich doch noch Wärme und Herzlichkeit gibt

Und die brauchts in diesem Land wie Wasser in der Sahara!

26 2

Nächstenliebe?

Diese alte Frau muss offensichtlich etwas kompensieren.

Antworten Gast: ZARA
16.04.2012 22:34
1 27

Re: Nächstenliebe?

Natürlich!
Die Unmenschlichkeit vieler sogenannter "echter Österreicher"

Antworten Antworten Gast: j'en ai marre
16.04.2012 23:29
17 1

so etwas zu schreiben

halte ich für eine Frechheit.
Österreich ist ein attraktives Migrationsziel (wie die Statistiken beweisen) und -obwohl von sicheren Drittstaaten umgeben-auch ein nicht unbeliebtes Asylziel innerhalb der EU.
Das spricht doch ganz klar für dieses Land, in dem inzwischen ca. 1,5 Mio Menschen mit Migrationshintergrund leben - bei 8.5 Mio Gesamtbevölkerung.

Die österreichischen Steuerzahler finanzieren auch die Subventionen für verschiedene NGOs, die Migranten und Flüchtlinge beraten und unterstützen.
Asylwerber erhalten Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und kostenlose medizinische Versorgung in einem (noch) ausgezeichneten Gesundheitssystem.
Es wird Zeit, dass all die Anstrengungen und Hilfeleistungen Österreichs auch mal anerkannt und bedankt werden statt dieser ungerechten Nörglerei und der inflationären (Pauschal?)Abwertung eines Landes und seiner Bevölkerung.

Antworten Antworten Antworten Gast: ZARA
17.04.2012 08:24
1 17

Der Steuerzahler leistet in Echt nur einen sehr sehr bescheidenen Teil zum Asylwesen.

Erstens zahlen keine 50% der Österreicher Erwerbssteuern und zweitens kommt die andere Hälfte zu 50 % von der Wirtschaft. Und die braucht diese Arbeitskräfte.
Sie reden jetzt also von 25 % der Steuerleistung, die aber so niedrig ist, dass sogar die Parteienförderung ein Vielfaches davon ausmacht.
Jedes Parteimitglied in Österreich wird mit mehr Steuermitteln gestützt als ein Asylant.
Und das ist unzumutbar!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: so eine Leuchte
17.04.2012 09:02
11 0

Sie schreiben Unsinn und zwar "in echt". Subventionen werden von den Steuernzahlern finanziert

- wie das Staatswesen überhaupt.

"Asylanten" gibt es nicht - das ist klassischer, rechter Jargon. Kaum vorstellbar, dass die NGO "ZARA" sich solcher rhetorischer Mittel bedient. Meiner Meinung nach sind Sie ein Troll


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ZARA
17.04.2012 13:51
0 10

Re: Sie schreiben Unsinn und zwar "in echt". Subventionen werden von den Steuernzahlern finanziert

Ich bin genauso wenig eine NGO wie Sie eine Leuchte!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: comeontrollmakemyday
17.04.2012 12:17
0 9

Re: Sie schreiben Unsinn und zwar "in echt". Subventionen werden von den Steuernzahlern finanziert

troll? also ich finde in ihrem posting mehr hass als bei 'ZARA'

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: youmakemelaugh
17.04.2012 15:13
4 0

Sie finden zu Weihnachten

wahrscheinlich auch Ostereier unterm Christbaum

Gratulation an Fr. Bock!

Diese Frau hat Mut und Zivilcourage. Eigenschaften man in Österreich mit der Lupe suchen muss. Sie stellt sich gegen eine Gesellschaft die von Neid, Hass und Missgunst zerfressen ist und ist somit ein echte Vorbild für alle die sich einen Funken Menschlichkeit erhalten haben.

26 2

Re: Gratulation an Fr. Bock!

Vielleicht will die gute Ute aber auch nur ihr schlechtes Gewissen beruhigen. Anläßlich der Diskussionen über die Mißhandlungen an Heimkindern hat sie ja zugegeben, selbst Betreuerin gewesen zu sein und Watscchen (?) ausgeteilt zu haben. Will ihr nicht unterstellen, dass sie mehr gemacht hat - aber beobachtet hat sie sicher schlimmeres.

Antworten Antworten Gast: Und vorher nie darüber den Mund aufgemacht!!!
17.04.2012 05:58
14 1

Re: Re: Gratulation an Fr. Bock!

Aus dieser Perspektive gesehen, hat die alte Dame auch gewaltigen „Dreck“ am Stecken.

Antworten Antworten Gast: xxxx
16.04.2012 23:14
1 8

Re: Re: Gratulation an Fr. Bock!

Wir müssen auch einiges an L K-Postern beobachten.
(WÜRG!)
Da würd' ich mich gern selbst ins Koma watschen, um dem zu entgehen.

26 1

Re: Gratulation an Fr. Bock!

Parallel wird gerade in der Krone darüber debattiert.

Dort wird dies anders gesehen. Der Bock-Verein war dort bereits - die Anrainer wissen nämlich, was auf sie zukommt.

Die Drogen...

Hier sieht man mal wieder sehr schön die Vereinfachungen der beiden Randparteien:

FPÖ: "Die Wiener FPÖ will etwa eine Neuauflage des "Drogenzentrums" verhindern"...für sie gibts grundsätzlich nur kriminelle Asylwerber...
Grüne: "Auch die Grünen kritisierten die ihrer Ansicht nach "reine Angstmache"." ...für sie gibts wie immer sowieso gar keine Probleme mit Asylwerbern...

Dass die Wahrheit irgendwie dazwischen liegen dürfte, wird offenbar nicht eingesehen...

Wann dreht man endlich der Bock das Gärtnern ab?

Das ist doch nichts anderes als unverhohlene Unterstützung für Illegale.

Kaum geht's...

um fluechtlinge, beginnen die blau/braun gestreiften mit boesartiger hetze ( Gudenus: "Diese Frau ist höchst suspekt") und der poebel hier, wiederholt beglueckt diesen schwachsinn. Aus der geschichte nichts gelernt. Oder?

2 1

Re: Kaum geht's...

doch, die geschichte sagt uns das multikulti nicht gut geht, siehe balkankrieg.

Antworten Antworten Gast: i sog da ans
19.04.2012 10:23
2 0

oder Libanon

den Bürgerkrieg und die Folgen haben wohl viele vergessen.

Je mehr die Mehrheitsgesellschaft schrumpft und die "Leitkultur" (immerhin jene, die einen seit 40 Jahren existierenden, sehr fortschrittlichen Sozialstaat hervorgebracht hat) an Bedeutung verliert, umso konfliktreicher könnte das Zusammenleben werden.

Ich bin für Pluralismus - aber im Rahmen einer verbindlichen, den Zusammenhalt fördernden, auf der Verfassung aufbauenden "Leitkultur"
Daher sollte Zuwanderung restriktiver geregelt (Vorbilder Dänemark und Kanada - siehe Punktesystem und Kaution für Familiennachzug) und das Asylrecht eventuell zeitgemäß reformiert werden.

Re: Kaum geht's...

Sie sollten selber Geschichte lernen, bevor Sie hier so großspurig daherreden.Denn Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.Nehmens mal die rote Brille ab.

"Aus der geschichte nichts gelernt"

Doch. Daß es gefährlich ist, eine Gesellschaft aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem man Illegale unterstützt, Gesetze mißachtet und ad Absurdum führt. Denn irgendwann ist es zuviel.

 
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