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Verkehr: U-Bahn und Parken aus einer Hand

24.04.2012 | 18:33 |   (Die Presse)

Die Wiener Linien planen eine "Mobilitätskarte". Die Erlöse werden durch die neuen Ticketpreise sinken. Parken wird indes teurer: Die neuen Parkpickerlzonen sind so gut wie fix.

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Wien/Cim. Die Wiener Linien wachsen. Zu U-Bahn, Straßenbahn und Bus könnten bald Citybikes, Parkgaragen, Park-and-ride-Anlagen oder Carsharing-Autos kommen. Zumindest, wenn es um die Abrechnung geht. „Wir arbeiten derzeit intensiv an einer Mobilitätskarte“, sagt Alexandra Reinagl, die Geschäftsführerin der Wiener Linien. In der zweiten Jahreshälfte geht die Mobilitätskarte – so der Arbeitstitel – in die Pilotphase, kommen könnte sie am Jahresende oder 2013.

Diese Karte könnte dann zugleich als Netzkarte für die Wiener Linien und als Zugangskarte für Park-and-ride-Anlagen, Garagen oder Citybikes gelten. Auch Kooperationen mit Carsharing-Anbietern seien angedacht. Reinagl schwebt eine Karte, auch am Smartphone, vor, bei der man online verschiedene Optionen buchen kann. „Der Preis ist bekanntlich nicht das erste Kriterium für den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr, wir müssen andere Hürden abbauen.“

 

Teuerste Fahrt kostet 100 Euro

Schon ab der Tarifreform, die mit 1.Mai in Kraft tritt, kann man Verkehrsmittel leichter kombinieren. So kostet es fortan nicht extra, das Fahrrad in der U-Bahn mitzunehmen. Der Preis für eine Jahreskarte wird mit 1.Mai von 449 auf 365Euro gesenkt, eine Monatskarte wird 45, eine Wochenkarte 15 und ein Einzelfahrschein zwei Euro kosten. Empfindlich teurer wird Schwarzfahren – die Strafe steigt von 70 auf 100 Euro.

Die günstigeren Tickets schmälern die Einnahmen der Wiener Linien. Reinagl erwartet, dass der Kostendeckungsgrad von bisher 60 auf etwa 55 Prozent sinken wird. Die Zahl der verkauften Jahreskarten werde durch die Tarifreform von etwa 390.000 auf etwa 400.000 steigen, dafür dürften dann weniger Wochen- und Monatskarten verkauft werden. Wie groß das Defizit durch die Tarifreform sein werde, könne man aber noch nicht genau sagen, schließlich sind die genauen Verlagerungseffekte unklar. Sicher ist: Vorerst wird das Defizit durch Steuergeld ausgeglichen. Die Stadtregierung habe zugesichert, dass die Investitionen nicht aufgrund der geringeren Einnahmen zurückgefahren werden, sagt Reinagl. Heuer zumindest, denn eine entsprechende Vereinbarung zwischen Stadtregierung und Wiener Linien müsse jedes Jahr neu verhandelt werden.

Auch die neuen Tarife bleiben nur 2012 sicher so. Künftig sollen die Preise regelmäßig nach einem Index erhöht werden. Wann und in welcher Höhe das sein wird, ist unklar. „Aber nicht heuer, das kann ich garantieren“, sagt Reinagl. Und: Es werde nicht so sein, dass man die Vergünstigung in drei Jahren nicht mehr spüre.

 

Pickerlzonen so gut wie fix

Während der öffentliche Verkehr in einer Woche billiger wird, wird Parken ab Oktober in einigen Bezirken teurer. Nach wochenlangen Verhandlungen steht beinahe fest, wo die Grenzen der Pickerlzonen verlaufen werden. Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus führen das Pickerl so gut wie flächendeckend ein. Hernals, Penzing und Ottakring wollen nur teilweise Gebührenzonen festlegen (siehe Grafik). Offiziell werden die Pickerlzonen am Montag fixiert.

Die Opposition protestiert schon jetzt: Die FPÖ spricht von „Trottelei“, die ÖVP ortet „Chaos“ in der Parkraumbewirtschaftung. Dieser Wortwahl – „Chaos“ – schließt sich der ÖAMTC an, er sieht eine einmalige Chance auf ein Modell mit abgestuften Tarifen und flexibleren Zeiten vertan.

(c) Die Presse / HR

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2012)

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35 Kommentare
 
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Gast: gimo
25.04.2012 13:51
0 1

YNWA

Ich habe eine cooles Fahrrad für la mia Chica,wann das Fahrrad bereit ist,wird sie das Fahrrad bestimmt sehr mögen.

Ich shice auf den grindigen Massentransport.

Aber viel Spaß, wenn sich neben Bettlern mit "Musik"-Instrumenten und den üblichen Ekelerregern jetzt auch die Radfahrer in die Ubahn quetschen. Paßt schon so, warum sollen die nur auf der Straße eine Pein für alle sein.

Antworten Gast: Opel Flitzer
25.04.2012 17:46
0 0

Re: Ich shice auf den grindigen Massentransport.

Solange Sie nicht mitfahren geht's ja halbwegs.

Antworten Gast: Andreas Goldberger
25.04.2012 13:55
0 0

Re: Ich shice auf den grindigen Massentransport.

Ich spring immer mit de Schi! Und Sie?

eine vernünftige Idee

wäre zu wünschen, daß sie von den Menschen auch angenommen wird. Wien hat eines der besten Öffinetzte in Europa zu nahezu konkurrenzlos günstigen Preisen (Jahreskarte) anzubieten. Wer die U-Bahn oder die S-Bahn nutzen kann, ist damit schneller unterwegs, als mit dem PKW.

Antworten Gast: Abklaerer
25.04.2012 11:33
4 5

Re: eine vernünftige Idee

Unpuenktlich, unzuverlaessig, voellig versifft und hautpsaechlich von Pizzafressern, Ohrstoepselkrawallern, Drogenhaendlern und Gewaltkriminellen bevoelkert: so zeigt sich das "beste Oeffinetz" im Alltag.

Antworten Antworten Gast: klingelfee
25.04.2012 12:05
2 2

Re: Re: eine vernünftige Idee

Ist ihnen jetzt leichter, weil sie ihre unsachliche Verallgemeinerung hier losgeworden sind? Schon überlegt, wie schnell sie ohne Öffies mit dem PKW in Wien unterwegs wären?
Macht ja nix - Hauptsache es ist ihnen jetzt leichter!

Antworten Gast: Verallgemeinerer
25.04.2012 08:41
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Re: eine vernünftige Idee

Bitte nicht verallgemeinern !

Bei einem Busintervall von bis 80 Minuten (!!!) ist sicher zu gewissen Zeiten der PKW schon DEUTLICH im Vorteil !


Antworten Antworten Gast: nightline
25.04.2012 20:58
0 0

Re: Re: eine vernünftige Idee

ja, der nachtbus kommt selten - aber die busfahrer haben ja auch ein leben...

Re: Re: eine vernünftige Idee

Das sind vielleicht 5 - 10 Linien, die insgesamt nicht einmal 1% der Öffiverbindungen ausmachen. Also schon die Kirche im Dorf lassen.

Gast: DEckel
25.04.2012 07:51
6 6

Kostendeckung

.... Reinagl erwartet, dass der Kostendeckungsgrad von bisher 60 auf etwa 55 Prozent sinken wird. ......

Beim PKW-Verkehr wird immer 100% Kostendeckung angestrebt - warum gilt dies nicht für Öffis ? Genauso ein fadenscheiniges Argument, analog zu 'Neue Strasse zieht Verkehr an' - ich frag mich bloß "Warum eine 3. Piste in Schwechat, wenn's Verkehr anzieht". Merke: PKW-böse, Öffis-gut, Flugzeug-gut!

Eine offensichtlich in sich konsistente Politargumentation - oder doch nur schwachsinnige Gehirnwäsche ? Auf diesen Zug springen dann sogenannte Experten (a la Knoflacher) auf, damit selbige Forschungsmittel bekommen - die Sinnhaftigkeit dieser Forschung (besser "Verorschung") wird klarerweise nicht hinterfragt, weil systemkonform auf Wunsch der Herrschenden !


".... Reinagl erwartet, dass der Kostendeckungsgrad von bisher 60 auf etwa 55 Prozent sinken wird. ......"

Ist aber egal, denn diesen Romantiktrip in die Vergangenheit realsozialistischer Paradiese wird sowieso vom Steuerzahler finanziert.

Der Massentransport durch ÖBB und Kolchose Wien, genauso wie der Radwegbau, lebt nur, weil es Autofahrer gibt, die man ausnehmen kann.

Antworten Gast: Orwell1984
25.04.2012 10:51
0 2

Re: Kostendeckung

ad.: Kostenddeckung PKW-Verkehr
(Artikel 2010-65 des VCÖ)
Laut VCÖ verursachte der Pkw-Verkehr im 2009 Gesamtkosten von rund 10,9 Milliarden Euro.
Dem standen 2009 automotive Steuern und Abgaben in der Höhe von rund 5,2 Milliarden Euro gegenüber.

Beim PKW-Verkehr wird 100% Kostendeckung angestrebt, diese ist aber wohl ebenso nicht gegeben.

Re: Re: Kostendeckung

Daß die VerkehrsClowns Österreichs nichts anderes zu tun haben, als von ÖBB und Grün quersubventioniert den Autoverkehr schlechtzumachen, das wissen Sie aber hoffentlich schon?

Also hängen Sie sich diese Studien aufs Klo.

Antworten Antworten Antworten Gast: Orwell1984
25.04.2012 13:19
1 1

Re: Re: Re: Kostendeckung

Naja,
Man kann einiges über die Seiten des BMF, der Asfinag, Statistik Autria etc. gegenzuchecken. Dabei kann man gut erkennen, dass die Zahlen zu denen des VCÖ korrelieren.

Das man als Autofahrer natürlich nicht gerne hört, dass die automotiven Steuern eigentlich doppelt so hoch sein müssten um die Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren ist mir klar. Bin ja selber Autofahrer.

Nur weil eine Zusammenstellung von vorhandenen Zahlenmaterial unangenehm ist, ist dies nicht gleich fürs Klo.

Re: Re: Re: Re: Kostendeckung

Ich fürchte, Herr Goldstein hat sich zu tief in seinen Wahn vergraben um noch auf Argumente reagieren zu können. Ein generelles Phänomen übrigens.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bravoocf
25.04.2012 21:01
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Kostendeckung

genauestens analysiert

Antworten Gast: Benidorm
25.04.2012 09:37
1 1

Re: Kostendeckung

100% Kostendeckung durch MöSt, NOVA, Vignette etc. auf den Straßen gibt es nur bei Autobahnen und Schnellstraßen - und das auch nur, wenn man die gewaltigen Schulden der Asfinag nicht mitrechnet.
Je niederrangiger die Straße, desto mehr muss aus dem Steuertopf zugeschossen werden.

Re: Kostendeckung

beim Pkw kostendeckungsgrad???? sie haben keine ahnung von Verkehrsplanung, aber glauben, wie die meisten Österreicher, ihren Senf dazu abgeben zu müssen... schrecklich.. aber nur soviel.. Autofahren ist auf kosten der Allgemeinheit so billig wie es ist... und es ist viel zu billig.. wenn Autofahrer die vollen kosten übernehmen müssten könnten sich das nur wenige leisten, oder zumindest nicht so oft..

Re: Re: Kostendeckung

... und wie ist das bei der Bahn? Muss da der Steuerzahler eh nicht aushelfen?

Antworten Antworten Antworten Gast: kdkd
25.04.2012 21:04
0 0

Re: Re: Re: Kostendeckung

ja. und? nimmst a vorteilscard, sind die karten billig - und du kriegst die kosten ab dem 2. mal wien-salzburg-wien oder wien-klagenfurt-wien rein. da sieht man, was man davon hat. bei der westbahn kosten die karten auch nicht so viel.

Antworten Antworten Gast: DEckel
25.04.2012 08:44
0 1

Re: Re: Kostendeckung

Sprech ich mit Toni Polster ? Jooo, daas stiiiimt !

Antworten Antworten Antworten Gast: DEckel
25.04.2012 10:14
1 0

Re: Re: Re: Kostendeckung

mein Kommentar mit Zitat von Toni Polster bezieht sich das Posting von "Eulenpost-ing" !

Gast: mir reichts
25.04.2012 06:50
10 4

xxx

ist schon interessant, in favoriten, wo sehr viele zuwanderer wohnen, kein parkpickerl. so a zufall aber auch.

Antworten Gast: Theo Dor
25.04.2012 09:02
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Re: xxx

Im 15. wohnen anteilsmäßig mehr - trotzdem kommt das Pickerl.
Wie ist da der Zusammenhang?

als Tipp: dumme Verschwörungstheorien sind kompliziert, aber falsch.
Richtig ist, dass jede Bezirksvorstehung autonom entscheiden konnte.

Re: xxx

und wie erklärst du dass jetzt im 15. und 16. ein parkpickerl kommt, wo auch viele zuwanderer wohnen, du kleiner verschwörungsaufdecker?

 
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