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KfV: Wiener beachten Verkehrsregeln kaum

10.05.2012 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) beobachtete das Verhalten aller Verkehrsteilnehmer an sechs Wiener Kreuzungen - mit schlechtem Ergebnis für Wiens Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

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Viele Wiener halten sich nicht an die Verkehrsregeln. Das hat ein Kurztests des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) ergeben. Das KfV nahm die Unfallserie mit Kindern in Wien zum Anlass, sich die Verkehrssituation an sechs stark frequentierten Kreuzungen in Wien genauer anzusehen.

Martin Winkelbauer, der als Verkehrssachverständiger die Kreuzungen beobachtete, zieht Bilanz: "Während der Beobachtungsphase stellte ich unzählige Verkehrsverstöße fest, die schwere Unfälle nach sich ziehen hätten können".

Die Ergebnisse im Detail:

  • 60 Prozent der Pkw-Lenker auf einer Abbiegespur blinken nicht.
  • Jeder fünfte Pkw-Fahrer hält erst deutlich nach der Haltlinie.
  • Bei fast jeder Grünphase sind mindestens fünf Fahrzeuglenker noch in die Kreuzung eingefahren, trotz stockenden Verkehrs.
  • An einer Kreuzung ignorierten 90 Prozent der Radfahrer eine rote Ampel.
  • Radfahrer fahren zu schnell auf ungeregelten Radfahrerüberfahrten. Laut Gesetz dürfen sie dort nicht schneller als 10 km/h fahren.
  • Viele Fußgänger überqueren wenige Meter neben einem Schutzweg die Straße.
  • Jeder zehnte Fußgänger quert trotz beginnender Rotphase noch die Straße.
  • Die Verkehrsteilnehmer achten viel zu wenig auf ihr Umfeld und suchen keinen Blickkkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern.
  • Jeder dritte Motorradfahrer wurde ohne Schutzbekleidung gesehen.
  • Moped-Lenker waren großteils überhaupt ganz ohne Schutzbekleidung (Schutzjacke oder Handschuhe) unterwegs.

Das Fazit des KfV: Sämtliche Verkehrsteilnehmer achten generell zu wenig auf das Umfeld und suchen keinen Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern. Othmar Thann, Direktor des KfV, rief zudem in Erinnerung: "Im Straßenverkehr gibt es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten und Verantwortungen, Rücksicht zu nehmen. Dies ist seit Mitte 2011 mit dem Rücksichtnahmegebot in der StVO verankert."

 

 

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44 Kommentare
 
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Wie sich Biker auffführen, davon steht nix da?

Vordrängeln, auch bei Abbiegespuren, dann vor der Haltelinie Gas melken um mit Gummirauch in die Kreuzung einfahren!

Überholen bei jeder Gelegenheit, auch auf Radfahrstreifen, in 30er Zonen mit 80 durchglühen, etc.

Und überhaupt müssen die zu kurz gekommenen Egos die lauteste Maschin haben - man muss sie im Nachbarbezirk ja auch noch hören müssen!

Da werden tausede Kilometer Lärmschutzwände gebaut und die größte Lärmquelle, das Motorrad, wird nicht verboten, obwohl alle ohnehin nur möglichst schnell von A nach A fahren müssen! Das Ego verlangt's halt!


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"•60 Prozent der Pkw-Lenker auf einer Abbiegespur blinken nicht"

Auf der Abbiegespur braucht man nicht blinken, welche Absicht zum Spurwechsel sollte man da noch anzeigen? Lieber sollte man blinken bevor man auf diese Abbiegespur wechselt, falls es ohnehin baulich nicht eindeutig ist.

Als Fußgänger überquere ich einspurige Straßen auch bei Rot, wenn weit und breit kein Fzg kommt. Ich kann ja ohnehin niemanden "zusammengehen" - der Schaden wäre gering!

Schafft endlich das Grün-blinken ab und die schwren Unfälle in den Kreuzungen werden bald eschichte sein. Kurze Totphasen der Ampeln schaffen Aufmerksamkeit und niemand fährt bei Rot ein! Beim Grün-blinken gibt jeder Gas um dann mit 80 km/h in die Kreuzung einzufahren - und klesch!


Gast: Fahrerich
17.05.2012 16:40
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Also wenn 90 Prozent eine rote Ampel ignorieren, dass liegt es wohl an der Ampel.

Manche Ampeln werden praktisch nie grün, so dass einen gar nichts anderes übrig bleibt.

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Quantitativ? Qualitativ!

Also meiner Ansicht nach hat da jemand - das KfV? - quantitative und qualitative Forschung vermischt.

Wenn 6 Ampeln, vermutlich zu einem kurzen Zeitraum, untersucht wurden, dann kann man schon sagen, dass Leute bei Rot über die Ampel gehen/fahren. Aber zu behaupten, dass das 10% oder irgendeine andere anteilige Nummer ist, ist damit nicht erwiesen.

Das sind ja keine repräsentativen Zahlen.

So kann man genau einen Sachverhalt feststellen: Es gibt Leute die bei Rot über die Ampel fahren. Aber es gibt genauso Leute die bei Rot stehenbleiben. Viel mehr kann man auf Grund einer solche Untersuchung nicht sagen.

Plepe.

Typisch

Ist doch eh klar, jeder Wiener glaubt er hat mit seinem Kennzeichen den Vorrang mitgekauft!

Gast: Wien 22, Kreuzung Wagramerstrasse/Steigenteschgasse
12.05.2012 06:05
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xxxxxxx

Dort preschen manche Autofahrer völlig unkontrolliert und ungeniert bei ROT ohne Rücksicht auf Verluste über die Kreuzung. Fußgänger und Radfahrer sind dabei hoch gefährdetes Freiwild. Selbst unsere Ordnungshüter sind (weder in zivil noch uniformiert) dort kaum anzutreffen. Was die Gaspedalenthusiasten seit langem wissen: Bei dieser Ampel wird vom Gesetzgeber glattwegs auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer vergessen. Oder man verdrängt sie einfach? Selbst fahre ich seit einer ganzen Ewigkeit unfallfrei mit dem Radl. Allerdings was ich dabei kaum beobachte, sind Radrowdys die in „selbstmörderisch-unbeherrschter“ Fahrlässigkeit Kopf und Kragen riskieren um noch schnell bei ROT die Kreuzung zu passieren. Daher sind die 90 Prozent eine glatte Erfindung.

Re: xxxxxxx

Na Wien 22 halt...

KfV - dumm wie immer!

Hat schon seinerzeit das KfV versucht, mit aller Gewalt das generelle "Licht am Tag" durchzudrücken, auf Kosten von zahlreichen verletzten und toten Kindern, Fußgängern, Radfahrern. die bei generellem "Licht am Tag" ganz automatisch weniger wahrgenommen werden.

Und jetzt fällt den Damen und Herren vom KfV nicht der Widerspruch in den Angaben "90 Prozent der Radfahrer ignorieren eine rote Ampel" und "sämtliche Verkehrsteilnehmer achten zu wenig auf das Umfeld" auf.

Wenn das wahr wäre, wären nach längstens 2 Wochen 90 Prozent der Radfahrer tot! Aber weil die Radfahrer, und natürlich gerade dann, wenn sie bei Rot über eine Kreuzung fahren, besonders auf andere Verkehrsteilnehmer achten, leben jene 90 Prozent Radfahrer auch nach 2 Wochen noch! Nach Studien aus Holland ist das Überqueren eine Kreuzung bei Rot sicherer als bei Grün (bei Rot schaut man, bei Grün zumeist nicht) und die Unfallwahrscheinlichkeit sinkt!

Ähnliches gilt auch für die Fußgänger, die noch "trotz beginnender Rotphase die Straße queren". Erstens sind die meisten Phasen für langsames Gehen älterer oder gehbehinderter Personen abgestimmt, zweitens achtet man bei Rot auch als Fußgänger besonders auf den Verkehr, drittens sind die Ampelregelungen in Wien oft extrem fußgängerunfreundlich, viertens gefährde ich als Fußgänger praktisch nur mich selbst, und fünftes ist Gehen bei Rot ein Zeichen von Eigenverantwortlichkeit und daher im Prinzip zu befürworten (so lange es rücksichtsvoll und vorsichtig erfolgt)!

Gast: Verkehrer
11.05.2012 08:40
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Pflichten?

Was sind Pflichten?

wenn nur verkehrstester statt polizisten an der kreuzung stehen,

werden sich diese missstände nicht ändern.

Gast: Kritiker12345
11.05.2012 03:25
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Wirklich super...

... alles Angaben, die sowieso bekannt sind! Genauer gesagt: In China ist gerade wieder ein Sack Reis umgefallen...

Gast: gasti
10.05.2012 21:53
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An einer Kreuzung ignorierten 90 Prozent der Radfahrer eine rote Ampel.

vielen dank, endlich hats wer von den behörden aufgenommen

und wehe man hupt sie an, dann wird sofort schimpfend und zeichen zeigend rumgestikuliert

Re: An einer Kreuzung ignorierten 90 Prozent der Radfahrer eine rote Ampel.

Das mag ueberheblich klingen - doch ich habe hier meinen eigenen Vertrauensgrundsatz: Radfahrer = Nutzer von Kinderspielzeug auf oeffentlicher Verkehrsflaeche.

So mancher Radfahrer ist nicht alternativ gesinnt - er ist schlichweg nicht klug genug, eine simple Fuehrerscheinpruefung zu bestehen.

Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
11.05.2012 13:28
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Re: Re: An einer Kreuzung ignorierten 90 Prozent der Radfahrer eine rote Ampel.

Sie glauben also echt, dass Radfahrer keinen Autoführerschein besitzen?

Gegenfrage: wieviele (erwachsene) Radfahrer kennen Sie und wieviele davon haben _keinen_ Führerschein?

Dass Koffer unterwegs sind steht ausser Frage, nur hilft scheinbar der Führerschein "B" weder bei motorisierten noch bei fahrradfahrenden Koffern.

Gast: Marais
10.05.2012 20:48
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Rücksicht

In Paris geben Autofahrer auf Fussgänger acht und halten jederzeit an, ohne sich aufzuregen, auch, wenn Fussgänger bei rot die Strasse überqueren.
In Wien geben Autofahrer häufig nicht einmal acht, wenn ein Fussgänger einen Zebrastreifen überquert. Es gibt natürlich auch in Wien rücksichtsvolle Autofahrer, die auf Fussgänger achten, leider zu wenige.

Wiener beachten Verkehrsregen kaum.

>Wiener beachten Verkehrsregeln kaum.

>Jeder dritte Motorradfahrer wurde ohne Schutzbekleidung gesehen.

Heißt das jetzt, dass jeder dritte Motorradfahrer ohne Helm unterwegs war, oder haben die Verkehrsregeln untersucht, die es gar nicht gibt? Verwirrend...

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regeln

je mehr man regelt, desto geringer die Rücksichtnahme, da die Toleranz dem Gesetzestext weicht.
sieht man ja gerade in den Korruptionsfällen, wo die Gesetze bis zum letzten ausgereizt werden. Bürger ohne dessen Kenntnisse handeln aus Anstand schon anderns.

Schutzbekleidung

am Motorrad ist zwar empfehlenswert, aber bis auf den Helm nicht vorgeschrieben, und dessen fehlen fuehrt auch nicht zu schweren Unfaellen.

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Re: Schutzbekleidung

naja, es geht ums Geschäfte machen. würde jeder nach Vorschrift handeln, es ging nichts mehr.

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Kuratorium

Ein Krematorium der Vernunft.
Wenn ich mir, ihre Internetseite ansehe .....überall das Maul offen, ohne selbst Erfahrungen zu haben.
http://www.kfv.at/
Was hat Grillen, Weihnachtsbäume usw mit Verkehr zu tun?
Der stille Mentor Knoflacher produziert auch laufend unötige Worthülsen

Re: Kuratorium

Dafuer haben sie 'Produkte' wie 'Road Safety Audits' und 'Inspections'.

Ist wohl eines der vielen Schwarzen Loecher fuer das Steuergeld anstaendiger Leute.

Antworten Gast: williR
11.05.2012 00:25
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Re: Kuratorium

und der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) ist auch ein Autohasserclub.

Was man da von den Tussen des Clubs immer hört, ist ja schon fast kriminell.


KfV

Jedes Mal, wenn das KfV einen Rülpser läßt, merke ich wie sich der Blutdruck erhöht. Ich bin versucht, inhaltlich den ganzen Schmonzus in jedem einzelnen Punkt zu widerlegen. Doch dann entsinne ich mich wieder der Strategie 2012: Es muß abperlen. Wieder beruhigen, und das KfV ignorieren. Das ist der richtige Weg.

Antworten Gast: bergziege
10.05.2012 19:51
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Re: KfV

In diesem Fall stimmt es sogar, was das KFV beobachtet. Ich bin täglich mit dem Auto unterwegs und könnte noch einiges Negative ergänzen.

Die Autofahrer machen sich die Regeln untereinander aus

... hat man den Eindruck. Wer wo fahren darf, wird durch eingespielte Codes bestimmt. Dabei haben Vorschriften und Gesetze nur mehr empfehlenden Charakter. Fußgänger und Radfahrer stören in der autogerechten Stadt bloß und werden so gut wie möglich an den Rand des Verkehrs-Geschehens gedrängt.

Gast: M. Wolf
10.05.2012 15:36
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Martin Winkelbauer, der als Verkehrssachverständiger die Kreuzungen beobachtete, zieht Bilanz: "Während der Beobachtungsphase stellte ich unzählige Verkehrsverstöße fest, die schwere Unfälle nach sich ziehen hätten können".

Jedwede Fahrerei mit Kraftfahrzeugen kann schwere Unfälle nach sich ziehen.
Zudem wird hier berichtet was eh jeder weiss.
Ein Kuratorium für Kokolores.

 
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