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Mehr Einbrüche, mehr Gewalt

11.05.2012 | 18:27 |   (Die Presse)

Wenig Erfreuliches bietet die aktuelle Anzeigenstatistik: Österreichweiter Anstieg um 2,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2011 – Cyber-Crime boomt.

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Wien/Stög. Mehr Einbrüche, mehr Gewalt und eine deutliche Zunahme der Delikte im Bereich Internetkriminalität: Das sind die Eckpunkte der ersten Kriminalstatistik dieses Jahres. Sie listet die Anzeigen vom 1. Jänner bis 31. März dieses Jahres auf. Im Vergleich zu Jänner bis März 2011 gab es österreichweit einen Anstieg der Gesamtkriminalität um 2,2 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 133.082 Anzeigen registriert.

Allein die Kriminalität im Internet schnellte im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um nicht weniger als 79 Prozent in die Höhe. Knapp 2000 Delikte wurden bis Ende März in diesem Bereich bekannt. IT-Kriminalität brenne den Menschen „unter den Fingernägeln“, konstatiert Bundeskriminalamtsdirektor Franz Lang. Bei den meisten Straftaten handelt es sich um Betrug. Keine positiven Zahlen gibt es aber auch beim schweren Raub: 317 Anzeigen bedeuten ein Plus von fast acht Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2011. Das ist auch auf die zahlreichen Überfälle auf Juweliere zurückzuführen, die sich heuer im Großraum Wien ereignet haben.

 

Rückgang nur in Vorarlberg

Außerdem sind die Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser um drei Prozent gestiegen. Die Polizei verzeichnete bis Ende März in ganz Österreich knapp 5000 Anzeigen in diesem Segment. Eine Zunahme gibt es zudem bei Sittlichkeitsverbrechen (+7,3 Prozent). Während im ersten Quartal des Vorjahres 42 Tötungsdelikte angezeigt wurden, waren es im Vergleichszeitraum 2012 exakt 43.

Wien vermeldet in der Statistik einen leichten Anstieg um 1,2 Prozent, 50.008 Delikte wurden angezeigt. Erfreut zeigt sich die Polizei in der Bundeshauptstadt: Im sensiblen Bereich der Einbrüche in Häuser und Wohnungen gab es entgegen dem Österreich-Trend weniger Anzeigen. Bei Einbrüchen in Wohnungen konnte sogar ein Minus von satten 13,23Prozent festgestellt werden. Im Vergleich der Bundesländer stiegen die Anzeigen in Niederösterreich (+6,4 Prozent) am stärksten. Als einziges Bundesland verzeichnete lediglich Vorarlberg mit 4,7 Prozent einen Rückgang.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2012)

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10 Kommentare

Wien ist

sicher - Für Verbrecher!

Gast: bergziege
12.05.2012 16:30
2 0

Oder ist das alles nur Einbildung?

Bis jetzt ist uns doch immer noch das Gegenteil eingeredet worden. Vor allem Wien gilt als sehr sicher - einige Überfälle auf Juweliere, Tankstellen, Supermärkte, Banken, Post, hin und wieder Einbrüche in Wohnungen und Häuser, vorige Woche ist am hellichten Tag einer Bekannten das hinter dem WIFI geparkte Auto gestohlen worden,...kann doch niemanden stören. Alles nur Kleinigkeiten. Und die Erde dreht sich weiter um die Sonne... Eines steht aber fest: Österreich und vor allem Wien waren bei geschlossenen Grenzen angenehmer. Freiheit ist etwas Schönes. Man muss sie jedoch leben und schützen können. Europas Politikern fehlen diese Fähigkeiten, wenn es um die Bürger, die sie teilweise gewählt haben, geht.

Re: Oder ist das alles nur Einbildung?

alles einzelfälle, kein handlungsbedarf.

bester tipp


bester tipp von mikl leitner: um einbrüche zu verhindern einfach die wertsachen vors haus legen. problem gelöst!

Antworten Gast: Betroffenheitsbeauftragter
13.05.2012 00:00
2 0

Was denn?

Und beim Verladen wollen sie dann gar nicht helfen??

Gast: globetrotterneu
12.05.2012 13:41
4 0

nichts als lügen

schwarz rot kann nur eines gut lügen.

Gast: Netz N
12.05.2012 02:51
14 0

Wenn alle Verbrechensopfer eine Partei gründen würden,

könnten sie sofort ins Parlament einziehen.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.05.2012 10:33
3 0

Re: Wenn alle Verbrechensopfer eine Partei gründen würden,

Es ist aber in der Realität genau umgekehrt. Im Ö Parlament, also bei der Gesetzgebung, das sitzen sogar Vorbestrafte, welche nicht einmal die Geschäftsführung eines Würschtlstandes machen dürften!

Gast: 1. Parteiloser
11.05.2012 21:06
1 2

Was ist das am Foto?

Ein Einbrecher oder ein Polizist?

Oder ein einbrechender Polizist?

Oder eine Polizisten, welche schaut ob ein Einbrecher durch das gekippte Fenster in das Haus eingebrochen ist? Ja, das wird es wohl sein.


Gast: 1. Parteiloser
11.05.2012 20:30
7 1

Totalversagen von Polizei und Justiz!

Die Daten der Statistik Austria bei einer langjährigen Betrachtung zeigen das noch deutlicher als der Bericht zum 1. Quartal 2012.

Angezeigte Straftaten / Verurteilungen
1960: ca. 270.000 / > 50% / ca. 44%
1970: ca. 280.000 /> 50% / ca. 39%
1980: ca. 400.000 / > 50% / ca. 21%
1990: 457.623 / 49,8% / 15,6%
1995: 486.433 / 48,7% / 14,3%
2000: 560.306 / 48,7% / 7,6%
2005: 605.272 / 39,6% / 7,5%
2009: 591.597 / 39,9% / 6,4%
2010: 535.745 / 41,4% / 7,1%

Obwohl die Ö schon für knapp 30.000 aktive Polizisten brennen schafft die Exekutive keine brauchbare Präventionsarbeit gegen Straftaten wie die stabil zu hohen Zahl deutlich aufzeigt.

Obwohl die Ö schon für knapp 30.000 aktive Polizisten brennen schafft die Exekutive keine brauchbare Aufklärungsarbeit wie die schwache Aufklärungsrate deutlich aufzeigt.

Der Hammer ist aber das Versagen der Justiz, welche kaum mehr Straftäter verurteilt. Nur noch 38.394 Verurteilungen bei mehr als 220.000 bekannten Straftätern. Die lächerlichen Diversionen nutzen ja nur den Tätern, schützen die Opfer aber nicht. Von den Korrupten werden gleich nicht mal 1% vor Gericht gestellt, die Gelder nicht gesucht.

Der pragmatisierte Wahnsinn Österreichs wird auch bei diesen beiden wichtigen Organisationen, genauso wie bei den Bildungsversagern, deutlich sichtbar. Immer höhere Kosten, immer mehr Personal aber immer geringere Leistungen für die Gesellschaft.