Wien/cim. Plagt einen Badegast an der Alten Donau, abseits der Strandbäder, diesen Sommer ein dringendes Bedürfnis, muss er sich neu orientieren. Die mobilen Toiletten fehlen heuer an vielen der betonierten Abstellflächen, die dafür errichtet wurden. Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, klagt, dass diese WCs an – seiner Schätzung nach 15 bis 20 Standorten – heuer aus Kostengründen nicht aufgestellt wurden.
Eine Verschmutzung des Gebietes und der Alten Donau sei zu erwarten. Und freilich auch eine größeren Zahl an Gästen der Toiletten der umliegenden Cafés und Restaurants. Genau das – dass die Badegäste in die Toiletten der Gastronomen ausweichen – sei der Plan, heißt es nun prompt von Umweltstadträtin Ulli Sima. Die Stadt wolle dafür zahlen, dass Badegäste deren WCs nutzen dürfen, ohne zu konsumieren. Gespräche darüber würden schon laufen.
„Es ist spät“
Stimmt nicht, heißt es aus der Kammer. Es habe keine Gespräche gegeben. Grundsätzlich zeigt sich Bitzinger für eine Lösung offen. Auch wenn er sie für suboptimal hält. „Es ist unheimlich spät, die Saison hat angefangen“, sagt er. Außerdem müsse die Stadt mit jedem einzelnen Gastronomen verhandeln. Und die hätten freilich wenig Freude, wenn Badegäste in Scharen ihre Toiletten belegen. Sima beruhigt, es werde auch diese Saison genügend stille Orte an der Alten Donau geben. An „neuralgischen Punkten“, an denen es keine anderen Option gebe, sollen wieder mobile Toiletten aufgestellt werden.
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