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Bevölkerung: Starker Zuzug aus Osteuropa

14.05.2012 | 18:17 |   (Die Presse)

Immigranten aus "neuen" EU-Ländern sorgten 2011 für Bevölkerungszuwachs von 35.604 Personen. Zahl der Österreicher im Land sank um fast 6000. Im Europa-Vergleich nimmt Österreich beim Zuzug Spitzenposition ein.

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Wien/Awe. Während die politischen Parteien im Land seit Jahren über die ideologisch konnotierte Frage diskutieren, ob Österreich nun ein Zuwanderungsland sei oder nicht, sind die Fakten längst nachzulesen. Laut dem jüngsten Bericht der Statistik Austria ist die Antwort klar und eindeutig: Ja.

Demnach kamen im Vorjahr 35.604 Personen mehr ins Land, als es verließen. In der Sprache der Demografen heißt das dann positiver Wanderungssaldo. Insgesamt lebten mit Stichtag 1. Jänner 2012 genau 8,443.018 Millionen innerhalb österreichischer Grenzen.

Mit vermeintlich neu entdeckter Kinderliebe der Österreicher hat der neue Rekordstand jedoch nichts zu tun – die Zahl der Neugeborenen ging nämlich sogar um 0,8 Prozent zurück. Verantwortlich für den Zuwachs ist die stetig wachsende Attraktivität Österreichs in Osteuropa. Zwar ist Deutschland mit einem Zuzugssaldo von 6463 nach wie vor das bedeutendste Herkunftsland. Nur knapp dahinter liegt inzwischen Rumänien (6163). Ebenfalls stark im Aufwind: Ungarn, Polen, Ex-Jugoslawien, die Slowakei und Bulgarien (siehe Grafik).

 

Heimische verlassen das Land

Als geradezu statistischer Fremdkörper in der Bestenliste scheint Afghanistan auf Rang fünf auf. Zu erklären ist das mit der sprunghaft gestiegenen Zahl von Asylwerbern aus dem krisengeschüttelten Land am Hindukusch.

Während Österreich im Ausland als Arbeits- und Aufenthaltsort an Attraktivität gewinnt, scheint es in der heimischen Bevölkerung genau umgekehrt zu sein. Bei österreichischen Staatsbürgern überwog die Zahl der Auswanderer deutlich, und zwar um 5759 Personen.

Während der Schwund der Autochthonen dem langjährigen Trend entspricht, haben sich die Rahmenbedingungen für Zuwanderer zuletzt doch – zum Teil stark – verändert. So erklärt sich die Statistik Austria den um fast 30 Prozent gestiegenen Zuwanderungssaldo vor allem mit der Lockerung der Zugangsbestimmungen für EU-Osteuropäer auf dem Arbeitsmarkt im Mai 2011. Die Wanderungsstatistik für die betroffenen Länder zeigt für die Monate danach deutliche Veränderungen nach oben. Insbesondere von Rumänien und Bulgarien erwarten sich die Demografen noch weitere Zuwächse.

Bei Zuwanderern aus Polen, Ungarn und der Slowakei könnte der Zenit jedoch inzwischen überschritten sein. Das scheint auch für Deutschland der Fall. Die Rückzüge in die Heimat stiegen zuletzt nämlich stark. Die Statistik Austria vermutet dahinter einerseits studentische Heimkehrer. Andererseits dürfte dafür – insbesondere unter Saisonarbeitern – der steigende Druck der verstärkt kommenden Osteuropäer sowie die Belebung des Arbeitsmarktes in den neuen Bundesländern verantwortlich sein.

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Im europäischen Spitzenfeld

Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten nimmt Österreich beim Zuzug aus dem Ausland damit eine Spitzenposition ein. Als Maß hierbei gilt die Zahl der Zuwanderer pro 1000 ansässigen Einwohnern. Im langjährigen Durchschnitt weist Österreich einen Wert von 12,6 aus. Noch höhere Werte gibt es lediglich in Spanien (14,5), Irland (16,2), der Schweiz (18,7) und Luxemburg (29).

Abseits der Zuwanderung fielen den Demografen im Vorjahr noch weitere Details auf. So sank einerseits die Zahl der Verstorbenen auf 76.479 (minus 0,9 Prozent). Das hatte den rechnerischen Effekt, dass die Lebenserwartung um 0,4 Jahre bei Männern (78,1 Jahre insgesamt) und 0,3 Jahre bei Frauen (82,4) stieg.

Der Saldo aus Neugeborenen (78.109) und Verstorbenen ging damit leicht auf 1630 zurück, blieb aber immerhin positiv. Hauptverantwortlich dafür waren die Bundesländer Wien (2252), Tirol (1396), Vorarlberg (1168) und Oberösterreich (1158). Stark negativ war die Geburtenbilanz in Niederösterreich (–1854), der Steiermark (–1477), Kärnten (–894) und dem Burgenland (–890), also exakt jenen Ländern, die mit 6,1 bis 7,3 Prozent den mit Abstand geringsten Ausländeranteil aufweisen.

Auf einen Blick

35.604 Person betrug der Zuwanderungssaldo Österreichs im Vorjahr. Vor allem Immigranten aus Osteuropa trugen maßgeblich dazu bei. Die Zahl der Österreicher, die ins Ausland zogen, überstieg die der Rückkehrer um fast 6000.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2012)

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94 Kommentare
 
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Gast: schattias
22.05.2012 09:00
0 0

fremdschämen

ich geniere mich für meine xenophoben landsleute hier im kommentarbereich

Gast: Danke?, Herr Bürgermeister
18.05.2012 05:09
3 1

Danke?, Herr Stadtrat

Die lügen uns bewusst-berechnend die Hucke voll.
Wir haben einen Polen als Hausbetreuer. Mir dir nix war der Osteuropäer unser Haus reinigender Chefaufpasser. Was mir auffällt, in einigen Bereichen ist er einen ganzen (…) besser wie seine österr. Vorgängerinnen. Der hat sogar Extrahilfen, die ihm beim Tschick u.a. Unrat einsammeln zur „Zangenhand“ gehen. Wer zahlt seine Krankenstände? Wer die Urlaubsvertretung? Die einmal auszuzahlende Abfertigung werde ich mit Sicherheit nicht mehr erleben. Zuerst stopfen sie uns die Wohnungen mit „Schwarzhaupt“ u. „Braunauge“ voll und mit einem mal kassieren sie bei uns (im Verhältnis zu ihrem Heimatland) die begehrenswertesten (umgelegt auf die Jetztzeit) Pöstchen. Anwesend ist er von Montag bis Freitag 35 Stunden-dann war´s die Hacklerhacken. Ich habe mein Leben lang Rot gewählt. Zahle mtl. 10Euro Mitgliedsbeitrag. Zweimal jährlich (beim Doppelten) spende ich einen kleinen Betrag extra. Und dafür verrät uns die rote Politprominenz… Wenn ich es dann noch richtig überlege, vielleicht sind die vielen Ausländer bewusste Installation um uns Österreicher aufzuzeigen, wer einmal die Chefs in unserer Heimat werden/sind?!? In den (…) kriechen werde ich den ROTEN Großbürgertum deshalb aber noch lange nicht.

Antworten Gast: TT1
20.05.2012 16:41
1 0

Re: Danke?, Herr Stadtrat

Auweh - das ist ein ziemliches Gebrabbel eines Verlierers....

Antworten Gast: Seibt A
18.05.2012 15:54
3 1

Re: Danke?, Herr Stadtrat

Gratulation zur Erleuchtung.
Es wird Zeit, dass sie ihr Wahlverhalten ändern und die Spenden an die Verrä... einstellen.

Gast: warum kommen die alle just zu uns und nicht ins Gelobte Land?
17.05.2012 19:42
3 2

Verantwortungslos, diese Kostenflut zuzulassen

Die "Deutschen" sind die auf unsere Kosten studierenden (intellektuell minderwertigen) Numerus-clausus-Flüchtlinge (wegen denen unsere Kinder bald Studiengebühren zahlen müssen), Hartz-IV-Flüchtlinge die ihre dortigen 350 Euro monatlich bei uns auf über 700 Euro+kostenlose Gemeindewohnung+Kinderbeihilfe aufstocken, aus Deutschland ausgewiesene Salafisten die auf unsere Sozialhilfekosten Wien und einsame Gebirgstäler als Ruheraum für die strategische Planung der Einführung des Gottesstaates samt Scharia benützen sowie fremdländische Hängemattenexperten mit deutscher Staatsbürgerschaft die den EU-weit besten Sozialleistungen nachreisen.

Hinter der Tarnbezeichnung "Russen" versteckt man die gefährlichen Tschetschenen, von denen bald 30.000 auf unsere Kosten leben; das sind mehr als die Hälfte des Kontingents der gesamten übrigen EU. da sich diese vielfach bandenbilden, kriegserprobten Gewalttäter kein anderes EU-Land außer das "reiche" Österreich freiwillig aufhalst.

In nur 10 Jahren sind das 360.000, sich eifrig vermehrender Dauerarbeitslose mehr, die wir zumindest ein Leben lang, nicht selten sogar generationenlang mit teuren Sozialkosten aushalten dürfen.

Seien wir uns ehrlich: niemand braucht die außer Häupl zum Kreuzerlmachen, damit uns der rote Spuk weiter aussaugen kann.

Wir importieren nur einen wohlstandvernichtenden Gordischen Knoten an superteuren Dauerproblemen.

Wollen wir nicht als deren Arbeitssklaven=Zahldeppen fungieren, müssen wir auswandern!!!

Gast: Hubertus
16.05.2012 21:13
1 0

Keine Überraschung

Dann hat HC Strache und die FPÖ mit ihrer Warnung vor Aufhebung der Zuzugsbeschränkungen für den österr.Arbeitsmarkt doch recht gehabt. Min. Hundsdorfer hat aber das Gegenteil gesagt. Wer lügt jetzt?

Gast: Gastnamenname
16.05.2012 13:12
4 0

Fehler im Chart

Habe nun ebenfalls Statistik Austria durchforstet - in dem Chart wurde schlicht und einfach die Türkei mit der Russischen Föderation verwechselt. Im Chart steht: Russland Saldo 1137, dies ist aber die Zahl für die Türkei, die Russische Föderation hat 2011 einen Saldo von 629.

Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Wanderungsstatistik. Erstellt am: 14.05.2012.

Antworten Gast: ausbeutung?
19.05.2012 10:08
0 0

Re: Fehler im Chart

So ein "Zufall" aber auch.

Danke für die Aufklärung.

das problem

ist deutschland, das seine studenten genauso auf unsere kosten wie die arbeitslosen aus ostanatolien bei uns versorgen lässt. für beides haben unsere politiker null lösungen gefunden. mehr braucht es nicht zu sagen. trotzedem interessant, dass f wenige zuzug hat. alle entsorgt ?

Gast: duschee
15.05.2012 20:04
1 0

solar

Sitzen die Ost. europea etwa in solarium alle?

Häupl kann jubeln

Sein Konzept ist voll aufgegangen. Und die "Koffer" von Österreichern finanzieren die Neo-SPÖ Wähler auch noch bis zum letzten Euro. Sieg auf der ganzen Linie. Prost u. Freundschaft.


Vor kurzen hieß es doch noch dass der befürchtete Zuzug ausgeblieben ist!

Da soll sich noch einer auskennen!

Gast: Bank12
15.05.2012 15:11
16 2

7 Mio

.. und das treibt die Preise, verringert Wohnraum, zerstört die Landschaft, macht Schulprobleme, unterminiert das Sozialsystem und lässt den Verkehr zusammenbrachen! 7 Mio sind genug.

Antworten Gast: Franz55
15.05.2012 15:16
9 0

Re: 7 Mio

100% richtig!

Mehr Menschen verbrauchen mehr Energie, produzieren mehr Abfall, CO2 und Feinstaub.....

Gast: Goldblatt
15.05.2012 15:03
18 2

Mit

extraordinären Sozialleistungen ins Land gelock, damit die lin.ken Gut.mensch.Innen noch wenigstens ein paar Stimmen kriegen um als 10% Parteien weiter ihre Schwach.sin.nig.keiten ausleben zu dürfen.
Es wird Zeit für ein li.nk.es V.E.R.B..O.T..S.G..E.S.E.T.Z!

Gast: Pferzuer
15.05.2012 13:42
0 19

Lieber ein rumänischer Kellner in

einem Lokal als deutsche. Da muss man sich nicht ständig Sahne und Ach nee und jehtnich anhören.

Gast: aber hallo
15.05.2012 13:03
21 2

der großteil

der Zuwanderung,ist direkt in das Sozialsystem.

Gast: Fata Morgana
15.05.2012 13:02
17 0

Nachdenklich

Was mich an diesem Artikel sehr nachdenklich stimmt, ist, dass die autochthone Bevölkerung offenbar schon seit Jahren einen Schwund verzeichnet.
Die Gründe für diesen Trend wären sehr interessant. Es würde nicht verwundern, wenn viele Enttäuschte diesem Land den Rücken kehren.
Leider tut die Politik überhaupt nichts dazu, diesen Trend aufzuhalten - man hat offenbar lieber das schnell einzubürgernde, unkritische Stimmvieh aus Ostanatolien.

Re: Nachdenklich

Was mich sehr nachdenklich stimmt, ist, dass mein Blog (wieder einmal) nicht veröffentlicht wurde. Die PRESSE wird immer ungalubwürdiger, was die Meinungsfreiheit betrifft.

Gast: Johan Meltini
15.05.2012 12:39
14 0

Arbeiterwohungen

In Wien ist es ja seit der ersten Ostöffnung beobachtbar, dass sog. Arbeiterwohungen eingerichtet werden. Zu 10, zu 12 müssen Arbeiter aus dem Osten im Schlafsack in von Unternehmen gemieteten Wohnungen hausen und untertags auf dem Bau arbeiten. Das ist Lohndumping, von dem der ÖGB weiß, dass es es nicht gibt.

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Re: Arbeiterwohungen

Das war aber vor 30 Jahren auch schon so nur da waren die Stundenlöhne für die Schwarzarbeiter noch höher.
z.B. als das Lugner EKZ und die Erweiterung des Donauzentrums Bauteil 4 durchgeführt wurde gab es am Handelskai eine Containersiedlung für die Beschäftigten gleich unterhalb des ehemaligen Speichers vis a vis vom Radstation.

Gast: freund?
15.05.2012 12:11
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was HABEN die politruks



aus UNSEREM land gemacht ?!

Antworten Gast: Remhart Zwo
15.05.2012 13:47
0 7

Ein Land, das Merkels

Hartz IV und Unipolitik ausbaden muss. Das sind wir. Lassen Sie sich nicht von der FÖ verwirren, die vielen Deutschen sind das Hauptproblem in Österreich, nicht die paar Ostler.

Gast: kfgss
15.05.2012 11:48
13 0

Na WAS jetzt???

http://kurier.at/nachrichten/4496096-deutsche-gastarbeiter-stuermen-oesterreich.php

Die Medien - Hirnverrußer eines ganzen Kontinents...

Antworten Gast: Grammerl
15.05.2012 13:52
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Das Geheimnis heisst "Einmaleffekt".

Deutsche dürfen seit 1995 unbeschränkt unser Land stürmen, Osteuropäer erst seit einem Jahr. Daher wurden in den letzten Monaten sehr viele, die zuvor illegal da waren als "Zuzug" in die Statistik aufgenommen. Das wird nächstes Jahr aber nicht mehr passieren und dann zeigt sich, wer die massivste Zuwanderung nach Österreich ausmacht: unsere nordwestlichen Nachbarn.

 
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