Vassilakou will Jahreskarte um 100 Euro für Carsharer

21.05.2012 | 13:55 |   (DiePresse.com)

Die Verkehrsstadträtin will Carsharing-Nutzern einmalig 265 Euro auf die Öffi-Jahreskarte zuschießen. Die SPÖ wartet auf Finanzierungsvorschläge.

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Ein Öffi-Ticket um 100 Euro für den Verzicht auf das eigene Auto: Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) will jene Personen, die auf Carsharing umsteigen bzw. schon jetzt das Carsharing-Angebot nutzen, einmalig mit einer Förderung der Jahreskarte belohnen: "Voraussetzung ist, dass man kein eigenes Auto besitzt", erklärte Vassilakou am Montag der Austria Presseagentur. Sie hat am Sonntag in der Tageszeitung "Österreich" erstmals über das Projekt gesprochen. Der Regierungspartner der Grünen, die SPÖ, wartet auf den Finanzierungsvorschlag.

Wenn es nach Vassilakou geht, dann soll die Initiative im Herbst starten. Denn dann werde es in jedem Bezirk einen Standort für die geteilten Autos geben. "Jeder Carsharer ist der Stadt willkommen. Denn jedes Carsharing-Auto wird im Schnitt von vier bis acht Personen verwendet und hilft daher, vier bis acht Privat-Pkw zu ersetzen", betonte die Ressortchefin.

Einmalige Förderung von 265 Euro

Die Förderung für die günstigere Öffi-Jahreskarte sollen Vassilakou zufolge sowohl Carsharing-Neueinsteiger als auch langjährige Nutzer, die ihren Vertrag verlängern, in Anspruch nehmen dürfen. Dabei bekommen die Betroffenen für die 365-Euro-Jahreskarte einmalig eine 265-Euro-Förderung. Bei der Initiative soll es sich außerdem um eine zeitlich begrenzte Aktion handeln: "Danach müsste man sehen, wie sie angenommen wurde."

Die SPÖ wollte vorerst keine Wertung zur grünen Idee abgeben. Ein Sprecher des roten Rathausklubs erklärte: "Es gibt keinen Finanzierungsvorschlag." Wenn es diesen gebe, könne man sich "auf Basis dessen weiter unterhalten".

Vassilakou: Finanzierung "kein Problem"

Vassilakou betonte dazu, dass das Geld dafür da sei: "Reserven gibt es hier, weil eben die Förderaktion, die es etwa für E-Bikes gegeben hat, ausgelaufen ist. Es gibt kein Problem, eine Einmal-Förderaktion in diesem Bereich zu finanzieren." Die administrativen und organisatorischen Details sollen in den kommenden Monaten geklärt werden.

(APA)

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94 Kommentare
 
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Gast: nabitte
12.07.2012 16:41
0 0

Vassilakou soll man selbst Öffi fahren und nicht ständig ihren Dienstwagen benutzen


Finanzeirung kein problem!

zahlt alles die nächste generation!

Gast: abindensüden
22.05.2012 19:20
3 1

kotsharing - wenn ich meinem hund beibringe, dass er

nur mehr nach nö sch... geht, dann erspar ich mir in wien die hundesteuer?

Antworten Gast: barra
24.05.2012 02:26
1 0

Re: kotsharing - wenn ich meinem hund beibringe, dass er

nein. das hundsi bekommt als belohnung einmalig eine ermäßigte jahreskarte fürs tramwaypissoir.

Gast: Schnelle Fahrt, langer Aufenthalt
22.05.2012 16:53
1 0

Über eine (wahrscheinlich) (geheime) Dienstanweisung...

Warum konsequent die Klimaanlagen nicht aufgedreht werden, mit den eingesparten Stromkosten wird offensichtlich jetzt die 365.- Euro Jahreskarte finanziert, und damit das 100.- Euro Model durchgeht, erspart man sich im Winter die Heizung...

Einzig die Frage, sollte man sich da den Winter wünschen, oder den Sommer, wo die T-Shirts bei Wageninnentemperaturen um die 45°C zum stinken beginnen?

Mag zwar witzig klingen, der Witz hört dann auf wenn die ersten Fahrgäste einen Freifahrtschein mit Blaulicht für die Rettung bekommen, um sehr schnell wegen Kreislaufprobleme stationär im Krankenhaus aufgenommen zu werden, schnelle Fahrt, langer Aufenthalt...

gerecht?

was ist, wenn ich keinen führerschein besitze?
wenn ich zu alt zum autofahren bin?
wenn ich mutter mit 2 kindern bin und nicht mit dem smart fahren kann?

dann muss ich die volle jahreskarte bezahlen?

das widerspricht eklatant dem gleichheitsgrundsatz!

wenn die allgemeinheit private unternehmen fördert?

bald fordert vassilakou, dass nur mehr mit drachmen die öffis bezahlt werden dürfen...

Re: gerecht?

Schade, daß Sie Ihren interessanten Beitrag, der berechtigte Frage aufwirft, durch einen unsachlichen Schlußsatz kompromittieren.

Gast: Techtl S
22.05.2012 15:38
3 0

Für Griechen ist die Finanzierung nie ein Problem

Also nur zu Frau Vassilakou!

6 0

Die können echt nichts anderes, als das Geld der anderen Leute umzuverteilen. Widerlich!

Das Blöde ist nur: Irgendwann geht auch den Allerlinkesten das Geld dieser anderen Leute aus.

Gast: Walter33
22.05.2012 13:07
6 0

Ein kleiner Vorgeschmack

was uns blüht wenn wir Grüne Minister im Bund bekommen.

Wien darf nicht Kuhba werden!


Antworten Gast: Plach2
22.05.2012 13:06
5 0

Re: Wien darf nicht Kuhba werden!

Wahltag ist Zahltag!

Wien verdient nichts anderes.

ich glaub ein wichtiger Punkt wird sein...

.... wie man tatsächlich nur die Umsteiger fördert.

Für mich kommt nicht eindeutig heraus, ob bestehende Jahreskartenbesitzer ebenfalls gefördert werden.

Sinn machen würde es nur, wenn jene gefördert werden, die vorher KEINE Jahreskarte hatten und aktuell KEIN Auto haben.

Dadurch würde das Budget auch nicht wirklich belastet, weil ein zusätzlicher Öffifahrer 100€ bezahlt (es kommt also zusätzliches Geld ins Budget) und er in den Folgejahren eventuell als zusätzlicher Kunde erhalten bleibt.

Interessant wäre die Frage, wieviel % davon sich sowieso eine Karte gekauft hätten. Dieser Betrag ist als reeller Entgang zu verbuchen.

Wenn man aber alle Jahreskartenbesitzer (neu/alt) fördert, die kein Auto haben, dann fehlt mir der Lenkungseffekt. ZB: ich hatte nie ein Auto, bin schon seit Jahren Jahreskartenbesitzer, hol mir eine Car2Go Karte und die Förderung. Sonst ändert sich nix.

Je nachdem, wie es umgesetzt wird, halte ich es für eine gute/schlechte Idee.

Gast: L.W.
22.05.2012 10:35
10 0

Vassilakou: Finanzierung "kein Problem"

Mmmh.

Jahreskarte um € 100 - "kein Problem"

Versprochene Änderung des Wahlrechtes - "kein Problem"

Die Leute für blöd verkaufen - "kein Problem"...

Gast: Nochmals, hier öffentlich!
22.05.2012 10:16
3 0

(Das E-Mail ging bereits an die Verkehrsstadträtin)

Machen sie endlich Nägel mit Köpfen, und stellen sie die dafür notwendigen Kapazitäten her, inzwischen kracht es an allen Ecken und Kanten, bei den Wiener Linien, die kleinste Störung, und mehr als 40% stehen deppert da.

Das beginnt bei Demos am Ring und die Ringlinien, geht über in Straßenfeste, die Linien wie den 13A blockieren, bis hin zu Betriebsstörrungen wie der S-Bahn oder der U6, 2011, ein Sommer wie noch nie, der Alptraum pur, aber auch Dinge wie Autobuslinien die längst zu Straßenbahnen umgebaut hätten werden müssen, fehlende Entlastung der U-Bahnen in neuralgischen Beriechen, wie Intervallverdichtungen sowohl zu den Hauptverkehrszeiten als auch in den Randlagen.

Ihre Ausrede, Auslastung, der Kunde zahlt schon längst nicht mehr für die Dienstleistung, sondern für die Bereitstellung der Dienstleistung!

Aber wenn es dann um diese Themen geht hat der Verkehrstadtrat in Wien die Vogel Strauß Politik, mit dem wahnwitzigen Aberglauben all diese Probleme durch eine Fahrradpolitik lösen zu wollen, bei der die Benützung der Gehwege ohnedies schon zum Alltag gehört, nur das ist keine Problemlösung, sondern eine Polarisierung, der schon lange die Akzeptanz fehlt in der Stadt!

Antworten Gast: bergziege
22.05.2012 15:43
2 0

Re: (Das E-Mail ging bereits an die Verkehrsstadträtin)

Vielleicht kann das Orakel von Delphi auf die griechische Politik der Stadt Wien Antwort geben.

und ich will einen Bentley haben


wir werden doch irgend welche Zahltrottel finden, die wir zur Zahlung zwangsverpflichten können ?

Begründungen gibt es genug : Ökologie - Verteilungsgerechtigkeit - Umweltschutz - Feinstaub - ... etc bla bla

Für Griechen war "Finanzierung noch nie ein Problem"


zum glück

hat die nur in wien was zu sagen!

Gast: so nicht, danke nein
22.05.2012 09:03
12 0

und wann verzichtet Vassilakou als positives Role model auf ihren Dienstwagen? oder soll nur die "plebs"

Schritt um Schritt entmotorisiert werden? Typisches Elite-Denken

13 1

Wo ist da die Logik?

Wieso bekommen diejenigen, die ganz auf das Auto verzichten diese Förderung nicht? Es soll ja auch Leute geben, die aus Prinzip keinen Führerschein haben.
Die GrünistInnen nerven langsam mit ihrer Bevormundung.

Re: Wo ist da die Logik?

ich seh in einer Förderung keine Bevormundung. Was Sie meinen wären Strafen...

Prinzipiell versteh ich sowohl ihre Kritik, als auch den Gedankengang von MV. Wenn ich mir überlege, wie ich es schaffen könnte, Autobesitzer zur Aufgabe ihres Autos zu bringen, dann liegt "günstige Öffis und Car-Sharing" auf der Hand. Wenn das gut funktioniert, bleibts vielleicht dabei.

Andererseits werden dann Leute, die sich im Grunde sogar ökologischer verhalten und gar kein Auto nutzen, benachteiligt...

Trotzdem: die Förderung gilt der Aufgabe des Autos. Richtig effizient wäre es, wenn man messen könnte, ob jemand ein Auto hatte, es jetzt nicht mehr hat und daher umgestiegen ist. Das ist, glaub ich, nicht möglich....

Es sind aber auch schon unsinnigere Dinge gefördert worden.

Gast: Elektromoped
22.05.2012 06:43
1 0

Moped / Mopedauto (rote Taferl)

Moped / Mopedauto (rote Taferl)

Sind sehr laut und stinken wesentlich mehr ein moderner PKW im Vergleich.
Diese Fahrzeuge werden fast ausschließlich in der Stadt und mit geringer Reichweite eingesetzt, also genau jene Fortbewegungsmittel, für die es aus technischer Sicht einen brauchbaren Ersatz in Form von Elektroantrieb gibt. Ladeproblem gibt es auch nicht, da hier die Ladezeiten geringer sind als bei einem elektr. betriebenen PKW und der Akku teilweise aus dem Gerät genommen werden und zu Hause aufgeladen werden kann.
Das wäre doch mal der erste Ansatz, der leicht zu bewerkstelligen kann und fördert noch dazu die technisch Entwicklung und die Konkurrenz der Anbieter, was dem Kunden zugutekommt.
Beim Fahrrad funktioniert es ja auch.

Neuzulassungen solcher Fahrzeuge in der Stadt nur mehr elektrisch zulassen, reduziert CO2 und Lärm.

Gast: Für viele zu teure Jahreskarte
22.05.2012 03:30
3 0

Wäre super Idee für Pensionisten, Gehbehinderte und Kranke, die unter 60 skandalöserweise unleistbar teuer bezahlen oder zu Fuß gehen bzw. daheimbleiben müssen


Gast: bergziege
21.05.2012 23:54
16 0

carsharing - öffis

Beides ist mir deshalb unsympathisch, weil ich mein eigenes Auto sauber halte. Ist es schmutzig, weiß ich woher. In den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man oft wie in Mülltonnen. Ob die Luft in den twofortwo immer gut ist, will ich gar nicht testen. Es mangelt mir schlicht und einfach an Hygiene. Außerdem sind mir sämtliche Lärm- und Geruchsbelästigungen in
U-Bahn, Straßenbahn und Bus zuwider. Bevormundet will ich von Frau Vassilakou schon gar nicht werden. Dass es an Geld für ihre Spielwiese nicht mangelt, ist kein Wunder. Wir werden dafür doch abgezockt.

Gast: iona
21.05.2012 23:16
10 0

braucht man einen führerschein damit man sich das geld abholen kann?


 
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