Wien führt "Parkkralle" für Falschparker ein

Der Wiener Landtag beschließt die Neuordnung der "Parksheriffs". Ab 1. September kommen auch "technische Sperren" gegen Falschparker zum Einsatz.

Wien fuehrt technische Sperren
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Wien fuehrt technische Sperren
(c) APA/DPA/Ingo Wagner (DPA/Ingo Wagner)

Mit der Novelle des Parkometergesetzes, die der Landtag am Freitag beschließen soll, kommen in Wien ab 1. September Wegfahrsperren gegen Falschparker zum Einsatz. Solche "technische Sperren" soll es aber nur "unter gewissen Umständen" geben - etwa wenn ein Strafzettel wenig sinnvoll erscheint. Die Überwachung der Kurzparkzonen erfolgt dann durch die neue "Parksheriff"- Einheit, die dienstrechtlich der Exekutive unterstellt ist.

Die Parkkralle kommt zum Einsatz, wenn die Strafverfolgung des Lenkers offenbar "unmöglich oder wesentlich erschwert" sein dürfte, heißt es in der Novelle. Dies könnte vor allem auf Autos mit ausländischem Kennzeichen zutreffen, bei denen sich das Eintreiben von Parkstrafen mitunter schwierig gestaltet.

Das Anbringen einer Wegfahrsperre soll hier Abhilfe schaffen. Gekrallt wird übrigens nicht sofort, sondern erst, wenn wiederholt nicht bezahlt worden ist. Die neue Regelung sieht in diesem Fall auch vor, den Lenker in Deutsch sowie in jener Sprache, die er vermutlich spricht, zu informieren. Dies erfolgt durch eine aufs Auto geheftete Mitteilung.

Eine Änderung gibt es auch strukturell: Bisher haben die "Blaukappler", also von der Stadt Wien ermächtigte Organe, die Kurzparkzonen überwacht. Mit der Novelle werden diese zu einer neuen Truppe mit den zur Polizei gehörenden "Weißkapplern" fusioniert. Letztere sind derzeit für die Kontrolle von Park- und Halteverboten zuständig. Künftig ist die gesamte Truppe der Bundespolizeidirektion Wien unterstellt.

(APA)

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