Prostitution: Auch nach neuer Regelung weiter Streit

24.05.2012 | 18:40 |   (Die Presse)

Straßenprostitution in der Leopoldstadt soll ab Juni nur noch nachts – von 22 bis sechs Uhr – erlaubt sein. Die Bezirksgrünen haben dem Beschluss allerdings nicht zugestimmt: "Wird Problem nicht lösen."

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Wien/Red/Stög. Die Diskussionen um den Straßenstrich in der Leopoldstadt nehmen kein Ende. Nach dem Aufschrei des Bezirks, aber auch von Tourismusvertretern wurde nun im 2. Bezirk beschlossen, den Straßenstrich im Prater nur noch in den Nachtstunden – von 22 bis sechs Uhr – zu erlauben.

Die Bezirksgrünen haben dem Beschluss in der Bezirksvertretung aber nicht zugestimmt. „Eine zeitliche Beschränkung löst die Probleme nicht“, wettert die Sozialsprecherin der Wiener Grünen, Birgit Hebein. Die Prostituierten „am Tag einfach zu verstecken“, bringe gar nichts. Die Grünen fordern weiter andere Bezirke auf, Erlaubniszonen zu definieren, in denen Prostituierte ihrer Arbeit nachgehen können. Die im Herbst vergangenen Jahres von SPÖ und Grünen vorgeschlagenen Erlaubniszonen – unter anderem direkt vor der Wirtschafts-Uni – stießen auf heftige Ablehnung. Sie wurden nicht umgesetzt.

Die zeitliche Einschränkung auf Messe- und Südportalstraße tritt mit 1. Juni in Kraft. „Wir werden die Einhaltung der Zeiten penibel kontrollieren“, erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Ab Herbst soll dabei auch die neue Bereitschaftseinheit miteinbezogen werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2012)

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5 Kommentare
Gast: Amira Passarge
20.08.2012 21:21
0

drehen wir alle durch?

Ich selber bin eine Germanistikstudentin und arbeite SEHR gerne als Prostituierte, jeder weiß es, dass ich es mache. Ich will es nicht verheimlichen! Was ist das Problem? es ist eine ganz normale Tätigkeit wie jede andere! Es ist die einzige Möglichkeit, um mein Studium und Ausgaben zu finanzieren … Amira Passarge (Nina-Karlsruhe, Nina-München, bw7)

Gast: Luzififfa
25.05.2012 11:59
0

In der Stadt überhaupt dieses Gewerbe verbieten

Die gehören Irgendwo am Stadtrand Positioniert. Der zu einer Prostituirten geht. Fährt auch dort hin. Zb. Auhof, Prater Lusthaus, Höhensstrasse, Lobau, was wieß ich was da alles noch gibt.

Direkt in die Stadt soll das generell Verboten werden. Wegen unserer Kinder.
Auch nicht im Prater oder Prater Nähe. Weil in den Prater auch Familien mit Ihre Kinder hingehen.


Antworten Gast: de rerum
25.05.2012 12:06
3

Re: In der Stadt überhaupt dieses Gewerbe verbieten

Was haben die Prostituierten Ihren Kindern denn eigentlich getan?

Vorrangiger jedenfalls scheint mir, Kinder vor schlechter Grammatik zu schützen.

Antworten Antworten Gast: Luzififfa
25.05.2012 12:30
0

Re: die machden keinen guten eindruck

wenn die beim Prater stehen. Kinder fragen was machen die, wie die angezogen sind. das gehört verboten in Wien in der Stadt.

Gast: Kibietz
25.05.2012 10:36
1

Aber zu dieser Zeit müssen doch die braven Famillienväter zuhause sein!!!!!


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