Prostitution: Auch nach neuer Regelung weiter Streit

Straßenprostitution in der Leopoldstadt soll ab Juni nur noch nachts – von 22 bis sechs Uhr – erlaubt sein. Die Bezirksgrünen haben dem Beschluss allerdings nicht zugestimmt: "Wird Problem nicht lösen."

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(c) FABRY Clemens

Wien/Red/Stög. Die Diskussionen um den Straßenstrich in der Leopoldstadt nehmen kein Ende. Nach dem Aufschrei des Bezirks, aber auch von Tourismusvertretern wurde nun im 2. Bezirk beschlossen, den Straßenstrich im Prater nur noch in den Nachtstunden – von 22 bis sechs Uhr – zu erlauben.

Die Bezirksgrünen haben dem Beschluss in der Bezirksvertretung aber nicht zugestimmt. „Eine zeitliche Beschränkung löst die Probleme nicht“, wettert die Sozialsprecherin der Wiener Grünen, Birgit Hebein. Die Prostituierten „am Tag einfach zu verstecken“, bringe gar nichts. Die Grünen fordern weiter andere Bezirke auf, Erlaubniszonen zu definieren, in denen Prostituierte ihrer Arbeit nachgehen können. Die im Herbst vergangenen Jahres von SPÖ und Grünen vorgeschlagenen Erlaubniszonen – unter anderem direkt vor der Wirtschafts-Uni – stießen auf heftige Ablehnung. Sie wurden nicht umgesetzt.

Die zeitliche Einschränkung auf Messe- und Südportalstraße tritt mit 1. Juni in Kraft. „Wir werden die Einhaltung der Zeiten penibel kontrollieren“, erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Ab Herbst soll dabei auch die neue Bereitschaftseinheit miteinbezogen werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2012)

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