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Cafe Drechsler: Bezirk bleibt bei Nein

29.05.2012 | 13:54 |   (DiePresse.com)

Bezirksvorsteherin Kaufmann möchte für das Cafe Drechsler keine Sonderregelung schaffen. Sie zeigt sich über die Sommerpause des Lokals erstaunt.

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Die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann (S), bleibt in der Causa Cafe Drechsler hart. Es wird keinen größeren Schanigarten geben: "Entlang der Hausfläche im Ausmaß von einem Parkplatz, das ist möglich, alles andere wäre unfair gegenüber den Mitbewerbern", betonte Kaufmann am Dienstag. Das Wiener Kaffeehaus hatte vergangene Woche eine dreimonatige Sommerpause angekündigt, nachdem keine größere Schanigartenfläche genehmigt worden war.

Zuletzt hatte sich auch Kaffeehaus-Fachgruppenobmann und Cafe-Landtmann-Chef Berndt Querfeld für einen größeren Drechsler-Gastgarten stark gemacht. Noch hat es das angekündigte Gespräche zwischen Querfeld und der Bezirksvorsteherin nicht gegeben, allerdings würde dies ohnehin nichts an der Regelung ändern: "Es werden auch im nächsten Jahr die gleichen Bedingungen gelten und ich gehe nicht davon aus, dass es weniger Parkplatzbedarf geben wird", bekräftigte Kaufmann. Im 6. Bezirk darf auf Parkspuren nur ein Schanigarten in der Länge eines Autos genehmigt werden. "Es gibt diese Regelung, die für alle gilt. Es wäre unfair und ungerecht hier eine Sonderregelung für ein Lokal zu schaffen", hob Kaufmann hervor.

Erstaunt zeigte sich die Bezirksvorsteherin über die Maßnahme, das Lokal deswegen über den Sommer zu schließen: "Wir haben dem Cafe Drechsler neben der Fläche auf der linken Wienzeile einen weiteren Schanigarten entlang der Hausfront im Ausmaß von sieben Metern, also einem Auto, genehmigt. Das wurde aber nicht angenommen." Dass nun das Lokal seine Mitarbeiter bis zum Herbst beim Arbeitsmarktservice anmelden müsste, sei nicht nachvollziehbar: "Wenn jemand behauptet, dass er sein Cafe schließen muss, weil es keinen größeren Schanigarten bekommen hat, dann muss ich mich fragen, was da grundsätzlich mit dem Lokal nicht stimmt", stellte Kaufmann fest.

Auch dem Vorschlag von Manfred Stallmajer, geschäftsführender Gesellschafter des Cafe Drechsler, eine Grünfläche vor dem benachbarten Alfred-Grünwald-Park zu nutzen, konnte die Bezirksvorsteherin nicht viel abgewinnen: "Es gäbe hier mehrere Anträge auch von anderen Lokalbesitzern, aber die sind grundsätzlich abzulehnen, weil es ohnehin nur sehr wenige Grünflächen im sechsten Bezirk gibt."

Stallmajer will trotzdem noch nicht aufgeben: "Wir haben viel Unterstützung von der Wirtschaftskammer und vielen Gästen, die auf unserer Petition unterschrieben haben, bekommen", zeigte sich der Lokalbetreiber erfreut. Für diesen Sommer sei zwar "der Zug abgefahren", allerdings könnten die kommenden Monate nun dazu genutzt werden, um in Gesprächen mit dem Bezirk eine Lösung zu finden, zeigte sich Stallmajer trotz allem zuversichtlich.

(APA)

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23 Kommentare
Gast: gemeiner piefke
31.05.2012 20:08
0 0

nichts neues

Das Drechsler hat doch seit Jahren im Sommer geänderte Öffnungszeiten und zwischendurch sogar einige Zeit geschlossen. Was ist daran jetzt so erwähnenswert? Und die Meldung beim AMS ist doch üblich. Macht eine in Wien ansässige Südtiroler Hotelgruppe sogar mit seinen Hoteldirektoren so. Statt gut zu planen, wird auf Kosten der Steuerzahler zwischengeparkt. Und ein paar Vollkoffer schauen auf diese Herren dann auch noch mit Respekt ob ihrer großartigen Wirtschaftskompetenz. Chapeau!

Gast: Na eh net...
31.05.2012 19:44
0 0

Ich gehe nicht davon aus das es in den nächsten Jahren weniger Parkplatzbedarf geben wird...

Dafür haben Sie schon gesorgt, das dieses Gut das allen Gehört nur ja nicht anders verwendet werden kann, keine Straßenbahnlinie 13, keine Straßenbahnlinie 57, keinen 52er/58er der wieder zum Ring führt, Teils mit Ausreden die so an den Haaren herbeigezogen sind, das es nur mehr zum Haareausreißen ist.

Da darf man sich dann halt auch nicht wundern warum die Zahl der Auto immer mehr anstatt weniger wird, und immer weniger Platz besteht für Gastgärten und mehr, die sicher sehr schlecht für die Lebensqualität sind!

Die Aussage das der Bus ein vollständiger Ersatz ist, stimmt zwar relativ, nur dieser Ersatz wird schlicht nicht angenommen, Mütter mit Kinderwagen für die gibt es ebensowenig Platz in einem 57er wie in einem 13er, wie für Rollstuhlfahrer, das Verhältnis ist blöderweise 1:7 für die Bim, größere Bewegungsfreiheit im Fahrgastraum sprechen auch Autofahrer mehr an, als eine Fahrt in der Sardinendose, etc...

Und die U3 als Ersatz für eine Straßenbahn ist ohnedies der größte Witz in der Nachkriegsgeschichte Wien's!

Gast: Kritiker12345
30.05.2012 14:01
1 0

@Frau Kaufmann

Die schliessen das Lokal warscheinlich deswegen, weil mit dem kleinen Schanigarten nicht genügend Umsatz gemacht werden kann, sprich die Kosten für den Betrieb den Umsatz "fressen" bzw. sogar höher als der zu erwartende Umsatz sind.

4 1

Hand aufs Herz Leute: Wer will schon in einem Schanigarten sitzen, der bei der stark befahrenen Linke Wienzeile liegt?

Doch diese Aussage: "Sie zeigt sich über die Sommerpause des Lokals erstaunt..." finde ich schäbig! Was sollen die machen? Sich verschulden weil die Politik(erIn) nicht in ihrer Gunst steht?

Gast: independant
29.05.2012 22:17
4 1

Cafe Drechsler

ist nach der Übernahme durch die dzt. Besitzer entbehrlich geworden, ich geh eh nimmer hin.

Sperrt´s die Hütte zu und führt es wieder so wie früher

Gast: UKW
29.05.2012 20:49
3 0

Selber Schuld, wenn er nicht bei der Partei ist.

Andere müssen auch zahlen. Es ist nicht solidarisch, sich um die Parteimitgliedsbeiträge zu drücken.

Es lebe der "Nicht-Unterschied".

Das es sowohl bei Menschen, als auch bei Betrieben Unterschiede gibt, ist in einem solchen, stark vereinfachten Denkschema eben nicht vorgesehen.

Unterschiede gibt's daher nur bei Einkommenshöhen und Steuern. Wobei der unterschiedliche Aufwand, welchen Menschen zum Erhalt eines äquivalenten Einkommens aufwenden müssen, ebenfalls bereits wieder unter den Tisch fällt.

Namen sind Schall und Rauch (Goethe)

Michael Schuhmacher ist kein Schuhmacher.
Heinz Fischer ist kein Fischer.
Und Renate Kaufmann hat garantiert keine Ahnung von ... Richtig - Wirtschaft!

4 1

wenn das genehmigt wird haben wir bald mehr

schanigärten in denen keiner sitzt als sonstwas.

ein normaler mensch wird sich vor dem obigen cafe sowieso nicht auf die strasse setzen!

aber das wird halt die neue ausrede bevor amn zusperrt!

Gast: Besucher
29.05.2012 19:44
1 1

Gast

Wer benötigt dieses Gasthaus wirklich? Doch nur eine Minderheit. Ich bin für Kebab, Würstelstand, Chinese und McDonalds!

3 1

li. Wienzeile

wenn sich jemand in der li. Wienzeile auf die Straße setzt um zu genießen, ist höchstwahrscheinlich nicht richtig beinander.
dem Drechsler-Betreiber kann ich nur Raten, eine. Klimaanlage einzubauen.

Die Bezirksvorsteherin ...

... hat offensichtlich keine Ahnung vom Gastgewerbe oder überhaupt defizitäre Wirtschaftskenntnisse. (Was wundert das bei PolitikerInnen!). Wer sich aussuchen kann, am Naschmarkt einen der größeren Schanigärten zu
besuchen, geht selten in die heißen Innenräume. Da steht es dann, das Personal, und kann nur so tun, als hätte es was zu tun. Abgesehen davon: eine Person sollte nicht entscheiden dürfen, was erlaubt sein soll und was nicht!

3 0

Re: Die Bezirksvorsteherin ...

hat nicht die Partikularinteressen eines einzelnen Wirten zu vertreten. Und ein Wirt, der ein Gasthaus übernimmt, hat einen Mietvertrag über sein Lokal und das war es. Er hat weder Anspruch drauf, die Mieter aus dem ersten STock hinauszuwerfen, weil er sich dort erweitern will, noch hat er Anspruch drauf, die STraße zu besetzen. Er muss das Lokal ja nicht betreiben, wenn es sich nicht rechnet, wie es ist.

Gast: Die Ente Lippens
29.05.2012 18:48
2 1

Kaufmann ist offenbar ein BWL Experte und weiss alles. Arrogante buergerferne Politik.


Gast: Kaffeehaussitzer
29.05.2012 17:32
2 0

Wirkt überhitzt die Dikussion, von beiden Seiten...

Was spricht gegen eine dichte Reihe von Bistrotischchen und -sesseln direkt an der Hausmauer über die gesamte Länge des Lokals, also auch um die Ecke? So viel Platz ist auf dem schmälsten Pariser und wohl auch Wiener Gehsteig. Das sollte Genehmigungsstandard sein.
Zweifellos aber sucht sich der Gast den nettesten freien Außenplatz, den es in der Gegend gibt. Und das Drechsler ist kein Naschmarktstand, das Savoy, Theatercafé, Piccini usw. ja auch nicht.

Gast: eine mariahilferin
29.05.2012 17:17
10 4

Frau Kaufmann...

Zitat: " Dass nun das Lokal seine Mitarbeiter bis zum Herbst beim Arbeitsmarktservice anmelden müsste, sei nicht nachvollziehbar: "Wenn jemand behauptet, dass er sein Cafe schließen muss, weil es keinen größeren Schanigarten bekommen hat, dann muss ich mich fragen, was da grundsätzlich mit dem Lokal nicht stimmt"

Frau Kaufmann scheint ihre Macht als Bonze zu genießen... Vor einigen Monaten wurden von ihr im 6.Bezirk Briefe verschickt, in denen für den Wiener Frauenlauf geworben wurde, bzw, dass SIE eine organisierte Anfahrt zahle..(Formulierung: ICH übernehme die Kosten für diesen Service). Was will man von dieser Bonze erwarten, die Steuergeld als das ihrige bezeichnet, in welcher Frage auch immer?

An dieser Stelle frage ich mich, was mit der Bonze Kaufmann grundsätzlich nicht stimmt...

Gast: neg
29.05.2012 16:39
3 0

einfach noch ein paar Parkplätze weg !

hat die SPÖ & Konsorten doch sonst auch nicht erschüttert . . . . .

Gast: so viele kluge menschen hier
29.05.2012 15:39
1 7

Erstaunt zeigte sich die Bezirksvorsteherin über die Maßnahme, das Lokal deswegen über den Sommer zu schließen.

Tja - da staunt die Wirtschaftskompetenz der ÖVP.

Da will doch jemand glatt einen Betrieb gewinnbringend führen und nicht sehenden Auges in den Konkurs schlittern.

Wer hätte das gedacht ?

Antworten Gast: geniesser
29.05.2012 17:43
4 0

Re: Erstaunt zeigte sich die Bezirksvorsteherin über die Maßnahme, das Lokal deswegen über den Sommer zu schließen.

ahja

sie befürworten also, alle gesetze,verordnungen, etc. auf zuruf der wirtschaftstreibenden außer kraft zu setzen, auch umwelt und gesundheits und sozialrechte, damit man mehr profit rausschlagen kann?

meinens das im ernst?

witzlos

Re: Erstaunt zeigte sich die Bezirksvorsteherin über die Maßnahme, das Lokal deswegen über den Sommer zu schließen.

Nur blöd, dass die Bezirksvorsteherin von der SPÖ ist.

Wer hätte das gedacht?

Gast: Spar Takus
29.05.2012 14:50
3 4

Ist doch sowas von wurscht...

ob ein Cafe mehr oder weniger geöffnet hat!
Von mir aus kann sie ganz zusperren!
Soviel Aufsehen für sowas??? Haben wir keine anderen Probleme in Wien?

Gast: cosmoprolet
29.05.2012 14:35
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Liebe Frau Kaufmann!

Wenn die SPÖ Bezirksvorsteherin Kaufmann sagt, dass es "ohnehin nur sehr wenige Grünflächen im sechsten Bezirk gibt", so kann ich ihr da nur zustimmen.

Ich würde aber gerne von ihr wissen, warum sie, angesichts dieses Umstandes, der Bebauung von einem Grossteil des Alfred Grünwald "Parks" mit dem Bunker von der APA zugestimmt hat???

Hierdurch ist eine der letzten Grünflächen im 6., in direkter Nachbarschaft vom Naschmarkt, um einiges kleiner geworden.

Was übrig blieb ist ein abgewetztes Erstreiferl auf dem kein Grashalm mehr wächst- ein Hundeklo, das so grauslig ist dass es sich die Hunde schon überlegen, ob sie da reingehen, und jeder normale Mensch sich da nur in einem Schutzanzug hinein traut.

Vielen Dank für ihre voraussehende und bürgernahe Stadtplanung, liebe SPÖ Wien!

Antworten Gast: L.W.
29.05.2012 19:18
2 0

I loss ma mei Wien ned schlecht redn !

Prost !