In Wien gab es im Vorjahr deutlich mehr "Öffi"-Benutzer: Die Wiener Linien konnten bei den Fahrgastzahlen im Vorjahr eine Steigerung von 4,3 Prozent auf 875 Millionen Fahrgäste erzielen, geht aus dem Geschäftsbericht der Wiener Stadtwerke, zu denen die Wiener Linien gehören, hervor. Insgesamt (inklusive Wiener Lokalbahnen) wurden im Linienverkehr 887,4 Millionen Fahrgäste befördert.
Im Vorjahr gab es laut Geschäftsbericht Zuwächse bei nahezu allen Fahrkartenarten. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer erhöhte sich um 4,8 Prozent. Durch die Tarifreform, die unter anderem eine Verbilligung der Jahreskarte von 449 auf 365 Euro ab 1. Mai umfasst, erwartet man sich weitere Steigerungen.
Seit Jahresbeginn seien bereits 60.000 neue Jahreskarten ausgestellt worden. Aktuell gebe es einen Rekordwert von 437.000 Jahreskartenbesitzern. Die endgültigen Gesamtauswirkungen der Tarifreform ließen sich derzeit aber noch nicht abschätzen, so Generaldirektor-Stellvertreter und Finanzvorstand Martin Krajcsir.
Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am "Modal Split" lag bei 37 Prozent, 1993 waren es erst 29 Prozent. Der Pkw-Anteil sank im Zeitraum 1993 bis 2011 von 40 auf 29 Prozent. Bis 2020 soll der "Öffi-Anteil" auf 40 Prozent steigen. Erreichen will man dies laut Krajcsir vor allem durch zwei Wege: Ein attraktives Tarifsystem und den U-Bahn-Ausbau. Die Verlängerung der U2 in die Seestadt Aspern soll im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden. Der Spatenstich für die U1-Verlängerung nach Oberlaa erfolgte heuer im März.
(APA)
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