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Grüne wollen Krypta am Burgtor vorübergehend schließen

18.06.2012 | 12:28 |   (DiePresse.com)

Die Streichung einzelner SS-Kriegsverbrecher greife zu kurz. Die IKG indes begrüßt Verteidigungsminister Darabos' Auftrag für ein neues Gedenkkonzept.

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Die Grünen üben nach wie vor heftige Kritik an der Krypta am Wiener Burgtor. Sie fordern eine Schließung bis zur Neugestaltung. Dass Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) am Sonntag den SS-Kriegsverbrecher Josef Vallaster aus einem der dort aufliegenden Totenbücher gestrichen hat, ist dem Grünen Abgeordneten Harald Walser zu wenig. Die gegenwärtige Gedenksituation am Äußeren Burgtor sei "eine Zumutung", sagte er am Montag.

Darabos mutiere zum "vergangenheitspolitischen Selbstverteidigungsminister" und reagiere immer nur auf Zurufe der Grünen, so Walser. Die Streichung des Namens sei "bitte eine Selbstverständlichkeit". Die Regierung, insbesondere Darabos, sei durch "Untätigkeit" in den vergangenen Monaten mitschuldig geworden, dass der Heldenplatz eine Art "Spielplatz für die Ewiggestrigen" geworden sei. Symbolisch sperrte Walser am Montag mit einem Absperrband die Krypta.

Streichung löst das Problem nicht

Einzelne Kriegsverbrecher aus den Totenbüchern zu streichen, greife zu kurz, sagte Walser. Notwendig sei vielmehr ein Gedenken an jene, die für ein freies und demokratisches Österreich gekämpft haben. Dementsprechend brauche es eine komplette Neugestaltung unter Einbeziehung internationaler Experten.

Auch der außerordentliche Universitätsprofessor Walter Manoschek vom Institut für Staatswissenschaft der Uni Wien übt Kritik. Namen zu streichen sei "gut gemeint", gehe aber am Kern des Problems völlig vorbei, so Manoschek. Bei einem offiziellen Denkmal an Helden habe ein Gedenken an Wehrmachts- und SS-Angehörige keinen Platz.

IKG mit Darabos zufrieden

Darabos hatte angekündigt, dass Krypta und Weiheraum bis zum Nationalfeiertag am 26. Oktober Stätten des "würdigen Totengedenkens" an die Weltkriegs-Gefallenen werden, ohne Referenzen an Kriegsverbrecher und das Nazi-Regime. Die Grünen finden, dass vier Monate zur Überarbeitung der Gedenkstätte zu wenig sind.

Die Israelitische Kultusgemeinde begrüßte indes die "rasche Reaktion" von Darabos auf die Aktivitäten eines breiten Bündnisses aus Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften und Politik, in denen eine Umgestaltung der Krypta gefordert werde. Die Streichung des SS-Kriegsverbrechers Josef Vallaster und der Auftrag zur Erarbeitung eines neuen Gedenkkonzeptes seien "begrüßenswerte Zeichen, dass die Republik sich ihrer Geschichte in aufrichtiger Weise stellt".

(APA)

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66 Kommentare
 
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Gast: vor dem arlberg
22.06.2012 17:05
1 0

Denkmal

Leute, versteht ihr die Botschaft nicht. Der WALSER will ein Denkmal für sich allein. Inschrift: "der grüne Ex-Lehrer aus dem Ländle"

Gast: Gute Politiker gesucht
20.06.2012 08:21
3 0

Lasst die Toten tot sein und kümmert euch endlich mal um die Lebenden.

In Zeiten wie diesen,
in Zeiten der Krisen.

keine chance dem linksfaschismus! wählt grün/rot ab!!!!


6 0

... vielleicht besser:

'linker weiberfaschismus' ?

Re: keine chance dem linksfaschismus! wählt grün/rot ab!!!!

"Faschismus wird heutzutage als eine nach dem Führerprinzip organisierte nationalistische, antidemokratische sowie rechtsextremistische Bewegung definiert."

Führerprinzip?
Antidemokratisch?
Rechtsextremistisch?

Du solltest zukünftig Begriffe verwenden, von denen Du weißt, was sie bedeuten.
Also: BigMac, Golf, AMS, Bier, Schnaps, Schulabbruch.

Antworten Antworten Gast: Kutscher ho
20.06.2012 07:15
4 1

Re: Re: keine chance dem linksfaschismus! wählt grün/rot ab!!!!

Was deinen Schlusssatz betrifft nur so viel: Du musst nicht immer von dir auf andere schließen.

Gast: Chris S.
19.06.2012 14:29
13 1

"ewiggestrig" also aha

Wenn man statt in Richtung Zukunft immer zu den "Ewiggestrigen" blickt, wenn man statt aktuelle Probleme wahrzunehmen und anzugehen, längst geschriebener Geschichte nachgräbt, hat man meiner Meinung nach nicht das Recht, andere "ewiggestrig" zu nennen. Was veranstalten die für ein Zirkus um Tote, Zeit- und Geldverschwendung nichts weiter. Sind in diesem Land denn alle komplett verrückt geworden? Man sollte den Grünen mal die Summe der Staatsverschuldung zukommen lassen, die haben scheinbar einen Joint damit gedreht oder sich diese in die Fahrradspeiche gehängt, das klakkert dann so schön und man erregt durch nervige Geräusche Aufmerksamkeit, nicht wahr? Das ist doch keine Partei, ich bitte Sie.

Gast: Greenkrawotenbeobachter
19.06.2012 14:13
5 0

Fischer, ein Gruener

War derjenige, der das Tabu Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg gebrochen hat, und das Land erstmals wieder in einen Angriffskrieg verwickelt hat. Dazu passt das mussolineske verhalten seiner hiesigen Paddeigenossen, die nun auch mit dem Auskratzen von Namen auf Grabsteinen beginnen. Ein Nasser Fetzen ist wahrlich das einzig brauchbare Argument in einer Diskussion mit solchen....

also ich bin

dafür die "grünINNEN zu schliessen" !

würde weit mehr vorteile und wohlwollen anderer staaten mit sich bringen.

- der steuerzahler muss nicht für diese sinnlospartei zahlen
- gender - femi nismus - quot en debatte hört sich auf
- sinnlose wortmeldungen in den medien werden weniger
- asylpolitik würde besser funktionieren
- weit weniger reglementierungs, bzw. verbote würden disskutiert werden.
- und, und, und...

weit mehr vorteile als dieses krypta thema

Antworten Gast: Der Steuerzahler
19.06.2012 15:21
1 14

Re: also ich bin

Grüne treten für bessere Bildung auf - wäre vielleicht doch was für Sie und Ihr Rechtschreibproblem.

Antworten Antworten Gast: GJS
19.06.2012 21:00
1 0

Re: Re: also ich bin

Aha, der obergescheite "Der Steuerzahler", der "denkt" hier in dieser Rubrik bestimmen zu dürfen, wer Bildung hat, intelligent oder gar ein Asozialer ist (siehe auch seine vorhergehenden Kommentare).
Mein lieber Freund, all das, was du anderen zu unterstellen versuchst, scheinst du selber zu sein. Noch dazu in hohem Maße eben deswegen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
20.06.2012 09:21
0 3

Re: Re: Re: also ich bin

Nicht "bestimmen", sondern empirisch festgestellt, dass die Orthographie des p.t. Vorposters lausig ist und die Statements auf fehlende (realpolitische) Reflexion schliessen lässt.

Ansonsten haben Sie es mir gerade furchtbar "gezeigt" - kann kaum noch meinen Kaffee trinken ... :)

...

Ui, dem hast Du's aber gezeigt.

Diese Grünen....

....haben so keine Zukunft und daher müssen sie die Vergangenheit ohne Rücksicht bekämpfen.
Das Wort Ethik nehmen diese Egoisten gerne in den Mund, aber gegenüber Anderen, ob tot oder lebend, kennen sie keine Ethik.

Gast: kannman
19.06.2012 11:11
16 0

besser

die grünen schliessen ?

zumindest aus der politik ausschliessen ?

Antworten Gast: Der Steuerzahler
19.06.2012 15:20
0 0

Re: besser

Seltsames Demokratieverständnis.

0 0

dieses 'seltsame demokratieverständnis'


leicht auffindbar bei den dunkelrot indoktrinierten grüninnen - nur so als nachdenkhilfe ...

Gast: vercingetorix
19.06.2012 07:59
11 0

Je dringender die Probleme von heute und morgen werden,

desto stärker scheint sich die österreichische Politik dem gestern und vorgestern zuzuwenden. Aber wenn er nicht so ein sensibles Thema aufgegriffen hätte, würde sich der Bekanntheitskreis eines Harald Walser wahrscheinlich auf das Ländle beschränken - reine Profilierung auf Kosten anderer.

Gast: Na und?
19.06.2012 07:34
24 0

Im Tod sind alle gleich...

Dieser menschliche Grundsatz gilt offenbar für die Grünen nicht mehr!

Wenn jetzt einem Nowotny sein Ehrengrab aberkannt und Guevara eine Büste aufgestellt wird, kommt einem als Österreich nur mehr das Speiben!

Die Grünen, die sogenannten Gutmenschen, sind sich nicht zu blöd und so feige, die Totenruhe zu stören?!?!?!

Wer wählt diese Landesverräter eigentlich noch???

3 0

diese sogenannten gutmenschen kommen mir vor, als wären sie selbst die gestörten.


Antworten Gast: Der Steuerzahler
19.06.2012 12:30
1 7

Re: Im Tod sind alle gleich...

Nachsatz: die eigentlichen "Landesverräter" waren an sich die österr. Wehrmachtssoldaten, da _diese_ für ein Großdeutsches Reich und nicht für eine eigenständige Republik "Österreich" kämpften.

Da dies aber den Wahrnehmungshorizont vieler Foreninhabitants überschreitet freue ich mich auf ein rotes Bewertungsfeuerwerk ... ;)


Antworten Antworten Gast: Antikom
28.06.2012 23:41
0 0

Re: Re: Im Tod sind alle gleich...

Stimmen Sie mit mir darin überein, dass ein Teil der sogenannten Widerstandskämpfer für einen kommunistischen Vasallenstaat Österreichs kämpfte und ihr Traum beim Putschversuch 1950 jämmerlich in die Hose ging?

Antworten Antworten Gast: auch Steuerzahler
19.06.2012 16:34
7 0

Re: Re: Im Tod sind alle gleich...

selten so einen schwachsinnigen Kommentar gelesen...

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
19.06.2012 17:20
0 3

Re: Re: Re: Im Tod sind alle gleich...

Das können Sie natürlich auch begründen.

Antworten Antworten Gast: Unabhängiger Pluralist
19.06.2012 13:46
7 0

Re: Re: Im Tod sind alle gleich...

Ich nehme an, der Herr Steuerzahler, hätte er damals in der Situation gelebt, wäre auch schön brav mitmarschiert, so wie er es ja heute auch zu tun scheint. Obwohl sie ihn ja heute nicht erschießen würden wegen Wehrdienstverweigerung, würde er den Dienst an der Waffe usw. ablehnen.
Der Herr Steuerzahler sollte es so machen wie ich: Parteilos. Konfessionslos. Keinem Verein angehörig. Keinen Wehrdienst gleistet. Aber mir niemals anmaßend, über andere zu urteilen, die vor langer Zeit in einer Diktatur leben mussten und sicherlich nicht freiwillig in den Krieg gezogen sind.
Mir sind solche Klugschwätzereien aus der heutigen Zeit heraus immer sehr suspekt. Überhaupt, wenn sie anfangen zu pauschalieren.
Und von Geschichte dürften Sie auch null Ahnung haben, sonst würden sie verstehen, warum die Mehrheit wegen des damaligen Parteien-Bürgerkrieges nicht mehr für die Erste Republik kämpfen wollte.
Aber wie soll man das auch begreifen (können), wenn man wahrscheinlich der Überzeugung ist, dass die Soldaten damals alle lustig und voller Freude an die Front gingen anstatt bei ihren Familien bleiben zu wollen und einer geregelten Arbeit nachgehen zu dürfen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
19.06.2012 15:20
0 6

"Parteilos. Konfessionslos. Keinem Verein angehörig. Keinen Wehrdienst gleistet. "

Asozialer Dauerposter?

Ansonsten: ich behaupte nirgends, dass ich besser wäre oder mich besser verhalten hätte, oder?

Fakt ist: eine demokratisch legitimierte Partei als "Landesverräter" zu dessauvouieren und gleichzeitig einen Angriffskrieg gutzuheissen zeugt nicht von hoher Intelligenz.

 
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