Wenige Tage vor Beginn der Internationalen Aids Konferenz AIDS 2010 in Wien zieht die Kindernothilfe traurige Bilanz: Noch immer kämen jährlich 400.000 HIV-infizierte Säuglinge zur Welt, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Und das, obwohl eine einfache Behandlung das Übertragungsrisiko von Mutter auf Kind auf unter zwei Prozent reduzieren könne. Auf dieses Problem hat bereits die Unicef hingewiesen und bietet eine Mutter-Kind-Box an, um schwangeren HIV-positiven Frauen in Afrika zu helfen.
"Nur 38 Prozent der betroffenen Mütter bekommen bisher die nötigen Medikamente." Das mache "auf dramatische Weise deutlich, wie weit die Weltgemeinschaft vom Millenniumsziel entfernt ist, bis 2010 allen HIV/Aids Betroffenen den Zugang zu medizinischer Behandlung zu ermöglichen", kritisierte Frank Mischo von der Kindernothilfe.
Die Übertragung im Mutterleib ist für mehr als 90 Prozent der HIV-Infektionen bei Kleinkindern verantwortlich. Im Rahmen der AIDS 2010 ruft die Kindernothilfe daher gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Aids die Bundesregierung auf, ihren Teil der UN-Vereinbarung zu erfüllen.
(APA/Red.)

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