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USA: Geheimkonten trüben Romneys Idyll

04.07.2012 | 18:10 |  Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Mitt Romney wollte als Patriarch seines Clans den Urlaub im Feriendomizil in New Hampshire zelebrieren. Doch dann tauchten 30 Millionen Dollar auf den Cayman Islands auf.

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Washington. Nicht, dass sie auf die Präsenz des prominenten Zweitwohnbesitzers Wert legen würden. Im Nordosten der USA hält man viel auf puritanische Tugenden, auf Diskretion, Ruhe und Bescheidenheit. Der Kandidat lasse sich kaum blicken, merkten Bewohner des Neuengland-Ferienortes Wolfeboro am Lake Winnipesaukee indessen mit Verwunderung an. Mitt Romney füge sich unauffällig ein, erzählten sie. Er macht nicht viel Aufhebens um sich, wenn er durch die Gegend radelt und mit den Nachbarn plaudert.

Bei den republikanischen Primaries an einem grauen Wintertag machte das Städtchen in New Hampshire nicht viel her. Ein halbes Jahr später präsentiert es sich herausgeputzt als Urlaubsidyll mit charakteristisch weißer Kirchturmspitze und weißen Holzvillen am See, und auch der Präsidentschaftskandidat ist plötzlich mit seiner Entourage in Mannschaftsstärke aufgetaucht. Im Schlepptau: Secret-Service-Beamte und eine Journalistenmeute.

Wie ein Patriarch pflegt Romney die Großfamilie in der Ferienwoche des Unabhängigkeitstags um sich zu scharen: seine Frau Ann, die fünf Söhne samt Schwiegertöchtern und die 18 Enkel. Wehe, einer der Söhne schwänzt die Woche im Feriendomizil, das die Romneys um 2,5 Mio. Dollar erwarben und das inzwischen mehr als das Dreifache wert ist.

 

Parade als patriotische Pflicht

Die Sonntagsmesse in der Mormonenkirche war für den einstigen Vorsteher eines Kirchenbezirks Pflicht, der Romney-Clan füllte den schlichten Saal zu einem Drittel. Seit die Hotelerben der Marriott-Dynastie Wolfeboro als Ferienort entdeckten, zogen gleich gesinnte, wohlhabende Mormonen-Familien nach. Dass Romney samt Gefolge bei der Parade zum Unabhängigkeitstag mitmarschieren würde, war patriotische Ehrensache. Zuweilen zerzauste der Wind die sonst sorgfältig gegelte Frisur des Ex-Gouverneurs.

Doch solche Bilder machen sich gut im Wahlkampf, und an Bildinszenierungen herrschte am Lake Winnipesaukee wahrlich kein Mangel. Mitt und Ann beim Jetskifahren, mit der Enkelschar im Motorboot oder beim Eisessen vor dem Laden „Bailey's Bubble“: Die Vorzeigefamilie zelebrierte ihr Glück bei Spiel, Sport und Spaß in aller Öffentlichkeit.

Als die Söhne noch im Teenageralter waren, begründete der Manager die Tradition der „Romney-Olympiade“, eines Mini-Triathlons. Mitt Romney hat sich nie als Athlet beschrieben, er verliert allerdings auch nicht gern. Weil er vor Jahren nur knapp vor einer Schwiegertochter als Vorletzter durchs Ziel ging und so einer Schmach entrann, sann er auf eine Ausweitung der Spiele. Seither gehören rustikalere Bewerbe wie Einschlagen von Nägeln oder Football-Weitwerfen zum Programm. Dies weckt Erinnerungen an den Kennedy-Clan und ihre Sommerurlaube in Hyannis Port oder an die Bushs in Kennbunkport, zwei exklusiven Destinationen an der Atlantikküste Neuenglands. Wolfeboros Bewohner fürchten bereits den Einfall von Touristenhorden. Man bleibt hier gern unter sich.

 

Verflechtung mit Bain Capital

Der Wahlkampf drang indes auch in Romneys Idyll. In einem Bericht kramte das Heft „Vanity Fair“ Romney-Geheimkonten von 30 Mio. Dollar auf den Cayman Islands hervor, dem Steuerparadies in der Karibik. Es zeigt die Verflechtung mit Romneys Exfirma Bain Capital auf: Die Konten, Teil von Romneys auf 250 Mio. Dollar geschätztes Vermögen, sind sind bei Tochterfirmen von Bain Capital angelegt. Aus seiner Steuererklärung geht hervor, dass Romney lediglich 15 Prozent an Steuern abgeführt hat – gemäß dem Prozentsatz für Wertpapiere. Während die Demokraten in einer Anzeigenkampagne die Praktiken der Investmentfirma und die Tendenz zur Auslagerung von Jobs ins Ausland anprangern, brütet Romney auf seinem Seegrundstück über die Wahl seines Vizepräsidentschaftskandidaten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.07.2012)

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20 Kommentare

was ist genau der vorwurf?

da der autor dieses artikels anscheinend einfach von den üblichen amerikanischen publikationen abgeschrieben hat, muss man ihm helfen, seinen konkreten vorwurf herauszuarbeiten. es sind keine geheimkonten (steuererklärung 2011) und es geht nicht um die einkommenssteuer von romney (die beläuft sich für ihn in amerika genauso wie auf den cayman islands auf ca. 15% aus wertpapiererträgen, da das weltweite einkommen besteuert wird!). es geht um seine anteile an investmentgesellschaften, die ihren sitz NICHT in amerika, sondern auf den cayman islands, schweiz, etc. haben. in amerika wird der WELTWEITE gewinn mit bis zu 35% besteuert (im unterschied zur EU und anderen ländern). um diese 35% von 30 mio geht es, die den steuerbehörden „entgehen“ und die romney „mehr verdient hat“ (da die ausschüttung nach steuern natürlich in diesem fall höher ist). juristisch einwandfrei, moralisch je nach politischer überzeugung fragwürdig. politisch wohl unklug.
der großteil seines vermögens ist in amerikanischen unternehmen angelegt (200 mio dollar, die also im Sinne der doppelbesteuerung mit 35% „corporate tax“ und mit 15% capital gain tax besteuert wird). er spendet noch einmal 15%. (hauptsächlich mormonenkirche und eine eigene stiftung - das mag sicher auch nicht jeder).
aber das verblasst ja alles gegenüber dieser bigotten selbstgerechtigkeit und zur schau getragenen freude, den 4. juli-feiertag mit seiner großen familie zu feiern, widerlich…
"fast and furios" - herr vieregge, schon gehört?

Gast: Freiheit
04.07.2012 22:32
0 3

dies zeigt aber nicht darueber hin das obama

auf jeder linie bis jetzt versagt hat. seine obamacare ist eine neue steuer. da werden sie die kleinen und mittleren firmen wirklich darueber freuen, denn die grossen haben natuerlich ausnahmeregelungen sonst waere detroit morgen bankrott. arbeitslosequote hat er auch nur reduziert ueber jobwachstum beim staat geschaft. und natuerlich hat er in 4 jahren 2x so viele schulden gemacht wie die pfeiffe bush. natuerlich sagen die linken und die rechten dies sei wegen der krise und den beiden kriegen... mmm. dass von dem wachstumspakett welches milliarden gekostet hat fast gar keine jobs geschaffen wurden und lt. unabhaengigen oekonomen (also keine links/rechte bezahlte pfeiffen) gerade mal 4% von dem geld eine wertschoepfung geschaffen haben. aber gut - in europa halten ja die meisten chavez auch fuer einen retter...... und die kirchner in argentinien fuer eine frau mit werten...... aber gut. mit der zeit zeigen alle ihr wahres gesicht und dann sind die menschen immer ueberrascht wenns boese kommt......

Gast: Hias aus Stinaz
26.06.2012 20:44
1 0

I hob imma denkt vom Mariuana stirbt ma.


Gast: Diagnose
26.06.2012 09:22
5 2

Romney war also ein Sadist .....

und ist es in seinem Innersten wohl auch geblieben. Typisch für einen Republikaner

Gast: Man erkennt sie schon an ihren Jugendsünden
26.06.2012 09:12
8 1

Romney ist ein typischer Republikaner: die Schwächeren quälen

und andere lächerlich machen.
Das ist typisch US-Republikanisch, und geht in deren Politik sehr oft ins gefährliche und politisch-kriminelle: siehe Nixon, siehe Reagan, siehe Bush, siehe Goldwater
(einstiger Präsidentschaftskandidat, der sogar Atombomben gegen Vietnam und China eingesetzt hätte, wenn er Präsident geworden wäre. Also ein gefährliche Partei, die man nur hassen kann

Re: Romney ist ein typischer Republikaner: die Schwächeren quälen

Wenn man eine Partei einfach nur grundsätzlich hasst, ist man aber auch um nichts besser. Politik sollte nicht zum Fussballspiel verkommen, wo jeder sich für ein Lager entscheidet und dann ohne Wenn und Aber das andere beschimpft.

Gast: Interessant
25.06.2012 23:05
7 2

Romney ist ein laut seiner Frau ein wilder und verrückter Mormone der auch mal gerne Homosexuelle und Tiere quält

Und da er sowohl dem Alkohol als auch den Zigaretten wie Kaffee abgeschworen hat, wird er auch unter den Wirten nicht mehr viel Freunde haben.

Re: Romney ist ein laut seiner Frau ein wilder und verrückter Mormone der auch mal gerne Homosexuelle und Tiere quält

Na und? Wenn alle so gesund leben, dann wird der Wirt halt Sportveranstalter. So weit muss man schon denken, dass nicht jeder Kandidat alles unterstützen kann.

Wau bei einer US-Wahl ist wirklich

jedes Detail wichtig wahrscheinlich wird man als nächstes nie Schnullermarke der beiden in den Medien durchkauen die sie als Säuglinge bevorzugten und anhand dessen werden sie ein psychologisches Profil der beiden Kandidaten erstellen um Unentschlossene Wähler für den jeweiligen Kandidaten zu stimmen.

Irgendwie ist man schon doch froh hier zu leben in unserem Chaotenland.

Gast: vor dem arlberg
25.06.2012 22:50
5 0

In guter Gesellschaft

Obamas Vorgänger war Säufer. Was soll's.

Re: In guter Gesellschaft

ja so hat eben jeder seinen ganz persönlichen Schlag. Das macht einen US-Präsidenten zum Glück ja wieder menschlich.

Gast: b754
25.06.2012 21:07
8 6

mobben ist halt ganz im sinne der rechten das können sie am besten


kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

da er seine Akte durch Executive Order unter Verschluss hält. Laut eigenen Aussagen ist er nicht in den USA geboren und daher auch nicht rechtmäßiger Präsident!

1 0

Vollkommen egal ob er rechtmäßig Präsident ist oder nicht, hauptsache Romney wird es nicht !


Antworten Gast: antianti
25.06.2012 20:40
8 4

Re: kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

Wenn Sie Hawaii nicht als USA bezeichnen (was einige Hawaiianer erfreuen wird), ist er das nicht.

Re: Re: kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

lesen Sie mal seine Bücher vor 2008 bevor Sie so einen Stumpfsinn reden, da steht drinnen - geboren in Kenia!

Antworten Antworten Antworten Gast: zetto
05.07.2012 10:14
0 0

Re: Re: Re: kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

Kompletter Unsinn.

Wenn man schon derartig peinliches behauptet: Quellenangabe bitte.

Antworten Antworten Antworten Gast: Stolzer Ausländer
26.06.2012 09:30
2 1

Re: Re: Re: kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

And the two Hawaiian newspapers, the Honolulu Advertiser and the Star Bulletin, which actually published an announcement regarding the birth of Barack Obama on August 4 are actually manipulated by the communists who organized a time-travel to the 21st century to find out that this baby would actually be the American president. Then they came back to 1962 and published these fake announcements. Right?
Gee... right-wingers can be such idiots sometimes...

http://whatreallyhappened.com/WRHARTICLES/obamabirth.php

Re: Re: Re: kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

Ist klar und für die meisten Republikaner ist es vollkommen in Ordnung dass er in Kenia geboren ist oder was?
Die Geburtsurkunde von Obama wurde in den USA schon genug diskutiert außer lächerlich gemacht haben sich Trump & Co damit nichts erreicht/aufgedeckt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Jorge3
26.06.2012 08:25
0 0

Re: Re: Re: kein Mensch weiss wer Obama überhaupt ist,

Laut veröffentlichtem Birth Certificate ist Barack Hussein Obama (das Kind) in Oahu, Hawaii geboren und Barack Hussein Obama (der Vater) in Kenia.

Aber ich glaube mich zu erinnern, dass es irgendwann mal hiess, dass Obama zwar nicht in den USA, aber auf einem amerik. Militärstützpunkt geboren ist - und Hawaii ist sowieso amerik. Bundesstaat, also keine Ahnung. Ist auch egal.

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