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Stronachs Neuer: Ein ESM-Gegner und "Wunderheiler"

14.08.2012 | 17:41 |   (DiePresse.com)

Seine Hände sind eigenen Angaben nach "wie Starterkabel", jetzt will er mit Stronach politisch durchstarten: Der abtrünnige SP-Mandatar Köfer im Porträt.

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Gerhard Köfer (51) ist der erste aktive Bundespolitiker, der für Frank Stronachs neue Partei in den Ring steigt. Ob er wirklich zum Zugpferd taugt, bleibt abzuwarten. Im Nationalrat ist der SP-Abgeordnete bisher als unauffälliger Hinterbänkler in Erscheinung getreten. Mediale Präsenz brachte dem Bürgermeister der Kärntner Bezirksstadt Spittal bisher nur seine missglückte Gegenkandidatur zu Peter Kaiser als Kärntner SP-Chef und seine Nebenbeschäftigung als "Energetiker". Außerdem verweigerte er zuletzt - schon ganz auf Stronach-Linie - als einziger SP-Abgeordneter dem ESM seine Zustimmung.

Köfer ist seit 1997 Spittaler Bürgermeister und sitzt seit 2006 im Nationalrat. In seinem Wahlkreis erzielte er damals 6695 Vorzugsstimmen. Überregional erstmals aufgefallen ist er durch einen Konflikt mit der damaligen SP-Frauenvorsitzenden Barbara Prammer im Jahr 2003. Diese forderte den "Genossen Köfer" auf, den "sexistischen" Internet-Auftritt seiner Gemeinde zu überarbeiten und Fotos von Frauen, "die wahrscheinlich in einen Pin-up-Kalender passen, nicht aber in den offiziellen Web-Auftritt einer Gemeinde", zu entfernen.

Ambitionen auf das Amt des Kärntner SP-Vorsitzenden wurden Köfer zwar wiederholt nachgesagt. Als er 2010 aber tatsächlich in den Ring stieg, um die Nachfolge von Reinhart Rohr an der Parteispitze anzutreten, verlief dies äußerst unglücklich: Köfer meldete seine Kandidatur an, nur um sie kurz darauf wieder zurückzuziehen. Als er sich dann beim Landesparteitag im März 2010 doch noch zum Antreten durchringen konnte, verfehlte er die zur verspäteten Kandidatur nötige Zweidrittelmehrheit.

"Meine Hände sind wie Starterkabel"

Im Parlament in Wien hinterließ Köfer bisher kaum Spuren. Von sich reden machte der Kärntner aber, als er Ende 2010 seine Begabung als "Energetiker" entdeckte ("Meine Hände sind wie Starterkabel"). Er habe festgestellt, dass er Blockaden bei anderen  öffnen und somit zur Selbstheilung des Körpers beitragen könne, sagte Köfer damals. Diese Gabe sei ihm "unerklärlich". Und heuer sorgte Köfer kurz für Schlagzeilen, als er vor der Sommerpause als einziger SP-Abgeordneter dem Euro-Schutzschirm ESM seine Zustimmung verweigerte.

Kurz danach tauchten auch die ersten Berichte auf, wonach Köfer mit einem Wechsel zu Stronach liebäugeln würde. Von ihm selbst wurde das damals noch dementiert: Der Kontakt mit Stronach gelte nur der energetischen Behandlung der Pferde des Milliardärs in Ebreichsdorf, sagte er der "Kleinen Zeitung" Mitte Juli. Noch am Dienstag in der Früh wurde er mit einem Dementi zitiert, wenige Stunden später war alles ganz anders.

Ein Gendarm aus Spittal

Gerhard Köfer wurde am 11. Februar 1961 in Spittal an der Drau geboren. Nach Abschluss der Handelsschule absolvierte er eine Maturaschule. In der Folge arbeitete er als Bankkaufmann und Gendarm. Von 1991 bis 1997 saß Köfer im Stadtrat von Spittal. 1997 wurde er direkt zum Bürgermeister gewählt, von 2004 bis 2006 war er Abgeordneter zum Kärntner Landtag. Seit 30. Oktober 2006 vertritt er die SPÖ im Nationalrat, Köfer erhielt damals in seinem Wahlkreis 6.695 Vorzugsstimmen. Bei der vorgezogenen Nationalratswahl 2008 trat er als SPÖ-Spitzenkandidat an.

(APA)

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24 Kommentare

da sind ja neben den pferden die vorliebe pin up-s und dgl

schon die nächte gemeinsamkeit und leidenschaft der beiden herren.

Gast: Fahrt ins Blaue
15.08.2012 16:53
0 0

Seine Hände sind eigenen Angaben nach "wie Starterkabel"

Eine Rote eine Schwarze und beide mit einem Querschnitt von 25 mm²?
Doch eine Frage beschäftigt nach wie vor die Wählerschaft, wer wird das Pannendreieck und wer geht als Verbandskasten?

um EFSF & ESM nicht zu mögen, muss man nicht Stronach Fan sein:

es fängt mit der MWSt an, die als lineare Steuer eine Umverteilung NACH OBEN ist
(deine MWSt Deiner Wurstsemmel finanziert die Senkung meiner Steuermillionen; ich predige Mittelstand und Leistung und werde in der Krise reich)

Auch FlatTax (Haider) fällt in diese Kategorie, wenn sie nicht durch einen MinusFixbetrag (bedingungsloses Grundeinkommen BGE) sozial gemacht wird

und EFSF/ESM funktioniert so ähnlich wie das Wegwerfen von Lebensmitteln ("um die Preise stabil zu halten" sprich hoch zu halten): da werden 1000e Millionen verschoben, um REGIERUNGEN mit Geldgewalt am Ruder zu halten (versteinern nennt man das)
aber
anstatt den MENSCHEN dort zu helfen ...

im EU operator Sprech liest sich das so: der ESM dient dazu, dass "wir"unsere" Kredite nicht in GR/PT/etc. verlieren und der EFSF ist die Versicherungspolice dafür

(EFSF soll 2013 auslaufen aber alle EU Erfahrung spricht dafür, dass der parallel weiterlaufen wird, mit irgendwelchen "Erklärungen")

tatsächlich sind EFSF & ESM (BEIDE) ein Versuch, Länder (und natürlich auch EU) als Unternehmen zu führen
-- d.h. "unnötige" Demokratie (als Hemmnis) zu "verschlanken" und Hierarchisierungen zu "straffen" --
(denn wer ein Unternehmen führt, muss zwar verbal auf Gewerkschaften eingehen aber lebt von Durchsetzung GEGEN wen auch immer)
und
exakt das wollte ja auch die "Wirtschafts"Regierung", deren Scheitern mit EFSF/ESM umgangen werden soll.

das Problem: wo ein Land wie eine Firma regiert wird, entsteht Totalismus

das Problem: wo ein Land wie eine Firma regiert wird, entsteht Totalismus

Stronachs Rolle dabei: er gehört zwar nicht zu den EU operators und er ist gegen den ESM
-- der schon wegen der ggf. unbegrenzten Nachforderungen eine Katastrophe ist --
-- auch KZ wären ja kein Problem, solange keine Insassen hineingesteckt werden ... --
aber
Stronach ist absolut unverdächtig, etwas mit Demokratie am Hut zu haben.

Österreich war für Stronach eine Enttäuschung, weil die Kugel ausfiel und die Fördermilliarden für ihn versiegten (zuletzt sagte er eine Firmengründung im Burgenland ab, weil Förderungen ausfielen)
und in der Folge überlegte er sich den Ruhestand und verkaufte alles.

Das Politgeplänkel jetzt ist eher ein Theater und eine legalisierte Parteienförderung für schwarzblau und Koalitionierer, denn wer konservative Propaganda mit Massivgeld betreibt, finanziert (den ImageWerbungsTeil) konservative(r) Wahlwerbung, ohne Spenden deklarieren zu müssen: es hat ja die eigene Partei mit eigenem Geld bezahlt ...

Und falls er es zum Abgeordneten oder Wirtschaftsminister schafft, kann er sich den Personenschutz vom Staat zahlen lassen.

Der ESM ist dabei nur der Aufhänger, und nur deshalb Feindbild weil Stronach selber nicht das Sagen im ESM hat.

fast im Gegenteil: dass in der Eurozone viele EU Beamte viele Milliarden verteilen, ist zu 90% im Interesse von Industriellen a la Stronach (weil sonst jede Regierung für sich strampelt und hinderlich ist)

nur gibts jetzt Gefahr neuer Steuern, um EFSF/ESM gut zu füllen, und DIE könnten ihm & Co wehtun ...

Angst vor Stronach & Köfer ist unnötig wie Angst vor EFSF/ESM ...

... solange solche Menschen und Mechanismen nicht MACHT über Menschen erlangen.

Angst sollten wir jedoch davor haben, nicht (rechtzeitig) zu begreifen, was uns aus diesen Richtungen blüht und noch blühen wird, d.h. aus Verträgen wie
* ESM
* EFSF und
* Lissabon
-- (und nicht aus der EU) --
sollte deshalb schnellstens ausgetreten werden, es sind Knebelverträge:
jetzt eine Entscheidung und dann permanent an diesem Nasenring herumgeführt werden ...

(Grossbritannien hat sich nicht ohne Grund der Zahlungspflicht an EuroStaaten entzogen)

am Beispiel Stronach ist am deutlichsten seit langem zu sehen, welche Dummheit es ist, Personen zu wählen (und vorauszusetzen, dass die dann tun was sie jetzt sagen) und sich deren Entscheidungen zu "unterwerfen" statt sich die Mühe machen, bei den vielen einzelnen SachEntscheidungen Argumente anzuhören und mitzubestimmen.

"Direkte" Demokratie (ist keine solche sondern) ist EIN wichtiges Element für Demokratie, wie es auch Wahlen sind.

(Demokratie kann weder gegen Minderheiten noch gegen Mehrheiten stattfinden)

Aber "istgleich" Demokratie ist das alles noch lange nicht: es ist "notwendig aber nicht hinreichend", sonst bleibt es bei der Oligarchie der Parlamente mit ein paar Herrschenden und Habenden, die allen Übrigen ein faires BGE vorenthalten und alle unter Zugzwang und Stressgehorsam knebeln, "weil ja Krise ist", oder "Kriminalität" oder wie die Modeworte eben gerade heissen ...

Gast: Lukas
15.08.2012 12:48
0 0

es denken wohl viele SPÖ-Wähler wie Köfer

der ESM-Vertrag schützt die Reichen und zockt den kleinen Mann ab. Die SPÖ wird sich warm anziehen müssen bei der nächsten Wahl...

Köfler hat sich beim ESM der Stimme enthalten...


.....und nicht dagegen gestimmt.

Naja, jeder kann das interpretieren wie er will.

Nehmen wir also zur Kenntnis,

dass nicht Stronach von Köfer energetisch behandelt wurde, sondern nur seine Pferde ;-)

Wenn man nur Geld aber wenig Ideen und keine Leute hat,

muss man jeden nehmen. Das wird eine lustige Partie ...

Antworten Gast: Wozu ist die Zensur da - zum Zensieren - zensurieren durch den Blätterwald - heissa hopsassa - zensuralllalla ....
15.08.2012 11:25
0 0

Wenn das liebe Geld nicht wäre ...

Das österreichische Wahlvolk hätte viele Voten abwurfbereit, aber leider
nur eine verzichtbar Auswahl:

Faymann, Glawischnig, Strache, Spindelegger, Bucher, Stronach

Daß Faymann der Verzichtbarste von allen ist, steht außer Debatte, aber warum
Bucher vor Stronach ?

Bucher ist persönlich sympathischer, seine Anliegen klingen glaubwürdig und
sind realistisch - ABER - sein BZÖ hat hinten und vorne kein Geld und viel zu
"dünne" personelle Resourcen für den anstehenden politischen Kraftakt.

Kurze Motivations-Hilfe, entgegen vermeintlicher Verzichtbarkeit:

Die Altparteien MÜSSEN soweit dezimiert werden, daß sie nicht mehr von der
Wahl-Arithmetik profitieren und nie mehr wieder eine Koalition eingehen
können, daß sie ihre Parteikassen nicht mehr ungeniert "auffüllen" können
und die Medien (ORF) nicht mehr in der Hand haben, DANN erst kann eine
gesunde demokratische Entwicklung platzgreifen.

Wenn F.Stronach das aus dem Stand schafft, dann ist unserem Land weit mehr
geholfen, als mit einer zwar stimmenstarken FPÖ, die aber in ähnlichem Maße
wie das BZÖ hint und vorn nicht das Zeug dazu hat, den Herkules-Akt einer
Wende durchzudrücken, woran sich sogar W.Schüssel "überhoben" hatte.

Beten wir zu Gott, daß sich der politische Wind endlich dreht und das Land
wieder mit Vernunft "beregnet" wird.

Gast: Gast2
15.08.2012 07:57
1 1

Wunderheiler und "Energetiker"

Mit Esoterik wird der Staatshaushalt sicherlich nicht saniert werden.
Ein Gendarm als "Wunderheiler"?! Das riecht doch eher nach Kurpfuscherei!

1 3

Endlich eine WAHLMÖGLICHKEIT

Viele Österreicher jammern seit Jahrzehnten, es gibt in unserer Scheindemokatie keine vernünftige Wahlmöglichkeit! Nun ist sie da! Frank STRONACH! Werden sehen wie hoch der IQ der Österreicher ist und ob sie überhaupt noch denkendes Wahlvolk sind!

Gast: tribe
15.08.2012 00:13
2 1

stronachs neuer

katastrophale optik!ein wundewuzzi und macho als "ERSTER"bei stronach.sowas will der doch selbst nicht!BEWARE OF WHAT`S AROUND;MR STRONACH!AN ELECTION CAMPAIGN IN AUSTRIA AT THIS VERY TIME SHOULD NOT BE just FUN FOR SOME ELDERLY,aka paierl...;TIMES ARE MUCH TOO SERIOUS FOR THAT KIND OF A PASSTIME:

Re: stronachs neuer

tolles englisch...wollen sie sich als spin doctor aufdrängen?

Gast: Geschäftemacher
14.08.2012 22:50
2 1

Und was versteht der "Energetiker" von der Sanierung der maroden Staatsfinanzen?

Ist er mit Stronachs 20 %iger Flat Tax einverstanden?
Wie ausgeprägt ist seine soziale Gesinnung?

2 3

Erstaunlich !

Kaum taucht der erste Mandatar für Stronach auf, der aus dem üblichen Rot-Schwarz-Sumpf ausschert, wird er von den presseförderungs- und inseratenhungrigen Zeitungen abgewatscht. Und natürlich kommen die üblichen Politikwissenschafter (ebenfalls proporzmäßig angehaucht) und behaupten, die Stronach-Partei würde nur FPÖ und BZÖ Stimmen kosten. Wie jämmerlich diese Versuche der Meinungsmache doch sind ! In Wahrheit holt sich diese Partei ihre Stimmen von der todkranken und von Korruption geschüttelten ÖVP und aktiviert Nichtwähler,die nun endlich eine brauchbare Alternative zu diesem machtgeilen rot-schwarz-blau-grünen Einheitsbrei gefunden haben.

Antworten Gast: Alter Pauker
15.08.2012 09:43
0 0

Re: Erstaunlich !

Auf den Punkt getroffen, Fipo! Dass die meisten Leser nicht merken, wie sie vom medialen Mainstream vorgeführt werden, ist ein Hauptproblem. Und wenn dann noch die österr. Neidgenossenschaft geweckt wird, könnte man auf Grund der Postings im Umkehrschuss annehmen, dass die meisten sowieso mit den etablierten Parteien zufrieden sind. (Hoffentlich habe ich mich nicht zu kompliziert ausgedrückt! - Gilt nicht für Fipo!)

0 0

Erstaunlich !


Faymanns Wirtschaftsprogramm kommt mir allerdings noch esoterischer vor:

Mit ein paar Solidaritätsformeln und dem fleißigen Drucken von Papier will er Wohlstand herbeizaubern.

Gast: Auf zu neuen Ufern
14.08.2012 21:01
5 3

ESM abgelehnt


Ah, jemand mit Rückgrat, das ist schon mal gut.

Energetiker ist übrigens ein anerkannter Beruf, würden sie wollen, dass man sie als "Journalist" in dieser Form betitelt?

Antworten Gast: sddfhdfh
15.08.2012 08:55
1 1

Re: ESM abgelehnt

Sie vergleichen aber auch Äpfel mit (energetischen) Birnen. Was kommt als nächstet? Homöopathie so wissenschaftlich belegt wie die Relativitätstheorie?

Antworten Gast: zetto
15.08.2012 08:54
1 1

Re: ESM abgelehnt

"Energetiker" ist das gleiche wie Scharlatan.
Nur weil die WKO das anerkennt und damit Beiträge kassieren kann, ist das noch lange kein anerkannter Beruf...

Gast: Renderer of service
14.08.2012 18:50
4 3

Herzliche Gratulation!

Österreich braucht ehrliche Politiker und das zeigt sich, wenn man zu seiner Überzeugung steht - viel Erfolg Hr. Köfer!

Der Rot-Schwarze Stillstand kostet

Als ehemaliger Insider einer der beiden Oberproporzparteien Österreich's weiß Herr Köfer sicherlich wo man mit den Starterkabeln am besten anpackt.

Gratulation, viel Erfolg & gutes Gelingen : )

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