Das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) als Ersatz für den Zivildienst vorgeschlagene freiwillige Sozialjahr stößt auf Kritik der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp). Denn die in Hundstorfers Modell vorgesehen Entlohnung von 1300 Euro zwölfmal jährlich würde deutlich unter dem Mindestlohn für Sozial- und Gesundheitsberufe liegen. "Uns schmeckt das gar nicht", sagte GPA-Vizechef Karl Proyer im "Standard".
Es könne nicht sein, dass Freiwillige automatisch auf dem Niveau von Hilfsdiensten eingestuft werden. Der größte Kollektivvertrag für Sozial- und Gesundheitsberufe, der 80.000 Bedienstete betrifft, legt laut GPA bereits für reine Hilfstätigkeiten eine Untergrenze von 14-mal 1.400 Euro brutto pro Monat fest. Bei qualifizierteren Jobs wie Heimhelfe in der Pflege beträgt der Mindestlohn 1.500 bis 1.600 Euro.
(APA)
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