Kairo/Reuters. Die arabischen Staaten sollten „die Ölwaffe einsetzen, um Druck auf Israel und die USA zu machen“. Mit dieser Drohung ließ der irakische Vertreter bei der Arabischen Liga, Qais al-Azzawy, am Freitag aufhorchen.
„Diese wirtschaftliche Waffe ist die stärkste, die wir haben. Wir sollten sie jetzt einsetzen, um das palästinensische Volk zu unterstützen. Denn es gibt keine einzige Militärmacht in der Region, die sich mit der israelischen messen könnte“, sagte al-Azzawy vor Journalisten am Freitag.
Sowohl Israel als auch die USA sind von Ölimporten aus der arabischen Welt abhängig.
Dass es tatsächlich dazu kommen könnte, gilt als unwahrscheinlich. Der Ruf nach einem Ölembargo gegen Israel und die Vereinigten Staaten wurde bereits bei Treffen der Arabischen Liga während der zweiten Intifada, die im September 2000 begann, mehrmals erhoben. Auch damals war das irakische Regime unter Saddam Hussein der stärkste Befürworter dieser Maßnahme. Es blieb aber immer bei einer Drohung.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.11.2012)
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