Strasser: "Habe das Wohl Österreichs mitbedacht"

03.12.2012 | 13:22 |  Hellin Sapinski (DiePresse.com)

Live-Ticker Nachlese: Ex-Minister Strasser musste erneut rechtfertigen, warum er die Behörden nicht über seine Geheimdienst-Theorie informiert hat.

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Es war der vierte Verhandlungstag im Prozess gegen den früheren VP-Innenminister und EU-Parlamentarier Ernst Strasser. Ihm wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Er soll den als Lobbyisten getarnten britischen Journalisten Jonathan Calvert und Claire Newell versprochen haben, für 100.000 Euro in ihrem Sinne auf die EU-Gesetzgebung Einfluss zu nehmen.

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Zuerst wurde Strasser zu den Videos befragt, die ihn bei Treffen mit Newell und Calvert zeigen. Der Ex-Politiker erklärte erneut, er habe erkannt, dass die beiden ihm eine Falle stellen wollten und habe den Geheimdienst hinter ihnen vermutet. „Ich habe nur mit meiner Lebensgefährtin Elisabeth darüber gesprochen. Das würde ich heute anders machen." Aber „der Geheimdienst wäre weg gewesen, wenn irgendwelche Ermittlungen wegen Bestechung begonnen hätten." Er habe stets das „Wohl Österreichs und den Schutz meiner Klienten" mitbedacht, betonte Strasser. 

Danach wurden die beiden Polizisten Bernd Bachler und Gerhard Riegler befragt. Sie hatten gegen Strasser ermittelt. Nun gaben sie an, dass bei der Sicherstellung von Strassers „relativ alten" Festplatten Daten verloren gegangen waren. Weiters betonte sie, dass Strasser seinen Geheimdienst-Verdacht erstmals Ende Juni 2010 geäußert habe. Zwei seiner Mitarbeiterinnen, die in ihrer ersten Befragung nichts über Agenten gesagt hatten, hätten zudem in späteren Einvernahmen ebenfalls die Version ihres Ex-Chefs ins Spiel gebracht. Nach wenigen Minuten wurde die Befragung der Beamten wieder beendet. „Das nächste Mal wird es ausführlicher", versprach Richter Olschak.

Auch gab Olschak bekannt, dass die beiden Journalisten nun doch noch aussagen sollen. Sie werden für den 13. Dezember geladen (--> mehr dazu).

Der Live-Bericht zum Nachlesen:

 
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181 Kommentare
 
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HaBeclin
11.12.2012 19:15
0

Lauschangriff auf das EU-Büro?

Man kann nicht sagen das er nicht weiß von was er spricht.
Die Aussage von ihm wirkt lächerlich, so eine dumme Ausrede gibt es nicht, die kann keiner erfinden.

Auch in Belgien
Marc Dutroux Todesfälle nach der Verhaftung
Laut der ZDF-Reportage Die Spur der Kinderschänder – Dutroux und die toten Zeugen[5] von 2001 verstarben während der Ermittlungszeit nach Dutroux’ Verhaftung 27 Zeugen, die im Prozess aussagen wollten. Der Staatsanwalt Hubert Massa beging im Juli 1999 Suizid. Doch konnte kein eindeutiges Motiv geklärt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die verstorbenen Zeugen umgebracht wurden, um sie zum Schweigen zu bringen

Niederösterreicher
06.12.2012 15:27
0

Die Roten sind da viel schlauer!

Die nehmen ihre angegriffenen Politiker rechtzeitig aus der Schußlinie (Inseraten-Affaire)!

PENITENTIAM AGITE
05.12.2012 17:59
5

Haaallooo! Der hat ja eine Meise! Warum wird der nicht wegen Geisteskrankheit weggesperrt?

Wenn Otto Normalverbraucher mit so Flausen daherkommt verschwindet er in Gugging!

Der Schärdinger
05.12.2012 16:35
3

Der Schärdinger

Das Problem liegt in der Verharmlosung des Wortes Korruption.
Man nennt das jetzt Beratung. Keine Firma braucht eine sog. Beratung von einem Strasser, Gorbach usw.
Man sucht nach Leuten, die sich bestechen lassen, um im Interesse einiger weniger etwas durchzuboxen, was der Allgemeinheit teuer zu stehen kommt.
Strasser ist in der ÖVP großgeworden.
Wie eine Schwalbe keinen Sommer macht, so gibt es auch nicht nur ein schwarzes Schaf in einer Herde.
Mit Nachdruck wurde er nach Brüssel geschickt um das Ö. Wahlvolk dort zu vertreten.
Wer sich von solchen Volksvertretern vertreten lassen will, der wird wieder ÖVP wählen.
Ich habe diese Partei noch nie gewählt und muss mir dadurch auch nicht vorwerfen lassen,
der Korruption Vorschub geleistet zu haben.

Antworten dadada
05.12.2012 16:40
1

Re: Der Schärdinger

wenn er krank ist könnte man ihn ja auch auf unbestimmte zeit in eine anstalt einweisen.

kranke die an paranoia leiden haben schon schlimme dinge angestellt....

viele von solchen kranken bleiben dort auch länger als im häfen....

eg
05.12.2012 16:16
0

Warum gerade Strasser?

Warum gerade Strasser, warum nicht Hr. oder Fr.PolitikerIn XY, das ist wie in Kommentaren bereits angeführt, die Schlüsselfrage an die Journalisten, haben sie von irgendwoher den Typ bekommen, - mit diesem Mann funktioniert höchstwahrscheinlich eine Bestechung, mit ihm könnten solche Geschäfte laufen, vielleicht weil sie schon vorher auch gelaufen sind?

silversurfer
05.12.2012 15:26
0

der mann hat zwei probleme :


Antworten silversurfer
05.12.2012 15:39
2

Re: der mann hat zwei probleme :

1. er "muss" einerseits seine (unabhängig vom verfahrensausgang) mit der medialen vorverurteilung jedenfalls verbundene gesellschaftliche
ächtung zu relativieren versuchen und
2. andererseits sich im verfahren möglichst "geschickt" verantworten, um einer verurteilung zu entgehen oder zumindest nur möglichst gering bestraft zu werden !
beides legitime zwecke!
nur: zweifrontenkriege (ob verschuldet oder nicht) führen gewöhnlich in den untergang !
bleibt die frage, ob sich das mitleid mit ihm in grenzen halten kann /soll (er muss ja in seiner gesellschaftlichen stellung nicht etwa bloß von einem hocker herabsteigen -- er fällt vom kirchtum herab, den er allerdings übermütig erklommen hatte)..........

piraa
05.12.2012 14:08
1

Interessant Verteidigungsstrategie

Die Strategie ist recht interessant. Hoffe für Herrn Strasser, dass er nicht wirklich so paranoid ist.

Im Prinzip stelle ich mir allerdings schon die Frage, wieso hatten es die Briten ausgerechnet auf Herrn Strasser, einen Mann aus einem nicht unbedingt wirklich wichtigen Land in der EU, abgesehen ?

Keiner soll mir erzählen, dieser Fall sei einzigartig. Also was haben wir übersehen ?
Waren da schon vorher Ungereimheiten ? Passte Herr Strasser irgend einer Gruppe nicht in den Plan ? Hat man einen Puh-Mann gebraucht, um größeres zu verdecken ?

An Zufälle will ich persönlich nicht glauben.

Antworten Gott Kupfer
06.12.2012 05:52
0

Re: Interessant Verteidigungsstrategie

Das Wort "Puh-Mann" find ich in diesem Zusammenhang sehr gut, bei dem englischen Geschwafel ...

:)

trust12
05.12.2012 10:53
0

wenn man seine Mitarbeiter

mit diesen "Lauschangriff Unsinn" zur max. Verschwiegenheit bewegen kann, hat man selbst max. Gestaltungsspielraum.
hier sollte alles Untersucht werden.

Antworten Gott Kupfer
06.12.2012 05:53
0

Re: wenn man seine Mitarbeiter

Korrekt, und eine Absicherung IF shit hits the fan!

buhbuh
05.12.2012 10:15
9

glaubt der wirklich, was er da erzählt,

muss man ihn dringend aus dem Verkehr ziehen, wenn nicht , er also nur lügen sollte, dann erst recht.

Antworten Thunfischsteak
05.12.2012 10:41
10

Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

korrekt! entweder häfn wegen korruption oder steinhof wegen offener psychose. die qual der wahl

Antworten Antworten Gott Kupfer
06.12.2012 05:57
0

Re: Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

glaub ich nicht! die geheimdienst geschichte wird zweifel aufbringen!

und eine psychose oder stoerung der persoenlichkeitsstruktur ist bei einem politiker kein grund fuer eine psychiatrie, sondern eher ein grund fuer einen vorderen listenplatz! sehen sie sich einfach die gruenInnen auf den ersten listenplaetzen an, das ist der beweis! ;-))

Antworten Antworten michaelagabriel
05.12.2012 14:51
1

Re: Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

Vorverurteilung, unsachliche Postings,
Sie sollten sich besser ins MITTELALTER BEGEBEN, da hätten Sie als grauslicher Hexenverbrenner sicherlich Karriere gemacht. Mich widern derartige Typen mittlerweile so was von an. Pfuiiii!!!

Antworten Antworten Antworten ambart47
05.12.2012 18:58
2

KEINE ANGST!

Weder der Häfn noch Steinhof ist ein Scheiterhaufen! Da läßt es sich ganz bequem leben ...

Antworten Antworten michaelagabriel
05.12.2012 14:51
1

Re: Re: glaubt der wirklich, was er da erzählt,

Vorverurteilung, unsachliche Postings,
Sie sollten sich besser ins MITTELALTER BEGEBEN, da hätten Sie als grauslicher Hexenverbrenner sicherlich Karriere gemacht. Mich widern derartige Typen mittlerweile so was von an. Pfuiiii!!!

kritikismus
05.12.2012 09:36
2

Berufsverfehlung

Ein klassischer Fall von Berufsverfehlung. Der Mann hätte Schauspieler werden sollen.

Antworten Kontrahent
05.12.2012 12:11
1

Re: Berufsverfehlung

Naja, wenns auch ein T. Schweiger mit seinem Genuschel dazu brachte, warum er nicht?;-)

Antworten Kontrahent
05.12.2012 12:09
0

Re: Berufsverfehlung

Naja, wenns auch ein T. Schweiger mit seinem Genuschel dazu brachte, warum er nicht?;-)

Antworten ServusMiteinend
05.12.2012 10:17
0

Re: Berufsverfehlung

Und die Journalisten V-Männer des Geheimdienstes ....

eumlinger
05.12.2012 09:20
1

wenn dieser Mann glimpflich davon kommt

seid vorsichtig wie ihr diesen Mann behandelt.
Wir wollen nichts mehr von seinen lächerlichen Gründen hören.
Er soll endlich Verurteilt werden.

parapente
05.12.2012 09:04
8

Strasser:

Lügenbaron - oder Irrer??

Antworten Gott Kupfer
06.12.2012 05:57
0

Re: Strasser:

Politiker! Wo ist der Unterschied?

Christian Bloyer
05.12.2012 09:01
2

Also wenn ich`s halbwegs verstanden habe,

dann sollte der Gute,bei / in der für die EU bestimmten Anlegerschutzbestimmung & irgend etwas in Angelegenheit Elektroschrottverordnung beeinflussen bzw Änderungen herbeizuführen (versuchen).

Jetzt frage ich mich,wie kommt er auf die Vermutung,dass ihn mal der russische,dann der US Geheimdienst ans Zeug wollte, um zB das Swift Abkommen (Bankdatenaustausch EU-USA) bei ihm auszuspionieren,wenn es doch in der Sache Anlegerschutz / Elektroschrott ging/geht?

Hääää? Wie soll das zusammen passen?

Verwirrte,deppate Agenten? Sprachprobleme?Hörprobleme?Substanzen eingeworfen dadurch allgemeine Auffassungsprobleme?Sphärische elektronische Störwellen?Hypnose?



 
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