Neben Geld wurden auch rote Personalaktien verspekuliert

21.12.2012 | 18:42 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Die SPÖ geht nicht nur ramponiert in eine Landtagswahl: Mit Gabi Burgstaller und Vize David Brenner wurden zwei Bundeshoffnungen zerstört.

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Salzburg. Es ist zum Weinen: Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) war in der Vorwoche zu Tränen gerührt, als sie sich bei den Bürgern dafür entschuldigte, dass von der von ihr geführten Landesregierung bis zu 340 Millionen Euro Steuergeld bei riskanten Finanzspekulationen verspekuliert wurden. Die Tränen müssen auch eingefleischten Genossen kommen: Das Finanzfiasko kostet nicht nur Burgstallers Stellvertreter Finanzlandesrat David Brenner (SPÖ) den Kopf, sondern bringt auch die rote Landeschefin im Wahlkampf für die Landtagswahl im Frühjahr 2013 arg in die Defensive. Neben Millionen in Salzburg sind auf einen Schlag freilich auch gleich zwei rote Hoffnungsträger für Spitzenfunktionen im Bund von Ministerämtern bis zur ersten weiblichen Bundeskanzlerin in Österreich perdu.

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Denn der klaren roten Nummer eins in Salzburg, Burgstaller, wurden ebenso ausgezeichnete Chancen innerhalb der Sozialdemokratie auf höchste Posten in der Bundespolitik zugetraut wie der bisherigen Nummer zwei in Salzburg, Brenner. Die Landes-SPÖ steht ohne logischen Nachfolger da. Weil sich keine personelle Alternative anbietet, muss die angeschlagene Landeshauptfrau im Frühjahr 2013 in die um ein Jahr vorgezogene Landtagswahl gehen.

Nachdem der SPÖ mit Burgstaller 2004 erstmals seit 1945 der Sturz der ÖVP vom Landeshauptmannsessel gelungen war, bekam das Strahle-Image der leutseligen früheren Arbeiterkammer-Juristin wegen der SPÖ-Verluste Kratzer. Der Strahlkraft der „roten Gabi“ tat dies bundesweit wenig Abbruch.

In der SPÖ überdeckte sie das altgediente, brave Funktionärsfußvolk. Bei bürgerlich-urbanen Wählern konnte sie ebenso reüssieren wie bei den Jungen. Ihre Stärken wurden zugleich zur größten Gefahr für Burgstaller: Denn Werner Faymann und sein Umfeld verfolgten mit zunehmend größerem Argwohn das Treiben der Salzburger Landeshauptfrau.

Burgstallers größte Schwäche hat sich bei der Finanzaffäre ganz deutlich gezeigt. Ihre einnehmende Art hat in acht Jahren als Landeshauptfrau meist verdeckt, dass konsequentes Verfolgen von Zielen nicht ihre Stärke ist. Auch ihre Vorstöße als rote Querdenkerin etwa zur Einführung von Studiengebühren sind irgendwo auf der Strecke zwischen Salzburg und Wien stecken geblieben.

Wahlkampf ist freilich eine eigene politische Welt. Das lässt viele Genossen nach wie vor hoffen, dass sich ÖVP-Landeschef Wilfried Haslauer mit der Erwartung, bei Neuwahlen Platz eins zurückzuerobern, ebenfalls verspekuliert hat.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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172 Kommentare
 
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Sie verweigert immer noch die Übernahme der Verantwortung!

Wenn die Gabi und ihre Freunde nicht die Konsequenzen ziehen, müssen eben dies die Wähler bei der nächsten Wahl tun. Nur wen wählen? Rot-Schwarz-Grün ist nicht mehr wählbar, und was nun?
Die negativen Folgen dieser Inkompetenz sind offenbar größer als angenommen.

das sind eh nur € 2.600,- pro Salzburger Familie

bei 4 Personen

Höhö....

Das glaubst du nur, mein Lieber...

Rücktritt als einzige Zukunftsoption

Der Landeshauptmann(Frau) steht der jeweiligen Landesregierung vor. In seiner Verantwortung ist es, die Regierungskolleg/Innen zu führen, nach außen zu vertreten und zu koordinieren.
Die gesamte Salzburger Landesregierung hat kläglich versagt. Sie ist für die Wähler/Innen nicht mehr akzeptabel. Über diesen Umstand helfen auch keine Tränen und Entschuldigungen hinweg.
Frau Burgstaller, auch Ihre Tage sind zu Ende. Als Konsequenz bleibt ihnen politisch daher nur mehr ein sofortiger Rücktritt als Zukunftsweg übrig!

Wir brauchen eine neue Regierung in Österreich

Eine Islamische

Erwin, wo hast Du die Milliarde ?


Wenn diese Frau alles ist, was die SPÖ aufzubieten hat,

ist das für die Sozialisten ein Armutszeugnis.

wenn fyaman der fpö beitritt

haben wir eine win win situation
der faymann ist kein BK mehr nur ein Durchschnittssurm von der FPö
und die fpö wird nicht stimmenstärkste partei.
aber der herr bk fayman könnte ja ga nicht die sozialistischen Ideale verraten
denn er kennt sie ja gar nicht.

winkler der wirrkopf,

wer hat geld verschleudert doch nicht der Jörg der hat seine landsleute leben lassen die anderen verzocken es das ist der Unterschied ihr Banausen

Die SP hat voll kompetenzorientert spekuliert.


Liebe Gabi!

unter deiner Ära, wurden Milliarden verzockt! du kommst nicht vor Gericht! Du bist, wie alle anderen Politiker unschuldig, also keine Angst, du kommst nicht in den Knast, obwohl Du reif dafür wärst!

Denn es gibt nichts auf Tonband und Du bist nicht von der ÖVP!!!

Burgstaller und Brenner=

www.ich habe nie etwas gewusst.at

Liebe Gabi, deine Arroganz zu diesem Thema, ist genauso wie die Dummheit Deines Chefs, Faymann, hattet Ihr den gleichen Lehrer???

Zum Glück weiß die mündige BürgerIn dass das alles nur Lügen sind!

Schuld ist alleine die ÖVP.
Ist eine historische Tatsache.
Und für die Dauerunfähigkeit der Beamten, die allesamt Schwarze sind, kann die Frau Dr. Burgstaller auch nichts. Die hat sie auch von den Schwarzen unter dem unfähigen Haslauer senior geerbt.

Re: Zum Glück weiß die mündige BürgerIn dass das alles nur Lügen sind!

burgstaller hätte sich über das finanzgebahren bei amtsantritt einen überblick verschaffen müssen. falls nicht grob fahrlässig und sie hat die politischen konsequenzen zu tragen. falls ja und sie hat nichts dagegen unternommen war sie mit spekulationsgeschäften einverstanden und auch dann hat sie die konsequenzen zu tragen

Beide Parteien .....

SPÖ und ÖVP sowie ihre Handlanger-Organisationen FPÖ und Grüne sind nicht mehr wählbar. Eine neue Kraft gehört her, die diesen Saustall ausmistet und die derzeit handelnden Personen mit dem nassen Fetzen verjagt !

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die ahnungslosigkeit der roten in wirtschaftsfragen wird nur noch durch die wirtschaftsfeindlichkeit der grünen getoppt.




Re: die ahnungslosigkeit der roten in wirtschaftsfragen wird nur noch durch die wirtschaftsfeindlichkeit der grünen getoppt.

Mit dieser obskuren Meinung stehen Sie aber absolut alleine da.
Das wissen Sie schon.

Re: Re: die ahnungslosigkeit der roten in wirtschaftsfragen wird nur noch durch die wirtschaftsfeindlichkeit der grünen getoppt.

Dass Genossen und Grüne keine Ahnung vom Wirtschaften haben erfährt man jeden Tag.Unter Führung der Grünen ist sogar ein Studentenlokal nach 6 Monaten pleite gegengen.Die Pleiten der Genossen aus der Veregangenheit gehen in die Milliarden!!


Faymann, Burgstaller, Pröll, Berlusconi,

man wird sehen, was die Wahlen bringen. Vor allem wird man sehen, ob die Demokratie noch was taugt.

Gabi ist jhalt nur ein Bauernweibi

besser wäre es sie geht auf den bauernhof zurück von dort kommt sie her, aber sie verfolgt ahlt die ziele nicht und das ist tödlich als Politiker

Re: Gabi ist jhalt nur ein Bauernweibi

Das "Wirtschaften" hat sie ja als Mitarbeiterin der Arbeiterkammer erlernt.Wirtschaften war eben nie eine Stärke der Genossen und Grünen.Geldverteilen und Schulden auf Kosten zukünftiger Generationen machen das ist können sie am besten.

Re: Gabi ist jhalt nur ein Bauernweibi


Aber vorher noch in das Knasti!


Ja, ein Pennystock

Jetzt möchten sie sogar ein Spekulationsverbot in der Verfassung.

Wenn das so weiter geht, steht bald das ganze Strafrecht in der Verfassung.

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Re: Ja, ein Pennystock

den Sozen fällt es bekanntlich schwer zwischen mein und dein zu unterscheiden. Sie wollen nur das Geld der anderen. In einer Ganztagschule könnten sie vielleicht einmal Anständigkeit lernen...?

Brenner und Burgstaller

sind also Personalaktien.

Geht´s noch ?

 
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