Für angehende Studenten mit dem Wunschberuf "Arzt" wurde es am Freitag wieder Ernst: An den medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz standen die Aufnahmetests für das Medizinstudium auf dem Programm.
5.859 von den ursprünglich rund 7.500 angemeldeten Kandidaten traten an, um einen der 1.500 Plätze zu ergattern. Wie bereits in den Vorjahren nahmen wieder mehr Frauen als Männer an dem Test teil.
Wien: 2.876 Bewerber für 740 Plätze
In Wien traten 2.876 von den rund 4.200 angemeldeten Anwärtern an. 740 Plätze werden vergeben. Unter den ursprünglich 4.196 angemeldeten Teilnehmern stammen 2.808 aus Österreich (67 Prozent), 1.216 aus Deutschland (29 Prozent), 68 aus der restlichen EU (zwei Prozent) und 104 aus dem Nicht-EU-Ausland (drei Prozent). Der Frauenanteil lag in der Gesamtbetrachtung bei 58,9 Prozent.
Unter den österreichischen Kandidaten gab es einen deutlichen Überhang von Frauen (60 Prozent) gegenüber 40 Prozent männlicher Kandidaten. Unter den Anwärtern aus anderen EU-Staaten waren es 57 gegenüber 43 Prozent, unter jenen aus Nicht-EU-Ländern 53,8 gegenüber 46,2 Prozent.
In den vergangenen Jahren schnitten Frauen bei dem Test schlechter ab als Männer: Dieses österreich-spezifische Phänomen hat seine Ursache Experten zufolge in unterschiedlichen Beurteilungs-Kriterien in der Schule.
In Graz erschienen 925 Bewerber (davon 170 aus dem Ausland), die um 360 Plätze rittern. In Innsbruck kämpften 2.058 Personen um 400 Studeinpläzte.
Eine vor zwei Jahren erlassene Quotenregelung sieht vor, 75 Prozent der verfügbaren Studienplätze an Österreicher oder jene Bewerber mit einem gleichgestellten Reifezeugnis (Südtirol, Liechtenstein, Luxemburg) zu vergeben. 20 Prozent entfallen auf Studierende mit anderen EU-Reifezeugnissen, fünf Prozent an Bewerber aus allen anderen Ländern.
(Ag./Red.)



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