26.05.2012 00:49 | Meine Presse Merkliste 0

Steiermark: SPÖ verteidigt Macht, FPÖ in der Regierung

26.09.2010 | 18:52 |   (DiePresse.com)

Bei der steirischen Landtagswahl hat sich die SPÖ knapp gegen die ÖVP durchgesetzt. Die FPÖ gewinnt stark dazu, die Grünen leicht. Die KPÖ schafft den Einzug in den Landtag, das BZÖ nicht.

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Der steirische SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves hat den ersten Platz seiner Partei in der grünen Mark verteidigt. Die Sozialdemokraten kommen nach dem vorläufigen Endergebnis der Landtagswahl vom Sonntag auf 38,4 Prozent. Die ÖVP unter Hermann Schützenhöfer erreicht 37,1 Prozent. Für beide Parteien bedeutet das Ergebnis ein leichtes Minus gegenüber der letzten Wahl im Jahr 2005.

Die FPÖ kann ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln: Sie kommt auf 10,8 Prozent. Damit zieht die Partei wegen des Proporz-Systems auch automatisch in die Landesregierung ein.

Die Grünen verzeichnen einen schwachen Zugewinn: Sie erreichen 5,2 Prozent. Das Ziel, einen Sitz in der Regierung zu erobern, verpassen die Grünen deutlich.

Die KPÖ kann mit 4,4 Prozent den bei der letzten Wahl erreichten dritten Platz nicht verteidigen. Sie schafft aber den Einzug in den Landtag. Das BZÖ verpasst mit 3 Prozent dieses Ziel.

Vorläufiges Endergebnis
Wahldiagramm
Beschreibung

Die Wahlbeteiligung liegt mit 64 Prozent niedriger als bei der letzten Wahl. Das könnte sich durch die Wahlkarten aber noch ändern.

Die Wahlkarten werden erst am 28. September und 4. Oktober ausgezählt. Rein rechnerisch könnte dadurch noch ein Mandat bewegt werden. Hochrechnern zufolge ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass die Briefwähler der ÖVP noch zu Platz eins verhelfen könnten.

FPÖ als Königsmacher?

Die FPÖ hat in der künftigen Regierung einen Sitz, SPÖ und ÖVP jeweils vier. Die Freiheitlichen unter Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann könnten damit zum Königsmacher werden.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ließ offen, wen die Landes-Partei zum Landeshauptmann wählen wird. Allerdings haben ÖVP und FPÖ mit zusammen 28 Mandataren keine Mehrheit im 56 Sitze umfassenden Landtag.

Weder SPÖ noch ÖVP hatten im Vorfeld der Wahl eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen ausgeschlossen. Voves ließ sich auch am Wahlabend alle Optionen offen. Vor der Wien-Wahl am 10. Oktober wird er dazu aber vermutlich keine Entscheidung treffen, schließlich wäre  Rot-Blau ein gefundenes Fressen für die dortige VP-Spitzenkandidatin Christine Marek.

Auswirkungen auf Wien und Bund

Nicht nur wegen einer möglichen Koalition mit der FPÖ blickte man bei den Wiener Landesparteien am Wahlabend gespannt in Richtung Steiermark. Vor allem bei den Freiheitlichen sahen die Meinungsforscher das Abschneiden in der Steiermark auch als Indikator für den Erfolg in der Hauptstadt.

Auch für die Bundesparteien ist die Steiermark-Wahl von großer Bedeutung. SP-Chef Werner Faymann hat nach einer langen Serie von Niederlagen bei Landtagswahlen dringend einen Erfolg gebraucht. Er sprach am Sonntag von einem "großartigen Ergebnis, mit dem vor einigen Monaten niemand gerechnet hat". Das knappe Ergebnis dürfte den Jubel aber etwas trüben. 

Für die ÖVP hätte die Rückeroberung der Steiermark auch eine Rückeroberung der Vormachtstellung in den Ländern bedeutet. Derzeit gibt es ja vier rote und vier schwarze Landeshauptleute (und einen von der FPK) - aller Voraussicht nach bleibt diese Aufteilung auch in Zukunft erhalten. VP-Chef Josef Pröll lobte am Wahlabend den steirischen Landesparteichef dennoch dafür, "aus einer zerstrittenen ÖVP wieder ein Siegerteam" gemacht zu haben.

Politologen glauben, dass die Wahl auch Auswirkungen auf die Koalition im Bund haben könnte. Alles außer rot-schwarz in der Steiermark sei "Zündstoff" für die Koalition, sagte etwa Politikberater Thomas Hofer.

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(kron)

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529 Kommentare
 
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Gast: Berd
05.10.2010 22:37
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Voves a Flipper

Von Häupl aus Wien hot da Voves spundes.

Voves du wüst a Wüst a Landeshauptmann sei.

Da Voves es Hundal da Häupl des Herrli. i pocks ned. Das nennt man Weichei!

Bei rot und schworz hätt eh kana wöhl müssn

Gast: Lukas
02.10.2010 12:32
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das Beste für die ÖVP wäre rot-blau

SPÖVP ist das Schlechteste, was Österreich passieren kann. Der Filz der rotschwarzen Polit-Mafia scheint aber unzerstörbar...

Gast: Trafikant
01.10.2010 19:13
0 0

schwarz und blau ist farblich gemischt nicht schön anzusehen

ÖVP-FPÖ wäre sicher viel schlimmer für die Steiermark. Erinnern wir uns nur an die desaströse Lachnummer ''Schüssel I und II'' und die Resultate für Republik.

Steirer
30.09.2010 18:54
0 0

Schlimmer als mit der ÖVP kann es nicht werden

Natürlich bin auch ich skeptisch. Die ÖVP betrieb 5 Jahre eine Permanentwahlkampf mit allen Mitteln. Sie schreckten auch nicht vor privaten Unterstellungen zurück. In einer grazer Gratiszeitung gab es ein Inserat in der das angeblich zu große Haus von Voves kritisiert wurde, mit dem Hinweis dass das möglichweise aus der Stiftung finanziert wurde. Dreckiger geht es wohl nimmer.

0 0

"rot-blaue Übereinkunft"?

Wenn zwei Parteien, die sehr gut zusammenpassen, wenn auch die SPÖ ihre Fremdenfeindlichkeit durch ihre Politiker nicht so deutlich zum Ausdruck bringt (viele Wähler beider denken aber ganz anders!), sich nicht auf eine Koalition ((lat. coalitio ‚ Vereinigung, Zusammenschluss, Zusammenkunft) einlassen, sondern auf eine Übereinkunft, dann ist das nicht nur verlogen, sondern auch feige. Es führen beide Varianten zum gleichen Ziel, ob als Liebes- oder Zweckheirat: die Steiermark noch mehr strukturell zu zerstören, Parteivermögen steuerschonend in Stiftungen zu parken und weiterhin alle Wähler für dumm zu erklären. Wiederholungstäter.

0 0

So bestraft die SPÖ

ihre eigenen Sozialdemokraten, die diesmal (und auch schon mehrfach) die FPÖ gewählt haben. Weil die SPÖ Angst vor den sehr unscharfen Trennlinien zwischen SPÖ und FPÖ und vom sehr großen gemeinsamen Nenner der rot- und blau-sozialistischen Wähler hat. Interessant ist, wenn man diese beiden Farben vermengt, kommt was heraus?
Statt zur inhaltlichen und politischen Abgrenzung greift man lieber zur mechanischen Ausgrenzung!

Hilflos, nicht? Fast herzig!


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Die SPOE und auch OEVP sollen nicht vergessen

dass hinter der FPOE Wähler stehen, die bei anderen Wahlen eventuell SPOE oder OEVP wählen. Wenn sie die FPOE ausgrenzen, grenzen sie diese Wähler aus oder wollen sie bevormunden. Das kommt nicht gut an. Daher ist die FPOE genauso zu akzeptieren, wie jede andere Partei.

Gast: eingemischter
29.09.2010 17:05
0 0

den faymann kann das ganze im grund

wenig scheren, der hat ausgesorgt samt seiner alten - die pfründe ist den beiden so oder so sicher - zwei echte sozis von neuem schrott und korn

Gast: BlauerWiener
29.09.2010 16:09
0 0

Freundschaft, Franz Voves!

Was mischt sich der Häupl in innersteirische Angelegenheiten ein??

fireone
29.09.2010 13:51
0 0

UHBM

soll sich um Wien und seine Bürger kümmern. Dann muß er auch keine Angst vor den, ach so rechtsradikalen, Blauen haben.

Iason
29.09.2010 11:38
0 0

Dumm gelaufen für die ÖVP

auch mit den Blauen geht sich keine Mehrheit mehr aus.
Wie wäre es einmal mit der Oppositionsrolle?

Ein wenig zusätzlicher Sozialismus in der Steiermark, würde die Wähler schon aufrütteln.

Gast: gast
29.09.2010 11:21
0 0

Wäre schön

wenn Voves auf sich selber hört und die FPö als Partner nimmt.

Allles andere ist Ausgrenzung das Ärger nimmer geht....

Antworten Gast: wildwings
29.09.2010 13:04
0 0

Re: Wäre schön

Das wäre ein interessantes Experiment mit vielen Chancen und Risken für beide. Nur werden dann die Linksradikalen einen Muskelkater vom N*** - Keule schwingen bekommen ...

Gast: FOX
29.09.2010 11:02
0 0

Die Bundes-SPÖ unter Faymann ist ein typischer Fall ...

... dass Ideologie über die Wünsche der Bevölkerung gestellt wird. Im Jahr 2010 ist solch ein Denken einfach nur erbärmlich!

Gast: Bürge(r) & Zahler ltd.
29.09.2010 10:45
0 0

@ Major Nagl

Bitte verabschieden sie sich von den grünen Fantasten. Hier haben sich unheilige Allianzen entwickelt. Firmen, die jeden Auftrag ausführen, demgemäß auch den Auftrag Löcher zu bohren und wieder zuzuschütten und grünen Fantasten, die die Initialzündung geben. Nach außen scheint alles klar. In Wahrheit wird der Bürger gepflanzt. Loch auf, Loch zu, Taferl auf , Taferl ab. Bauten ohne Multiplikationsfaktor dienen nur dem Bauuftragnehmer, belasten aber das Gesamtgefüge enorm. Was der volkswirtschaftliche Nutzen des HBF Umbaues sein soll, wird niemand stichhaltig erklären können. Übliches Architektengesäusel reicht nicht um Steuermilliarden zu verplempern.

Gast: VernunfTiger
29.09.2010 08:59
0 0

Realitäten

Demokratie heißt offensichtlich, dass sich 2 Parteien trotz massiver Stimmenverluste (von der sinkenden Wahlbeteiligung gar nicht zu reden) als Sieger feiern lassen und immerhin 11% der Wähler als "rechte Spinner" bezeichnet werden.
Egal ob das jetzt gut ist oder nicht - der Abstand zwischen 37-38% und 10,7% der Wähler ist gar nicht so viel.
Fragen sie sich einmal WARUM das blau-orangene Lager seit Jahren zunimmt während Rot/Schwarz gleichzeitig ständig verliert. Solange die (realen oder geschürten) Ängste der eigentlichen Mehrheit (die politverdrossenen Nicht- bzw. Protestwähler) ignoriert werden, wird sich dieser Trend fortsetzen.
Und dabei ist Österreich keine Ausnahme: Die Nationalisten Europas sind eine wachsende Gegenbewegung zu orientierungslosen, entscheidungsschwachen sozialistisch-konservativen Führungsschichten der letzten Jahrzehnte. Diese weiterhin unbeachtet zu lassen zeugt von geradezu sträflicher Ignoranz...

Antworten fireone
03.10.2010 17:48
0 0

Re: Realitäten

Besser hätt ich es auch nicht formuliern können.....BRAVO!!!!

Antworten Scaurus
29.09.2010 10:42
0 0

Re: Realitäten

Etwas Kurz(mann)sichtig Ihre Erwähnung massiver Stimmenverluste - oder in Anbetracht der letzten 10 Jahre: Wer tief fällt kann wieder hoch rauskraxeln.

Antworten Antworten fireone
03.10.2010 17:49
0 0

Re: Re: Realitäten

Der AUfstieg ist aber weit mühsamer als der Fall.

0 0

Re: Re: Realitäten

Der Aufstieg wird aber richtig hart werden, denn beide sind noch gar nicht unten angekommen. Da gehts noch ein bisschen weiter runter

Antworten Antworten Gast: wildwings
29.09.2010 10:56
0 0

Re: Re: Realitäten

Wenn Sie das so sehen: was sagen sie dazu, dass die Bundes-SPÖ mal über 50 Prozent hatte und mittlerweile bei 29 Prozent liegt?

Antworten Antworten Antworten Scaurus
29.09.2010 12:56
0 0

Re: Re: Re: Realitäten

Okay, zur Steiermark, auch wenn sie gerne, abweichend vom Artikel, FPÖ-Steiermark mit der Bundes-SPÖ vergleichen würden:

FPÖ + BZÖ haben in der Steiermark von 1995 bis 2005 MASSIV verloren und stehen jetzt, wieder erholt, bei ca. 80% des Ergebnisses von 1995. Die SPÖ hält bei etwa 7% über dem Ergebnis vom 1995. Das recht starke Abschneiden der Roten 2005 ist vor allem auf einige wenige Faktoren zurückzuführen, besonders erwähnenswert: Knittelfeld, Hirschmann, Herberstein. Diese wurden bei der letzten Wahl durch den Landeshauptmann-Bonus ersetzt.

Fazit: Eine knappe und spannende Entscheidung zwischen SPÖ und ÖVP, die FPÖ schafft es, ihre Stimmen mehr als zu verdoppeln. Jedoch schafft sie dies nur relativ zu einem Minimalergebnis der letzten Wahl und erreicht damit auch nur ihr 6. bestes Ergebnis seit 1949 in der Steiermark.

Die Ergebnisse der Bundespartein können Sie, lieber Gast: wildwings, gerne selbst interpretieren, oder sie wahrten auf die nächsten Nationalratswahlen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: wildwings
29.09.2010 13:09
0 0

Re: Re: Re: Re: Realitäten

Schon klar was Sie meinen. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass oft das Schlechtreden der FPÖ System hat. Natürlich ist Voves meiner Meinung nach auch Sieger.

Antworten Antworten Antworten Gast: jetzt gast
29.09.2010 11:30
0 0

Re: Re: Re: Realitäten

Und was sagen sie dazu das die Nazionalsozialisten einmal 100% hatten?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: wildwings
29.09.2010 13:02
0 1

Re: Re: Re: Re: Realitäten

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