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Häupl warnt Voves vor Koalition

26.09.2010 | 18:59 |  ULRIKE WEISER UND RAINER NOWAK (Die Presse)

Die Wiener SPÖ wird den Sieg der steirischen Freiheitlichen zur Mobilisierung nutzen.

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Wien. Wie wird sich das Ergebnis der steirischen Wahl auf jene in Wien auswirken? Darüber grübeln vor allem die Wahlkampfstrategen der Wiener SPÖ seit Monaten. Nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen stand am Abend der Sieg der SPÖ fest. Der Wiener Bürgermeister Häupl gratulierte. Allerdings lässt sich auch leicht ausrechnen: Ein Verlust des Landeshauptmanns in der Steiermark an die ÖVP hätte die SPÖ-Wähler aufgeschreckt und einen Mobilisierungsschub bedeutet.

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Doch jenseits dieser Sandkasten-Überlegungen ist eines klar: Der Erfolg der steirischen Freiheitlichen wird der Wiener SPÖ Argumente für ihre wichtigste Wahlkampfbotschaft geben, die ihnen US-Berater Stanley Greenberg vorgegeben hat: Die FPÖ von Heinz-Christian Strache muss gestoppt werden. Zwar liegt die steirische FPÖ mit derzeit 10,8 Prozent weit hinter den Erwartungen der Wiener Kollegen (20 Prozent plus), allerdings konnten die Blauen in der Steiermark ihr mageres Ergebnis nach der Spaltung im Jahr 2005 verdoppeln und schaffen damit den proporzgemäßen Einzug in die Landesregierung.

In Richtung der eigenen Partei warnte Häupl deutlich: Jeder, der glaube, mit einer FPÖ, die das Minarett-Spiel veröffentlicht habe, einen gemeinsamen Nenner zu finden, „dem kann ich nicht helfen". Eine Koalition halte er „schlicht für unmöglich." Wohl auch weil eine steirische rot-blaue Liaison für Wien verheerend wäre.

Die Wiener SPÖ wird vielmehr versuchen, ein anderes Szenario heraufzubeschwören, das im roten Wien immer gezogen hat: das Feindbild Schwarz-Blau. Ganz egal, was der steirische VP-Chef Hermann Schützenhofer gesagt hat und sagen wird, die Wiener SP-Stadträte werden eine mögliche Kooperation der beiden Parteien ins Spiel bringen - und wärmen dabei dezent die alte Abneigung vieler Links-Wähler gegen die Wenderegierung Wolfgang Schüssels auf.

Weshalb die Wiener ÖVP-Spitzenkandidatin Christine Marek gegenüber der „Presse" wiederum eine mögliche Achse SPÖ-FPÖ betont: Sie finde es angesichts Häupls strikter Linie erstaunlich, dass der steirische SP-Chef Voves eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen in den Bereich des Möglichen stelle. Und sie will sogar für Wien Rot-Blau nicht ausschließen. Für die Wiener ÖVP bedeute das Steiermark-Ergebnis, dass man die SPÖ-Vormacht brechen könne.

Was das Ergebnis für die FPÖ bedeutet, steht fest: Sie profitiert. Dass sie trotz scharfer Kritik am Wahlkampfstil (Minarett-Spiel) zugelegt hat, wird der Wiener FP vor Augen halten: Scharfmachen hilft. Gleichzeitig darf sich Strache als „Zünglein an der Waage" fühlen. Das Maria Vassilakou, die Wiener Grünen-Chefin, auch gerne wäre: Die Wahl habe gezeigt, sagt sie, dass es um Richtungsentscheidungen gehe: „Grüne und FPÖ sind die Einzigen, die dazugewinnen." Ansonsten sieht sie das Abschneiden der Grünen pragmatisch: „Ein Plus ist ein Plus." Und: „Ein Prozent plus in Wien hieße 16 Prozent für mich - aber hallo!"

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2010)

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19 Kommentare
Zappelzapp
28.09.2010 00:40
0 0

Das Märchen von schwarzblau ist eh nur für die Funktionäre

da, die ihr Feindbild brauchen. Sonst marschieren sie nicht. Und nach der Wahl kann man immer noch Experten in die Regierung nehmen, wie das Klima anno 2000 gezeigt hat. Die Experten heißen halt nicht mehr Riss Passer und Scheibner, sondern Strache.

Gast: dethleffs
27.09.2010 12:05
3 0

ja, ja, Herr Häupl...

...jetzt heisst es warm anziehen.
Warum die SPÖ immer glaubt, ihr allein gehöre Wien, das werde ich nicht verstehen.

das werde ich nicht verstehen

wqas ist denn daran so schwer?
Wenn mehr als 50% die SPÖ wählen, dann hat er halt die absolute und sie können alleine entscheiden.
bei Tirol regt sich ja auch keiner auf

Antworten Antworten Ilka
27.09.2010 12:55
0 0

Re: das werde ich nicht verstehen

als 50%? Wo leben Sie?

Bei der letzten Wahl kam die SPÖ auf knapp 48 oder 49%!

Re: Re: das werde ich nicht verstehen

Naja nach mandaten war's aber die Absolute.
Trotzdem mit 49% der Wählerstimmen ist das schon ein ganz schöner haufen.
Da fühlt sich jede Partei sicher, egal ob rot oder schwarz (blau kommt hoffentlich nie auf 49%)

bias
27.09.2010 12:03
3 0

Folgerung

Eine Stärkung der FPÖ - wo auch immer - bedeutet einen Schritt zum Stoppen der Islamisierung Österreichs. Das sollte man immer bedenken - auch wenn manchmal eine ungustiöse Wahlwerbung das Ziel überschattet, folgend dem Grundsatz Macchiavellis: Der Zweck heiligt die Mittel.

Gast: TT1
27.09.2010 11:48
0 0

Warum schaffen wir die Bundesländer nicht endlich ab

Und dieses degenerierte, machtzentrierte Gesudere dieser "Landesfürsten" ist dann endlich Vergangenheit!

Gast: Dimi
27.09.2010 11:13
4 0

Ich kann dieses linke Gekläffe langsam nicht mehr hören!

Ich glaub' die brauchen am 10.10. noch einen Tritt in den Hintern!

Antworten Elsimate
27.09.2010 12:29
1 0

Re: Ich kann dieses linke Gekläffe langsam nicht mehr hören!

nur "einen" Tritt? Ich würde lieber 36 Tritte bevorzugen!

Dies entspricht dann den Prozent jener, die nicht gewählt haben...

Dann wäre der Hintern vom Michl so rot wie ein Pavianhintern ;-)

Gast: wildwings
27.09.2010 10:59
3 0

Hahahaha

Der Häupl sollte darauf achten die Wahl nicht fulminant zu verlieren, anstatt anderen Polit-Tipps zu geben.

Gast: ROTER OKTOBER
27.09.2010 00:30
0 7

Glück auf Michi

... aber warum mischt du disch in fremde Angelegenheiten ein?

In Wien gibt es doch genug zu tun, packen es wir an!

Wie finden doch in Wien eine gemeiname Nenner, und maschen dann eine coole Liaison.


Antworten wire
27.09.2010 15:47
0 0

Re: Glück auf Michi

ist "Michi Austria" wieder da?

cwt123
26.09.2010 23:21
4 6

reichen denn

nicht schon brennende Häuser in Wien?
Was darfs denn nun für die Steiermark sein?


Antworten Gast: TT1
27.09.2010 08:20
0 5

Re: reichen denn

Brennende Haeuser, soso. Im braunen betterl gschlafen heut' Nacht?

Antworten Antworten cwt123
27.09.2010 10:46
3 0

Re: Re: reichen denn

Aussage kam von Häupl, keine Erinnerung mehr?

Antworten Antworten Antworten Gast: wildwings
27.09.2010 10:56
2 0

Re: Re: Re: reichen denn

Linke Jungs haben öfter keine Erinnerung mehr an das, was sie getan haben - viele Zeugs in der Blutbahn eben :-)

Gast: Justine
26.09.2010 20:31
5 0

ols Richtig!

hob ich sicher a ned gmacht in meinen Leben.
Aber habe vieles erreicht und nur miteinander nicht gegeneinander.

Negative Bewertungen könen in meiner Meinung nur von den gegen Parteien kommen.

Wichtig ist ja nur, dass die SPÖ und die Grünen die Absolute Mehrheit verlieren.

Schwarz is a Problem die gehen eh mit rot zam.

Also bleibt uns nur HC-Strache. Der spielt unser Musik, Leut die wos Arbeiten belohnen.

Einige wie Vobes die sich als Mensch bestätigen, erst dann ist a SPÖ tragbar.
Der Vobes is a Mensch weil er die FPÖ nicht ausgrenzt, des hot doch mit Strache nix zu tun.

Aber nicht von Integration reden, füreinander miteinader und die FPÖ grenz ma aus wie es der Häupl und Feymann macht.

Oder sind FPÖ Wähler unfähig, proletten, unmündig, ganz afoch leut de ned in unsere Gesellschaft passen...........

Laut Rot unter der Leitung Häupl Michl und Feymann Werner und Grün schon.

Wei da wirklcihe Chef ist ja da Häupl da Feymann als Chef hot eh nix zum sogn.

Antworten sirgerald
26.09.2010 23:24
4 3

Re: ols Richtig!

Ein Manifest des Neoanalphabetismus.

Gast: Justine
26.09.2010 19:41
3 3

Denksta

mit meiner stimme sicher ned, und bei anderen die i kenn was i a wos wöhlen. FPÖ-HC Strache

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