Stoffbären, Kondome, blinkende Herzen, Kugelschreiber und Feuerzeuge: In den Wochen vor der Wahl wurden in den Wiener Straßen massenhaft Geschenke verteilt. Das freut auch die österreichischen Werbemittelhändler. Denn die Parteien gaben rund 2,2 Millionen Euro für Wahl-Gimmicks aus.
Beim Urnengang in der Steiermark waren die Ausgaben der Parteien für Werbeartikel im Vergleich bei "nur" rund 1,3 Mio. Euro gelegen, errechnete der Verband der österreichischen Werbemittelhändler (VÖW).
"Der Einsatz von Werbeartikeln als unterstützende Maßnahme im Wahlkampf wird immer wichtiger. Dies liegt an der starken emotionalen Wirkung. An ein originelles, nützliches Werbegeschenk erinnern sich potenzielle Wähler lange und nachhaltig", betonte Verbandspräsident Fritz Bauer am Dienstag in einer Aussendung.
Spezielle Geschenke für junge Wähler
Die Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre brachte laut Bauer eine erhöhte Nachfrage an speziell an der jungen Wählerschaft ausgerichteten Artikeln mit sich. Besonders großer Beliebtheit erfreuten sich dabei Kondome, Schlüsselbänder, blinkende Plastikherzen sowie Buttons. Ein weiteres Highlight waren Reflektorbänder, die vor allem in Diskotheken großen Anklang fanden.
Doch damit nicht genug: Auch Malbücher, Trinkflaschen, Fußbälle, Schals, Fächer, Süßwaren, Einwegponchos, Wanderpläne und Fahrradsattelüberzüge wurden im Wiener Wahlkampf verteilt. Ein beachtlicher Anteil des Budgets wurde laut VÖW auch für die in Neonfarben gehaltene Bekleidung der Wahltrupps verwendet.
(APA)
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