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Wien: Parteien zahlten 2,2 Millionen für Wahl-Geschenke

12.10.2010 | 12:01 |   (DiePresse.com)

Die Parteien geben immer mehr für Wahl-Gimmicks aus, wie der Verband der österreichischen Werbemittelhändler erklärt. Vor allem die Nachfrage an Geschenken für Jungwähler sei hoch.

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Stoffbären, Kondome, blinkende Herzen, Kugelschreiber und Feuerzeuge: In den Wochen vor der Wahl wurden in den Wiener Straßen massenhaft Geschenke verteilt. Das freut auch die österreichischen Werbemittelhändler. Denn die Parteien gaben rund 2,2 Millionen Euro für Wahl-Gimmicks aus.

Beim Urnengang in der Steiermark waren die Ausgaben der Parteien für Werbeartikel im Vergleich bei "nur" rund 1,3 Mio. Euro gelegen, errechnete der Verband der österreichischen Werbemittelhändler (VÖW).

"Der Einsatz von Werbeartikeln als unterstützende Maßnahme im Wahlkampf wird immer wichtiger. Dies liegt an der starken emotionalen Wirkung. An ein originelles, nützliches Werbegeschenk erinnern sich potenzielle Wähler lange und nachhaltig", betonte Verbandspräsident Fritz Bauer am Dienstag in einer Aussendung.

Spezielle Geschenke für junge Wähler

Die Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre brachte laut Bauer eine erhöhte Nachfrage an speziell an der jungen Wählerschaft ausgerichteten Artikeln mit sich. Besonders großer Beliebtheit erfreuten sich dabei Kondome, Schlüsselbänder, blinkende Plastikherzen sowie Buttons. Ein weiteres Highlight waren Reflektorbänder, die vor allem in Diskotheken großen Anklang fanden.

Doch damit nicht genug: Auch Malbücher, Trinkflaschen, Fußbälle, Schals, Fächer, Süßwaren, Einwegponchos, Wanderpläne und Fahrradsattelüberzüge wurden im Wiener Wahlkampf verteilt. Ein beachtlicher Anteil des Budgets wurde laut VÖW auch für die in Neonfarben gehaltene Bekleidung der Wahltrupps verwendet.

 

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Österreicher
15.10.2010 01:23
0 0

2,2 Mio Euro

Als Steuerzahler fordere ich eine sofortige gesetzliche Regelung, die jegliche Wahlwerbung durch diese unnötigen Gimmicks verbietet! Und jeder Partei, die sie dennoch verteilt, gehört die Parteienförderung ersatzlos gestrichen.

petarius
12.10.2010 15:27
0 0

Amerikanisierung

wo das Auge nur hinblickt.

Schrecklich.

Gast: Auch ein Gast
12.10.2010 14:36
0 0

Wahlalter bedenklich!

Dazu muss man auch noch sagen, dass die jugendlichen Ö3 Erstwähler UNISONO gesagt haben, dass sie absolut keine Ahnung über Parteien, Inhalte und Programme haben.

Die Herabsenkung des Wahlalters durch die SPÖ ist daher äußerst kritisch zu hinterfragen.

Vor dem Hintergrund der grenzenlos populistischen wie unüberlegten Häupl Aussage ganz kurz vor der Wahl (sinngemäß: "Ich bin für die Abschaffung des Grundwehrdienstes / Zivildienstes, bei mir brauchts nix für euer Vaterland tun...) erscheint erhellt sich die Aktion als das was es ist:

Rein populistisches, machtgieriges Polittaktieren zum Erhalt der absoluten Mehrheit ohne Rücksicht auf die möglichen Folgen für Wien und Österreich.

Gast: Gastname
12.10.2010 14:15
1 0

Realitätsfremder Nonsens oder Wunschdenken?

Die gewinnoptimierte Sichtweise der Werbemittelbranbche in allen Ehren.

Der Ö3-Beitrag mit Interviews von Jugendlichen Erstwählern am Tag vor der Wienwahl hat sehr drastisch genau das Gegenteil ausgesagt:

O-Ton aller Interviewten Burschen und Mäderln "Werbegeschenke sind einfach nur peinlich!"

Gast: Wechselwähler
12.10.2010 14:12
0 0

hätt i das vorher g´wusst!

Der orange Kuli ist besser als der blaue!

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