19.06.2013 11:32 Merkliste 0

EU-Parlament gegen Bestellung von Lobbyistin

14.03.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Ex-Monsanto-Vertreterin in Brüssel sollte in EU-Lebensmittelbehörde Efsa einziehen. Von Monsanto stammt jene derzeit einzige gentechnisch veränderte Maissorte, deren Anbau in der EU zugelassen ist.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Brüssel/Go. Sämtliche Parteien im Europaparlament haben am Mittwoch beschlossen, die Nominierung der Cheflobbyistin der Lebensmittelindustrie in den Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde Efsa abzulehnen. Das erfuhr „Die Presse“ von dem an dieser Entscheidung beteiligten ÖVP-Abgeordneten Richard Seeber. „Wir haben übereinstimmend über alle Franktionsgrenzen beschlossen, dass wir diese Dame nicht unterstützen, weil wir annehmen, dass sie wegen ihrer Nähe zu Monsanto nicht objektiv entscheiden würde“, sagte Seeber.

Die Europäische Kommission hatte die Irin Mella Frewen vorletzte Woche für den Efsa-Posten vorgeschlagen. Bevor sie die Geschäftsführung des Lobbyverbands „FoodDrinkEurope“ übernommen hatte, arbeitete Frewen jahrelang für den US-Saatgutkonzern Monsanto ebenfalls als EU-Lobbyistin. Von Monsanto stammt jene derzeit einzige gentechnisch veränderte Maissorte, deren Anbau in der EU zugelassen ist. Die wissenschaftlichen Gutachten über mögliche Risken stammen von der Efsa.

Das Parlament hat in dieser Personalfrage zwar kein Vetorecht. Seeber erwartet allerdings, dass der Rat, das Entscheidungsgremium der Regierungen, davon Abstand nehmen wird, Frewen zu bestellen und damit einen Konflikt mit dem Parlament vom Zaun zu brechen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Rat jemanden bestellt, gegen den es eine derart klare Ablehnung gibt“, sagte Seeber.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare
Gast: Aspartame
18.03.2012 10:38
0 0

Schluss mit dieser Vergifterei

Jeder dem das ganze Monsanto Gift auf die Nerven geht, der schließt sich bitte der Aspartame Bewegung an. Zu finden auf Facebook unter "Aspartam - Aspartame" und auf www.unbequemewahrheiten.de" . Wir müssen schnell handeln, und ähnlich bei ACTA eine große Menge Menschen auf die Strasse bringen. Denn Aspartame ist angreifbar. Wird dieses durch NEOTAME ersetzt, fängt die Geschichte wieder von vorne an.
Jetzt ist Sesselverbot und es heßt aufstehen, verteilt die Aspartame Info weiter, drückt "gefällt mir" auf FB und verbreitet diese Wahrheit. Es ist Zeit aufzustehen.

Gast: montana
14.03.2012 21:24
1 0

Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde Efsa

Was soll das sein?
Was machen die?
Welche Kompetenzen haben die?
Wieso weiß niemand dass wir so etwas finanzieren?

Was sind das für dubiose Leute die Monsantovertreter in die EU Behörden einschleusen wollen?
Die haben ja nicht alle Tassen im Schrank und sind als gemeingefährlich einzustufen.

Das mindeste ist, dass Mitarbeiter von gemeinschädlichen Unternehmen wie Monsanto prinzipiell von Funktionen in Behörden ausgeschlossen sein müssen, weil das unvereinbar ist.
Und wer solche Personen dort einschleusen möchte ist damit ebenfalls untragbar geworden.
Ich erkläre dieser Kommission mein tiefstes Misstrauen und erwarte dass die sofort durch geeigneteres Personal ersetzt werden.

Antworten Gast: strelnikov
17.03.2012 16:42
0 0

Re: Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde Efsa

Mit geeignetem Personal ersetzen wäre eine gute Sache, nur woher nehmen. Geeignetes Personal arbeitet in der Privatwirtschaft oder als Beamter in Land und Bund, aber sicher nicht in der EU-Kommission. Dort sind nur die Versager.

ARTE

Da gab bezüglich des Themas EFSA bereits eine Sendung in der in sehr eindeutiger Form hervorging, das da hauptsächlich Lobbyisten sitzen.

Dementsprechend wundert mich so manche Grundsatzentscheidung dieser "Behörde" überhaupt nicht mehr.

Im Fadenkreuz der Terroristen

JobNavi3 Jobs auf

» Jetzt unter mehr als 6.000 Jobs
die perfekte Stelle finden.

Umfrage