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Syrien: "Russland liefert keine Kampfhubschrauber"

14.06.2012 | 12:15 |   (DiePresse.com)

Der syrische Botschafter in Moskau widerspricht US-Außenministerin Clinton. Der deutsche Außenminister Westerwelle ortet indes Bewegung in der Syrien-Krise.

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Die Spannungen zwischen den USA und Russland in der Syrien-Krise nehmen zu. So widersprach der syrische Botschafter in Moskau den Vorwürfen von US-Außenministerin Hillary Clinton. "Russland liefert keinerlei Hubschrauber an Syrien", sagte Riad Haddad am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Clinton hatte am Mittwoch erklärt: "Wir sind besorgt über jüngste Informationen, wonach Kampfhubschrauber auf dem Weg von Russland nach Syrien sind." Solch ein Rüstungsgeschäft würde dramatisch zur Eskalation des Konflikts beitragen.

Weiters bezichtigte die Ministerin die russische Regierung der Lüge, wenn diese behaupte, sie habe dem syrischen Regime zuletzt nur Waffen geliefert, die nicht gegen die Opposition eingesetzt werden könnten. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums setzt die Regierung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad seit einiger Zeit verstärkt Kampfhubschrauber für Angriffe auf die Bevölkerung ein. Demnach soll Damaskus in Moskau allein im Jahr 2011 Waffen im Wert von 3,5 Milliarden Dollar bestellt haben.

Westerwelle: "Wir brauchen Russland"

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle ortete am Donnerstag erste Veränderungen in der Haltung Russlands. So würde die Unterstützung des Landes für das Assad-Regimelangsam schwinden. "Es gibt vorsichtige erste Zeichen einer gewissen Bewegungsbereitschaft", sagte Westerwelle bei einer Konferenz in Kabul. "Diese aufkommende Flexibilität wollen wir unterstützen."

Die Veto-Macht Russland hat im UNO-Sicherheitsrat ein härteres Vorgehen gegen Syrien bisher verhindert. Mittlerweile setzt sich Moskau jedoch für die Bildung einer neuen Kontaktgruppe für Syrien ein. Westerwelle bezeichnete diese Entwicklung als "sehr beunruhigend". Deshalb müsse eine politische Lösung jetzt mit "mehr Nachdruck" unterstützt werden. "Dazu brauchen wir insbesondere Russland."

Zwei Explosionen erschüttern Damaskus

Zwei Explosionen haben unterdessen die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Nach Angaben aus Oppositionskreisen wurden die Sprengsätze in der Nähe eines Waffenlagers sowie eines Hauptquartiers der Sicherheitskräfte gezündet. Das Gebiet im Südosten der Stadt sei danach abgesperrt worden.

Ebenfalls am Donnerstag berichteten Aktivisten in der umkämpften Provinz Homs, Hubschrauber seien in der Region um die Protesthochburg Al-Rastan im Einsatz. Mehrere Menschen seien verletzt und getötet worden. In dem vor 15 Monaten begonnen Aufstand gegen das syrische Regime wurden nach Angaben der Opposition bisher mehr als 14.000 Menschen getötet.

(Ag./Red.)

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9 Kommentare
Gast: pravda
15.06.2012 08:41
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Kein Grund zur Aufregung.,.Demnächst wird die Tötung von syrischen Zivilisten nach US-Vorbild auf Drohnen umgestellt

http://www.wired.com/dangerroom/2012/06/64-drone-bases-on-us-soil/

Und Assad wird, so wie Obama, persönlich die Ziele aussuchen.

http://www.wsws.org/articles/2012/jun2012/pers-j01.shtml

“We are not ruled by murderers, but only—by their friends,”

Gast: Mahalli
14.06.2012 19:04
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Der Stellvertreterkrieg und seine größten Verlierer

In Syrien ist staatliche Autorität stark dezimiert.
Neben dem Krieg zwischen den Baas-Ideologen und den Moslembrüdern gibt es noch eine weitere, globale Auseinandersetzung: Nämlich, zwischen dem Westen (inclusive Türkei, Saudi-Arabien, Qatar) und dem Iran, der verbündet ist mit Russland und Syrien.

Der Iran und Russland befinden sich bereits in diesem Krieg, indem sie dem syrischen Regime Waffen und Know-How liefern, und dieses international diplamatisch stützen.

Auch die USA, Türkei sowie Saudi-Arabien sind schon in diesem Krieg. Die Waffen für die Rebellen werden mit Petrodollars finanziert und auf Schiffen zu türkischen Häfen gelotst. Die USA sind so etwas wie eine "Garantiemacht" und stärken den Rebellen und ihren türkisch-arabischen Verbündeten - vorerst noch - diplomatisch - den Rücken. Sicherlich wären sie jederzeit zu "mehr" bereit!

Es ist widewärtig, diese Auseinandersetzung auf dem Rücken unschuldiger Zivilisten zu führen, welche wahllos niedergemetzelt werden, um den Krieg anzuheizen. Der Großteil der syrischen Bevölkerung hat nicht um diesen Krieg gebeten!

Aber wie es aussieht, wird sich die Gewaltspirale durch Fremdeinwirkung weiterdrehen! Syrien wird wahrscheinlich - leider - zum Schauplatz von Stellvertreterkriegen werden! Den Preis dafür wird wohl hauptsächlich das Land Syrien mit seiner armen, geschudenen Bevölkerung zahlen!


Wau .. ich werde die FAZ ab sofort abonnieren ....

Super - Link !!!

Gast: noch7
14.06.2012 17:25
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Wer sind die Rebellen in Wirklichkeit?

Erste Richtige Meldung über die Situation in Syrien http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/syrien-eine-ausloeschung-11784434.html
Also liebe Presse...

Antworten Gast: Mahalli
14.06.2012 17:56
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Re: Wer sind die Rebellen in Wirklichkeit?

Danke, für Ihren Link!

Dien Schilderungen dort decken sich genau mit meinen Angaben!

Hier wird ein Stellvertreterkrieg auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen!

Die Leute, die zwischen die Fronten geraten, und dabei entführt, vergewaltigt, gefolgtert und ermordet werden, sind anscheinend fremden Mächten egal!

Ich fürchte, der Konflikt wird sich immer mehr hochschaukeln, sodass es am Schluß massenhaftes Sterben von vielen Ethnien und Nationalitäten geben wird. Vielleicht der Startschuss für den Dritten Weltkrieg!

Gast: netter gast
14.06.2012 15:53
2 1

War wieder eine Propagandameldung der USA

Der Behauptung der Fr. Clinton
haben bereits gestern russische Politiker widersprochen ,
ein von mir gesendeter link zum Beitrag :
"USA: Russland beliefert Syrien mit Kampfhelikoptern"
wurde nicht veröffentlicht

Re: War wieder eine Propagandameldung der USA

Na eh Fr. Clinton hat ja sonst nichts besseres zu tun als den Verschwörungstheoretikern Sauerstoff zu liefern.

Gast: xxxx
14.06.2012 14:26
0 1

Die Russen liefern keine Kampfhubschrauber

es sind Friedenshubschrauber, sogenannte "Peacemaker".

Antworten Gast: BLACK-HAWK
08.07.2012 19:16
0 0

Re: Die Russen liefern keine Kampfhubschrauber

friedenshelikopter, das ich nicht lache. die sind doch innerhalb von 10min auf sämtliche russische waffensystheme umgebaut und russland ist genauso scharf auf alles was unter der erde im arabischen raum brodelt !!!

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