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Beamten-Ministerin wagt Vorstoß für mehr Mobilität

09.09.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Gabriele Heinisch-Hosek will Jobwechsel im Bundesdienst vorantreiben. Ein weiteres Anliegen ist ihr der Ausbau von Online-Jobbörsen im öffentlichen Dienst.

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Wien. Wie wichtig ist der Bevölkerung, aber auch den Mitarbeitern im Bundesdienst selbst, dass diese intern leichter einen anderen Arbeitsplatz finden? Angesichts des von der Bundesregierung beschlossenen Aufnahmestopps in weiten Bereichen des Staatsdienstes ist die für den öffentlichen Dienst zuständige Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek bemüht, dass es rascher zu Versetzungen und zu einem Jobwechsel kommt. Für die SPÖ-Politikerin ist daher der Ausbau von Projekten, die die Mobilität innerhalb des öffentlichen Dienstes erhöhen, eine der zentralen Fragen bei weiteren Reformen.

Bereits seit September 2010 läuft der von Heinisch-Hosek gestartete „Reformdialog“ für den öffentlichen Dienst. Nach einem Expertenbericht und mehreren Diskussionsveranstaltungen mit Mitarbeitern in den Bundesländern erfolgt jetzt ein weiterer Schritt: Bedienstete und Bürger können sich online unter www.reformdialog.at an einer Befragung dazu beteiligen, welche Änderungen in der Tätigkeit der Verwaltung ihnen besonders dringend erscheinen.

Insgesamt werden bei dieser Online-Befragung in den kommenden Wochen zehn Punkte zur Debatte gestellt. Dabei kann jeweils abgestimmt werden, für wie wichtig jemand ein bestimmtes Anliegen hält. Die Ministerin selbst hat schon in der Vergangenheit kein Hehl daraus gemacht, dass für sie die erhöhte Mobilität und der Wechsel zwischen bestimmten Dienststellen Vorrang haben. Diese Maßnahmen sollen insbesondere dazu beitragen, die Lücken in einzelnen Bereichen des Bundesdienstes, die durch den Aufnahmestopp entstehen und unter denen die Bundesbediensteten stöhnen, durch die Übersiedlung von Mitarbeitern aus anderen Dienststellen möglichst wettzumachen.

 

800 Bediensteten sind übersiedelt

Insgesamt haben nach den jüngsten Daten des Beamtenministeriums zuletzt rund 800 Vertragsbedienstete und Beamte die Gelegenheit für einen Jobwechsel im öffentlichen Dienst genützt. Für das meiste Aufsehen haben in der Vergangenheit jene Postbeamte gesorgt, die mittlerweile zur Polizei und auch zur Finanz übergetreten sind.

 

Angebot auch an Länder und Gemeinden

Überlegt wird innerhalb der Bundesregierung jetzt außerdem, bei einer Neuregelung des Dienstrechts für die Lehrer beispielsweise Postbedienstete in Hinkunft zur Entlastung der Pädagogen von Verwaltungstätigkeiten in den Schulen einzusetzen. Allerdings stocken die Verhandlungen über das Lehrerdienstrecht wegen der Neuregelung der Gehälter. Mitarbeiter sollen, so das Ziel des Beamtenressorts, jedenfalls dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Ein weiteres Anliegen ist Heinisch-Hosek der Ausbau von Online-Jobbörsen im öffentlichen Dienst. Bisher können sich Interessierte über alle Stellenangebote im Bundesdienst unter www.jobboerse.gv.at informieren und sich bewerben. Dieses Service soll ausgebaut werden, sodass auch Länder, Bezirke und Gemeinden in dieses Angebot eingebunden werden.

 

Einheitliches Dienstrecht

Besonders interessant wird, auf welches Echo der Plan für ein einheitliches Dienstrecht stoßen wird. Die Ministerin hat sich bereits vor Monaten im Gespräch mit der „Presse“ dafür eingesetzt, zumindest die Weichen für eine längerfristige Vereinheitlichung der bisher mehr als 30 unterschiedlichen Dienstrechte auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene zu stellen. Hintergrund dafür ist, dass dies ebenfalls einen Wechsel zwischen den Verwaltungen der einzelnen Gebietskörperschaften erleichtert.

Zu den besonderen Anliegen, die sich ebenfalls im Zehn-Punkte-Katalog der Befragung finden, zählt überdies eine bessere Anrechnung von Vordienstzeiten. Eine entsprechende Neuregelung wird jetzt erarbeitet. Dabei ist das Hauptziel, einen Wechsel von der Privatwirtschaft in den öffentlichen Dienst zu erleichtern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2012)

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8 Kommentare

Also ich finde, das ist eine gute Sache.

Verstehe die Aufregung hier nicht ganz. Zuerst gibt es zu viele Beamte, dann wird die Einstellung gestoppt. Jetzt muss man eben Wege finden um diese Lücken zu schließen und den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst eine Zukunft zu bieten. Beamte sind im Übrigen auch nur Menschen...
Ich finde, dass es gut ist dabei die Bürger nicht außen vor zu lassen. Gerade weil in der Bevölkerung so sensibel auf alles was mit Beamten zu tun hat reagiert wird.

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Mobilität


Ich habe vor mehreren Jahren meine Mobilität genutzt und zahle in Österreich keine Steuern mehr; keine Zwangskammerbeiträge und keine Zwangssozialversicherung; vollkommen legal.

Jetzt können die Pensionisten und Arbeitslosen die pragmatisierten Wenig- bis Garnichtsleister finanzieren und all die Anderen in den geschützten Bereichen (Anwälte , Ärzte, Apotheker, Notare, Rauchfangkehrer, EVUs usw usw).

Seit dieser Zeit finde ich Österreich wieder sehr sympathisch und regelmäßig bekomme ich Realsatire und Kabarett kostenlos geliefert.

Heimat bist du korrupter und feiger Söhne und Töchter

Mobbing pur

Ob man daraus eine Soap-Opera des ORF machen kann: "Roter Wiener Beamter im schwarzen Niederösterreich"?

Für Heiterkeit wäre gesorgt!

Gast: Pensionswatcher
10.09.2012 07:09
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Das pragmatisierte Gesindel liegt uns auf der Tasche


http://www.manager-magazin.de/video/video-1220010.html


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Hr.Strooooooooonach bitte melden! Hr. Stronach!!! Die erlauchten unkündbaren pragmatisierten brauchen Hilfe in Sachen HOW TO... WHAT TO...


Gast: UKW
10.09.2012 04:10
5 4

Frau Hoschek reformiert das Beamtendienstrecht und startet dazu eine Umfrage:

1. Wollt Ihr noch mehr Privilegien?

Jaaaaaaaa!

2. Soll das Dienstrecht vereinheitlicht werden (natürlich bekommen alle das beste Dienstrecht, alles andere wäre natürlich verfassungswidrig)?

Jaaaaaaaa!

3. Soll es höhere Anfangsgehälter für neueintretende Beamte geben (irgendwann in 30 Jahren steigen die Bezüge dann vielleicht nicht mehr so stark an, aber dazwischen liegen ja noch 30 Gehaltsverhandlungen) ?

Jaaaaaaaa!

4. Sollen Frauen bei der Aufnahme in den Bundesdienst noch mehr bevorzugt werden (diese Frage wird verständlicherweise nur Frauen zur Abstimmung vorgelegt)?

Jaaaaaaaa!

5. Bin ich nicht eine tolle Ministerin (bei dieser Frage gibt es ausnahmsweise nur eine einzige Antwortmöglichkeit)?

Jaaaaaaaa!

6. Soll es der börsenotierten Post ermöglicht werden noch mehr träge Beamten in den Bundesdienst abzuschieben?

Jaaaaaaaa!

JaJa, die Frau Hoschek und ihre Reformen. Das wird uns wieder ein paar Milliarden Euro Steuergeld kosten.

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weg mit ihr...

wichtig wäre, dass Frau H.H. Mobilität beweist UND ENDLICH ZURÜCKTRITT!!!

Gast: "gelernter" österreicher
09.09.2012 21:55
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das problem dabei ist...

spitzenkräfte kann sie nicht versetzen,deren erfahrung wird DORT gebraucht wo sie seit jahren sitzen.

und alles andere sind blutige pfeifen,die kann man auch net versetzen.

*sfg

Amtshilfe