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Minus 1296 Planstellen im Bundesdienst, plus 93 für Justiz

21.10.2012 | 18:29 |   (Die Presse)

Der Abbau wird 2013 fortgesetzt. Ausnahmen gibt es für den Kampf gegen Korruption und das neue Familienrecht. Für die Exekutive wird im kommenden Jahr die letzte Tranche der Aufstockung um 200 Mann vorgenommen.

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[WIEN] Im kommenden Jahr wird der Mitarbeiterstand des Bundes weiter schrumpfen. Insgesamt ist unter dem Strich eine Reduktion um 1296 Planstellen vereinbart. Das sieht der Stellenplan des Bundes, der gemeinsam mit dem Budget 2013 dem Parlament vorgelegt wurde, vor. Darin ist bereits die vor Jahren bis inklusive 2013 fixierte Aufstockung der Exekutive enthalten.

Außertourlich gibt es jetzt nur für die Justiz zusätzliche Planstellen, nämlich 93 mehr für das kommende Jahr. Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) wurde diese Aufstockung der Posten zugestanden, weil sie in den Budget- und Stellenplanverhandlungen auf eine Ausweitung der Aufgaben verweisen konnte. Dies betrifft verstärkte Aktivitäten im Kampf gegen die Korruption sowie einen erhöhten Arbeitsaufwand durch das von der Koalition paktierte neue Familienrecht, das eine Ausweitung der gemeinsamen Obsorge beider Elternteile für Kinder und mehr Rechte für Väter vorsieht.

Mit der geplanten Reduktion von insgesamt 1296 Planstellen ist der größte Abbau in den vergangenen Jahren vorgesehen. Der Haupthebel für den Postenabbau wird der bis 2014 geltende, heuer im Frühjahr von der Regierung verhängte allgemeine Aufnahmestopp im Bundesdienst sein. Es werden Posten, die durch die Pensionierung von Mitarbeitern frei werden, damit nicht mehr nachbesetzt.

 

Mehr Pensionierungen stehen bevor

Der Regierung kommt in diesem Fall zugute, dass aufgrund geburtenstärkerer Mitarbeiterjahrgänge zahlreiche Übertritte von Bundesbediensteten in den Ruhestand bevorstehen. Das Problem, mit dem der Bund jedoch schon seit längerer Zeit kämpft: Das durchschnittliche Alter der aktiven Bediensteten steigt wegen der deutlich eingeschränkten Personalaufnahmen beständig.

Insgesamt soll die Zahl der Planstellen 2013 auf 133.511 gesenkt werden. Dieser Wert liegt allerdings über dem tatsächlichen Personalstand, der Ende 2011 rund 132.700 Mitarbeiter umfasste. Der Grund: Der gesetzlich festgelegte Stellenplan enthält etwa auch Spielraum für Karenzfälle.

Justizministerin Karl darf sich über die Zugeständnisse in den Verhandlungen mit Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) und die für den öffentlichen Dienst zuständige Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) als einziges Ressort über einen zuvor nicht vorgesehenen Personalzuwachs bei den Gerichten freuen.

 

Mehr Richter, Staatsanwälte, Kanzleikräfte

Von den 93 zusätzlichen Planstellen sind 43 für Richter vorgesehen (davon 17 für Richteramtsanwärter). Weiters gibt es zusätzlich 15 Posten für Staatsanwälte, zehn Posten mehr sind für Rechtspfleger eingeplant. Dazu kommen dann noch 25 Vertragsbedienstete, etwa Kanzleikräfte, die Richter bei administrativen Tätigkeiten entlasten sollen.

Laut Justizministerium werden, was die Aufgaben betrifft, rund 30 der 93 Planstellen für den Kampf gegen die Korruption zum Einsatz kommen. 20 Richterposten zusätzlich sind für den vermehrten Arbeitsaufwand der Richter aufgrund der paktierten Änderungen im Familienrecht eingeplant. Im Justizressort, das damit im kommenden Jahr über 11.192 Planstellen verfügt, möchte man die Mehrkosten im Wesentlichen im Gesamtbudget unterbringen. Dazu sollen beispielsweise Verbesserungen der Strukturen und im IT-Bereich beitragen.

Der Vorsitzende der Sektion der Richter und Staatsanwälte in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, Klaus Schröder, kommentiert den Personalzuwachs im Gespräch mit der „Presse“ so: „In Anbetracht der Budgetlage und der allgemeinen Wirtschaftssituation sind wir mit dem derzeitigen Ergebnis durchaus zufrieden.“ Es sei zwar „keine volle Abdeckung des Fehlbedarfs“, den man ursprünglich mit 170 Richtern und 30 Staatsanwälten beziffert habe. Aber: „Wir bewerten das grundsätzlich positiv. Wir nehmen das als notwendige Hilfe an.“ Schröder lobt, dass sich Ministerin Karl „sehr aufgeschlossen“ gegenüber den Anliegen gezeigt und sich bei den Verhandlungen mit Finanzministerium und Bundeskanzleramt „sehr bemüht“ habe.

Für die Exekutive wird im kommenden Jahr die letzte Tranche der Aufstockung um 200 Mann vorgenommen. Damit wird die bis 2013 vereinbarte Gesamtaufstockung der Exekutive um 1000 Polizisten innerhalb von fünf Jahren nunmehr abgeschlossen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2012)

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17 Kommentare
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und

wie stehts mit der ERHÖHUNG der Abgeorneten?
oder zählen die EU-TeilNEHMER nicht ?

Gast: Milchmädchenrechnung...
22.10.2012 10:47
0 0

Funktioniert nicht!

Ob der Bund den Arbeitslosengeld bezahlt oder diese für sich arbeiten läßt macht "nur" den Gehaltunterschied aus, und um dieses Mehr bekommt der Bürger auch ein mehr an Service, egal ob Polizei, oder in der Justiz.

Dieses nur an Mehraufwand ist sehr gering, durch die höhere Kaufkraftwerden zumindest mal wieder 20% an MwSt rückfinanziert, zufriedene Menschen werden seltener Krank, bedeutet Einsparrungen im Gesundheitswesen, und es sinken auch die Kosten für die Verwaltung der Arbeitslosen.

Das dieses Personalsparprogramm funktioniert, bisher gibt es kein Land in Europa wo es ohne Probleme funktionierte, weder in Deutschland, England, Spanien, Griechenland, Portugal noch in Italien, wenn das also so offensichtlich nicht funktioniert und zur Katastrophe führt, sollte man sich überlegen etwas zu machen das besser Funktioniert als das, das alle machen!

Aber da sind wir wieder typisch Österreich, weil es international gemacht wird, machen wir es nach, springen die vom Berg, Österreich springt garantiert nach, vorausgesetzt der Wähler unterstützt weiterhin diese System?

Gast: 133
22.10.2012 09:58
0 0

Weltfremd und Traumtänzerin

unsere Frau BMJ. Da tät Sie besser zu den verkappten Kommmunisten (Grüninnen) passen.

Gast: adamo
22.10.2012 06:49
1 2

politiker

Warum haben klein ösi Politiker so blöde Gesichter...weil sie du mm korupte steigbügelhalter von Fr Merkel sind:-) :-) :-) :-)

Gast: coop
21.10.2012 22:31
2 3

karl

Ja einsparen kein bundesheinzi braucht keiner den narren.grüne braucht keiner

0 1

Re: karl

...und Ihren Kommentar braucht auch keiner!
einsparen!

Gast: sadoiu rfu
21.10.2012 21:23
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Arbeitsplatzbeschaffung für einen Berufsstand...

Dh, Karl macht Gesetze und dadurch schafft sie für ihren eigenen Berufsstand Arbeitsplätze - ein Armutszeugnis an Personalpolitik, gerade, weil alle anderen auch sparen müssen, ganz gleich wie groß die Arbeitsbelastung ist.
Karl hätte besser daran getan, das Sparpaket mitzutragen!

Besser wäre es, Karl hätte Gesetzesänderungen vorgenommen, die derart griffig und umsetzungsstark sind, dass erst gar nicht neue Juristen angestellt werden müssen!

Gast: Andreas Hofer III
21.10.2012 20:22
2 7

keine Pension über € 1.500 monatlich


das Gesindel hatte genügend Zeit vorzusorgen.

Antworten Gast: beamterr
21.10.2012 22:21
1 0

Re: keine Pension über € 1.500 monatlich

es tut mir leid, aber sie sind nicht ganz bei trost!

Gast: Andreas Hofer II
21.10.2012 20:20
1 6

weg mit dem Gesindel


damit Österreich wieder frei ist.

Antworten Gast: beamterr
21.10.2012 22:22
0 0

Re: weg mit dem Gesindel

sie arbeiten wohl unkündbar im landesdienst?

Auch das wird gelogen sein.

Sie (die Lügner) wandeln Abteilungen einfach in Unternehmen in 100% Staatsbesitz um.
Schon gibts weniger Beamte (z.B. ASFINAG).
Alles ist Täuschung, Alles ist Lüge!

Antworten Gast: agesi
22.10.2012 08:42
0 0

Re: Auch das wird gelogen sein.

Nana, nicht so ungestüm. Dafür wird es aber billiger. Bei der AGES zum Beispiel wurde bei der Auslagerung in eine GesmbH der Sektionschef ersetzt durch 2 Manager. Jetzt behaupten sie vielleicht auch noch, das 2 Manager teurer kommen als 1 Sektionschef?

Antworten Antworten Gast: @agesi
22.10.2012 11:35
1 0

Re: Re: Auch das wird gelogen sein.

ein sektonschef hat einen all-in vertrag. 5 Jahre ca. 8.600.- brutto.

wollens ma jetzt erzäheln, dass ein geschäftsführer der ages weniger als 4300.-brutto verdient?ned wirklich, oder?

Gast: pan-tora
21.10.2012 19:52
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super!

da werden sich die personal-leaser aber freuen. in einigen mir bekannten ministerien, sind schon 80% der mitarbeiter "externe". das ist fuer den staat natuerlich eine riesenersparnis, immerhin kostet ein solcher arbeitnehmer ja nur € 9.000,- bis € 14.000,- im monat!

Re: super!

dafür gibts keine Leerläufe durch endloskrankenstände

Antworten Antworten Gast: pan-tora
22.10.2012 13:21
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Re: Re: super!

um das geld koennte man problemlos pro mitarbeiter zwei ersatzarbeiter dazunehmen, damit scheidet dieser punkt auch aus und die arbeitslosenstatistik schaut auch gleich wieder besser aus...

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