Beamtenpensionisten drohen 2013 leer auszugehen

12.02.2012 | 18:33 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Folgen des Sparpakets: Bei Ruhebezügen kündigt sich nun für Herbst ein beinharter Poker an. Staatsdiener könnten das Nachsehen haben. Offiziell fällt die Entscheidung allerdings erst im heurigen Herbst.

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Wien. Bundesbeamte im Ruhestand müssen sich darauf einstellen, dass sie bei der Erhöhung der Pensionen im kommenden Jahr entweder völlig leer ausgehen oder nur eine ganz geringe Anhebung erhalten. Das lässt sich bereits jetzt aus den ausdrücklich im Spar- und Belastungspaket der Bundesregierung fixierten Maßnahmen und vor allem aus den von Spitzenvertretern der Koalition auf SPÖ-Seite zuletzt gemachten Äußerungen zur Pensionserhöhung für 2013 klar herauslesen. Von SPÖ und ÖVP wurde generell paktiert, dass allgemein die Pensionserhöhung im kommenden Jahr um einen Prozentpunkt unter der errechneten Inflationsrate (im Berechnungszeitraum zwischen August 2011 und Juli 2012, Anm.) liegen muss.

Allerdings haben Bundeskanzler Werner Faymann und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) inzwischen bereits ausdrücklich klargestellt, dass Bezieher niedrigerer Pensionen bis rund 1000 oder 1200Euro brutto im Monat jedenfalls bei der Pensionserhöhung auch 2013 einen Teuerungsausgleich erhalten werden. Das bedeutet umgekehrt, dass Bezieher höherer Pensionen – und damit auch die Beamtenpensionisten – dadurch zum Handkuss kommen werden. Denn bei ihnen wird bei der Erhöhung stärker gespart, um die Zusatzkosten für den Teuerungsausgleich bei niedrigeren Pensionen zu kompensieren.

Offiziell fällt diese Entscheidung allerdings erst im heurigen Herbst. Denn zuerst wird der sogenannte Anpassungsfaktor, der laut Inflationsrate fällig wäre, von der Pensionskommission der Regierung im Frühherbst errechnet, danach müssen SPÖ und ÖVP bis spätestens 30. November das genaue Modell der Erhöhung festlegen. Dabei werden gemäß den Gepflogenheiten die Seniorenvertreter in die Beratungen einbezogen. Für das heurige Jahr gab es für den Großteil der Pensionisten eine Erhöhung um 2,7 Prozent.

Die durchschnittliche ASVG-Pension liegt in Österreich bei rund 1053Euro brutto, die Höchstpension im ASVG bei rund 3000 Euro brutto. Zur Klarstellung: Vertragsbedienstete im Staatsdienst fallen ins ASVG-System. Viele der insgesamt gut 90.000Beamtenpensionen im Bund liegen jedoch teils deutlich über der monatlichen ASVG-Höchstpension.

 

Pensionssicherungsbeitrag wird abgezogen

Schon jetzt werden Beamtenpensionen automatisch gekürzt: Denn pragmatisierten Bundesbeamten im Ruhestand wird schon derzeit von vornherein ein sogenannter Pensionssicherungsbeitrag von der Pension abgezogen. Dieser Beitrag liegt jetzt bei rund zwei Prozent der Bruttopension. Bis zum Jahr 2020 sinkt dieser spezielle Beitrag schrittweise ab und läuft dann aus.

Vertreter der Beamtengewerkschaft und Beamtenpensionisten fordern bereits seit Längerem, dass der Pensionssicherungsbeitrag zumindest bei niedrigeren Pensionen abgeschafft wird. Dieses Ansinnen müssen sich die Beamtenvertreter angesichts des notwendigen Sparpakets nunmehr abschminken. Beamtete Eisenbahner im Ruhestand zahlen sogar einen noch höheren Pensionssicherungsbeitrag als Bundesbeamte.

 

Nur Teilumstellung ab 2014

Eine andere, viel nachhaltigere Verschlechterung bleibt Beamtenpensionisten hingegen zumindest teilweise erspart. Im Gegensatz zu ASVG-Versicherten, Bauern und Gewerbetreibenden wird es für Beamtenpensionen die ab 2014 fix vorgesehene schlagartige Umrechnung auf das sogenannte Pensionskonto für Beamte mit Geburtsjahrgängen zwischen 1955 und 1975 nicht geben, sondern erst ab dem Geburtsjahrgang 1976. Der Grund dafür ist, dass diese Umstellung für Beamte wesentlich höhere Pensionsverluste im Vergleich zur Berechnung nach dem bisherigen Pensionssystem gebracht hätte. Deswegen wurde davon für Beamte mit Geburtsjahrgängen vor 1976 Abstand genommen. Dennoch sind auch die Beamtenpensionen bereits ein Auslaufmodell. Denn für neu eintretende Mitarbeiter gilt bereits seit 2005 das mit dem ASVG vereinheitlichte System mit einem Pensionskonto. Für jene, die schon vor 2005 als Beamte im Bundesdienst aktiv waren, gilt weiterhin eine Übergangsregelung. Der Unterschied: Bis 2003 wurde das Letztgehalt als Aktiver für die Pensionsberechnung herangezogen, seither werden schrittweise bis zum Jahr 2028 immer mehr Jahre ähnlich wie im ASVG zur Berechnung der individuellen Pension herangezogen.

Für Landesbeamte gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen, ein Teil der Bundesländer hat de facto die Bundeslösung übernommen. Vor allem Wien schert bei den Gemeindebeamten noch aus: Dort gilt etwa bei der Berechnung ein Übergangszeitraum bis 2042.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2012)

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58 Kommentare
 
12

Längere Durchrechnungszeiten schon 2003

"Bis 2003 wurde das Letztgehalt als Aktiver für die Pensionsberechnung herangezogen." Wenn
mit dem "Letztgehalt" das letzte Monatsgehalt gemeint ist, stimmt diese Behauptung nicht. Ich trat am 1. Dezember 2003 mit 63 Lebensjahren als Beamter des höheren Bibliotheksdienstes in den Ruhestand. Für die Berechnung meiner Pension wurden meine 10
(in Worten: zehn) letzten Monatsgehälter herangezogen!

Gast: 133
15.02.2012 00:28
0 0

Einzige Abhilfe - FPÖ Wählen

Die SPÖVP sind die besten Wahlhelfer für den HC. Bravo, ihr Altparteien, bald seid ihr nur noch eine Randnotiz der Geschichte !!!

Gast: Skandal !!
13.02.2012 19:14
0 0

Den Neugebauer und den Schieder könnte das ein neues Gebiß kosten

Die beiden Laffen haben die Stirn mega zu kassieren,
während wir Sherpas bald hungern und krepieren.

Gast: ASVG-Sklave
13.02.2012 18:54
0 0

Irgendsoein


Trottel hatte einst behauptet dass Beamte niemals in Pension gingen. Da schreibt doch die PRESSE prompt über Beamtenpensionisten. Laust mich der Affe?

Gast: Österreich wird zum Beamten-GULAG
13.02.2012 17:13
0 0

Daß diese Versagerregierung

schon wieder die Gehälter und Pensionen der in vielen unbezahlten Überstunden (ohne Zeitausgleich) ihren Ministern zuarbeitenden Beamten kürzen und diese damit ziemlich verärgern muß, zeigt einmal mehr deren desaströse Problemlösungs- und Finanzmanagementkompetenz! Die baldige Abwahl dieser staatsgefährdenden SPÖVP-Versagerpartie ist daher wegen Gefahr in Verzug für alle rational denkenden Patrioten ein Muß!

Das dem Steuerzahler schnoddrigst hingeworfene, völlig unausgegorene Flickwerk mit dem Tarnnamen "Konsolidierungspaket" beweist einmal mehr den menschenverachtenden Zynismus der gefährlich blöffenden rotschwarzen Parteischickeria, die sich für skandalöse Minderleistung frech aus der Staatskassa großzügig bedient.

Es ist schon beängstigend, wie in Lichtgeschwindigkeit das Steuergeld verzockt wird, den Machthaberdarstellern zwischen den Fingern zerrinnt, ohne daß die Wettbewerbsposition Österreichs und seiner Einwohner gestärkt wird. Mit null Wirtschaftskompetenz fuhrwerken sie herum, mit dem zweibeinigen Bankomat Steuerzahler zur eigenen Absicherung stets griffbereit. Toll verdient man nurmehr für die größtmögliche Verlusterzeugung (die nunmehrige Bildungsministerin Schmied ist mit ihrem Kommunalkreditdebakel ein Paradebeispiel dafür: als Dankeschön wartet eine Riesenpension); wer hingegen kompetent, umsichtig und verantwortungsbewußt kostenminimierend agiert, wird frivol als Sherpa mit Minigehalt ausgenützt:

Man merke sich das und handle in Zukunft dementsprechend!

Gast: tigermond
13.02.2012 16:57
0 1

alle über der normalen asvg-höchstpension sollten sowieso nie wieder eine erhöhung bekommen.


und man sollte bei den pensionen mit diesen prozenterhöhungen aufhören und alle um den selben eurobetrag erhöhen.
denn die teuerung und abgabenerhöhung trifft ja alle gleich.
höchstpensionisten brauchen nicht mehr essen und heizen als niedrigstpensionisten.

so viel fairness sollte dieser staat doch zusammenbringen können.

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Beamtenpensionisten drohen 2013 leer auszugehen

völlig unmöglich, da die Bienalsprüünge ja erfolgreich abgewehrt wurden, und auch das Ziel von 2,6 Mrd auf 1,8 völlig verfehlt wurde !

Unterm Strich wird wohl auch 2016 erneut ein weiteres Minus, wie bekanntlich bei den Pensionisten im Asgvbereich samt Arbeitern, ... aufscheinen !

Gast: Bedenker
13.02.2012 15:11
0 0

KARL ETTINGER

wird leider nicht erklären, wo er den Begriff PENSIONSSICHERUNGSBEITRAG gefunden hat (Was heißt schon SOGENANNT? Entweder - oder!! Recherchiert ist da nichts!) und auch nicht wie er zu rund ZWEI PROZENT der Bruttopension gekommen ist.


Gast: verraten und verkauft
13.02.2012 13:54
2 0

Hiermit wird durch die Hintertür die Volkseinheitspension eingeführt,

ausgenommen natürlich die Provokateure wie Feigmann mit seinem Hund im Dorf.

Und Bulle Neugebauer schweigt dazu?
Echt fieser Gewerkschafter.

Retten nur ihre eigenen Pfründe.
Ansonsten nur Lug und Trug und feiger Eiertanz.
Echt mies, diese GÖD-Schlaraffen.

1 1

in der Wahlzelle wird man daran denken,

und wenn die Republik zerbricht.
Aber das hat die Politiker bislang ja auch nicht gekümmert.

Gast: Hinsichtlich & Rücksichtlich
13.02.2012 11:46
2 1

Um Gottes Willen, das darf nicht sein....

Das ist ja furchtbar, schrecklich, da wird wohl die Arbeitsmoral darunter leiden!
Aber die automatischen Biennalsprünge die bleiben uns doch trotzdem, oder?

Gast: Bänkster
13.02.2012 11:24
6 0

Wiener Gemeindebedienstet


Eine Sauerei - diese Ungleichbehandlung, Besserstellung und unsolidarische Bevorzugung und Verhalten der Wiener Gemeindebedienste.

Auf Kosten - alle anderen!

Gast: als "Beamter" stigmatisiert
13.02.2012 11:05
3 1

Wir werden auf unsere alten Tage demonstrieren gehen müssen,

am besten mit einem längeren Sitzstreik bzw. Liegestreik vor dem BKA am Ballhausplatz oder vor dem Parlament am Ring, denn dort können ev. benötigte Rettungsfahrzeuge gut zufahren.

Ich bereue mittlerweile jeden Tag, den ich pflichteifrig geschuftet habe, lange Jahre der sog. Ochsentour um ein Minigehalt. Ebenso die vielen unbezahlten, nicht zeitausgeglichenen Überstunden wegen der hmhm Minister und ihrer einfältigen, zur Weißglut Anlaß gebenden Entourage. Ich bereue die vielen Nachhilfestunden nach meinem Büroschluß, also während meiner Freizeit, für die sog. Experten im Ministerbüro, die mindestens das 10-fache meines Gehaltes für ihre impertinente Dummheit kassierten. Ich bereue die vielen verpatzten Wochenenden wegen dringender Terminarbeiten für die nichtsnutzige Ignoranz im Dunstkreis der Minister, all die fachkundig ausgearbeiteten Papiere, für die ich nie einen einzigen Cent bezahlt bekam, welche die Ministersekretäre dem Minister gegenüber als ihre Wochenendfleißaufgabe ausgaben und mit ihrem Namen zierten und schließlich dafür tolle Posten bekamen, während ich wegen meinem im Vergleich zur Privatwirtschaft mickrigen Gehalt verlacht, verhöhnt wurde. Ich bereue jetzt umso mehr jede Minute Lebenszeit, die ich diesen intriganten Minderleistern ausgeliefert verschwenden mußte, nur um mir mühselig eine Alteigentumswohnung abzusparen, die mir jetzt durch die "Pflege" genannte Enteignung legal gestohlen wird.

Kinder, werdet auf keinen Fall Beamte!
Lieber Minister, Migrant.

1 2

Re: Wir werden auf unsere alten Tage demonstrieren gehen müssen,

ja bitte tut das, um dem Volk endlich zu zeigen wieviel Euer Einsatz zu den Kosten eigentlich wert ist !

Welches Unternehmen kann es sich sonst leisten, von 9 bis maximal 15 uhr (abgezogen davon Frühstücks- Mittags.- Jausen-pausen) also abzüglich 2 Std/tgl arbeiten zu müssen und erfolgreich zu sein ???


1 2

Re: Wir werden auf unsere alten Tage demonstrieren gehen müssen,

das lebenseinkommen, das einem Bundesbeamten immer zugesichert wurde, zurfällt immer mehr in eine kurzen beschissenes Leben. das, was weniger ausbezahlt wird, wird ausserdem noch wesentlich höher besteuert als damals, als man es dem Beamten zugesichert hat.
Wie ist das in der Fabel mit dem Esel, dem man ein Karotte vor das Maul hält, ist das Ziel endlich erreicht, istt der Maultiertreiber die Karotte selbst.
Bei uns die Politiker wie auch Khol himself.

1 1

Re: das, was weniger ausbezahlt wird, wird ausserdem noch wesentlich höher besteuert als damals, als man es dem Beamten zugesichert hat.

i man i tram !

Welche Steuern ausser der sonst üblichen Mwst Ust ,... falls überhaupt, bezahlen aus Steuergeldern bezahlte Beamte denn ?!

Und vor allem; warum verschweigt Ihr immer wieder und überall die etlichen Zulagen und Vorteile wie beinahe Gratiskredite auf Lebenszeit, Gutscheine und Gutschriften für (Essen in Lokalen; Sodexxo)), wie auch Depotate im Bereich Energie ..... ???

Weil unterm Strich wohl weit mehr an Realeinkommen heraus käme als man uns einfachen Bürgern erklären will ?!

0 0

Re: Re: das, was weniger ausbezahlt wird, wird ausserdem noch wesentlich höher besteuert als damals, als man es dem Beamten zugesichert hat.

Einkommenssteuer, wie alle anderen auch, und zustätzlich den Pensionssicherungsbeitrag ca. 3,3%, manche sogar noch mehr, wenige weniger

und natürlich die Frankenversicherungsbeiträge, bei Beamten noch mit 20% Selbstbehalt

Gast: dubitator
13.02.2012 10:54
0 0

Endlich funktioniert etwas!

Da werden Unsummen zur Eurorettung verpulvert (n.b., das wirklich dicke Ende kommt ja erst in Gestalt von ESM, neuer EZB-Politik, schlagend werdenden Haftungen), für diverse Industrien (nein: nicht für produktive) und weiß Gott was noch an merkwürdigen Posten. Dann geht natürlich das Geld aus, es kommt zum sogenannten Sparpaket (nicht das erste, und schon gar nicht das letzte). Und da ist endlich die Begeisterung da: die privilegierten Beamten haben ja ohnedies viel zu ... -- Teile (die Bevölkerung in Gruppen) und herrsche: das funktioniert. -- Nichts gegen ein Anprangern der wirklichen Misstände: unglaublich frühe Pensionierung, übrigens auch in der Privatindustrie, Angleichung des Pensionsalters von Männern und Frauen (Mütter könnte man da anders sehen) erst am St. Nimmerleinstag usw.). Früher hätte (und hat) man sich bemüht, die Pensionen der Arbeiter und Angestellten zu verbessern und auch umgekehrt die Gehälter der Beamten an die in der Privatindustrie, also nach oben, anzugleichen. Heute lässt man lieber streiten und gibt das Geld dafür aus, wofür die sogenannte Elite meint.

Mit "vollen Taschen" "leer ausgehen"?

Diesen Film sollte sich die große Masse der - völlig normalen! - Staatsdiener*I*nnen sehr wohl einmal ansehen - und darüber nachdenken, ob sie es weiterhin zulassen will, dass ein - in Wahrheit - kleiner Teil an ungeniert GROSS Abkassierenden sie zu modernen "Parias" in Österreich stempelt.

Beamte

Also ich kenn persönlich einen, der jetzt mit 53 dienstfreigestellt ist und sicher 1700 € im Monat netto ohne Arbeit bezieht. Um nicht zu sagen ers ei dumm, aber dieser Jemand wäre in der Privatwirtschaft wegen Unfähigkeit kläglich gescheitert.
Bei der Polizei gibts unwahrscheinliche Konditionen und Zuschläge, wovon ein Privater nur träumen kann. Inspektor, im Dienst umgeknöchelt, 1/2 Jahr Krankenstand, Versicherung € 10.000, natürlich Lohnfortzahlung, private Versicherung 10.000 €, alles zusammen sicher an die 30.000 €.
Ein Postenkommandant mit allen Zulagen und 3.000 € netto Monatsgehalt, der im Dienst nur im Internet surft und sonst gar nichts mehr tut.usw.
Kann einem was besseres passieren ?
Vor zwei Monaten Lohnerhöhung um 3%, wo sich bereits abzeichnete, daß alles in Scherben fällt.
Und dann soll noch einer kommen und behaupten daß es keine Zweiklassen-Gesellschaft gibt.
Es kommt einem das Kotzen wenn die Beamten dann noch jammern. Die haben echt keine Ahnung und glauben das ist noch normal!
Weit sind wir von griechischen Zuständen nimmer weg!

1 2

Re: Beamte

ich weis aber auch von Leuten in der privatwirtschaft, die sich ebenfalls mit 53 in die Frühpesion (Invaliden..) vom Arbeitsleben verabschiedet haben. Die Pension ist niedriger, aber der hat auch vorher wesentlich mehr verdient.

Schimpfen sie nicht, indem sie nur die ihnen genehmen Einzelfälle aufzeigen.

Gast: Pensionisten-Flashmob mit Rollator, notfalls im Rollstuhl und mit Stecken!
13.02.2012 09:20
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Bereits über 20 % Kaufkraftverlust meiner Beamtenpension (1.500 Euro netto)

in nichteinmal 10 Jahren wegen nicht abgegoltener Inflation sind schon ein Hammer!

Das, obwohl Lebensmittelpreise, Energiekosten, diverse Abgaben und vor allem die Krankheitskosten, Therapiekosten und die immens teuren Kosten für "Pflege" (de facto Enteignung alles im Leben bitter Ersparten) rapide ansteigen.

Viele alte Beamte können sich deshalb auch bei diesen sibirischen Temperaturen keine Heizung mehr leisten.

Bald wird man sich nurmehr ein Ausgedinge in Bangladesch, Burkino Faso, Mali, bestenfalls im Kosovo leisten können.

Doch dank der Billiggenerika Marcoumar und ThromboAss braucht man sich nicht allzu viele Gedanken über die triste Zukunft mit all den Geldsorgen zu machen: man stirbt mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ziemlich bald. Die außerordentlichen Fähigkeiten der in Schnellsiederkursen zu Pflegehelfern und Heimhilfen umgeschulten frustrierten Langzeitarbeitslosen sind ebenfalls ein probates Mittel zur Beamtenpensionistenentsorgung.

Deutlich besser geht es da den parteipolitisch willfährig gewesenen Spitzenbeamten und Spitzenpolitikern mit ihren Spitzenpensionen. In ihren Schweizer Sanatorien fällt ihnen die schleichende Geldentwertung gar nicht auf. Umgurrt von rassigen Schönen lebt es sich lustig leicht bis 100 und dann kassiert noch die frisch angetraute junge Witwe jahrzehntelang ihren Anteil, doch diese Privilegien bleiben natürlich unangetastet da budgetär irrelevant(?)

Re: Bereits über 20 % Kaufkraftverlust meiner Beamtenpension (1.500 Euro netto)

In vielem haben Sie Recht. Aber vergessen Sie nicht, dass die meisten ASVG-und SVA-PensionistInnen weniger als 1.500 Euro Pension haben und auch sie haben mit über 20% Kaufkraftverlust zu leben. Dazu kommt noch, dass sich Beamte nie um ihren Arbeitsplatz Sorgen machen mussten, die anderen hingegen sehr wohl incl. Arbeitsplatzverlust und dadurch fehlende Jahre. Klar ist aber, dass es sich die Parteibuchkarrieristen von Anfang an richten konnten und in der Pension sich so gut wie alles leisten können, auf Kosten der Steuerzahler, die dafür aufkommen müssen.

Antworten Antworten Gast: Pilates
15.02.2012 11:34
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Re: Re: Bereits über 20 % Kaufkraftverlust meiner Beamtenpension (1.500 Euro netto)

Sie "vergessen" nur zu gerne, daß Beamte im Gegensatz zur Privatwirtschaft (a) keine Abfertigung (die öfters ziemlich hoch ist) oder ähnliches bekommen und (b) höhere Gehälter erst nach vielen Dienstjahren im höheren Alter relativ knapp vor der Pension, also nur einige wenige Jahre, bekommen, nach einer ca. 2 1/2 Jahrzehnte langen Durststrecke mit vergleichsweise mickrigem Gehalt und jährlich vielen hunderten von unbezahlten, nicht zeitausgeglichenen Überstunden wegen der vielen Einsparungen seit ca. 1990 (sog. Ochsentour). Was in der Privatwirtschaft das Arbeitsplatzrisiko, ist im Staatsdienst das jahrzehntelange Eingesperrtsein in derselben Abteilung (Arbeitsplatzwechsel ist de facto unmöglich) und das meist mieserable Betriebsklima wegen den parteipolitisch bedingten himmelschreienden Ungerechtigkeiten (Günstlinge bekommen für kaum Arbeit ein doppeltes oder dreifaches Nettogehalt) und dem alle vergiftenden Intrigantentum. Da es kein Arbeitsinspektorat gibt, sind die Arbeitsplätze meist hinterwäldlerisch. Ständiger Termindruck, oft jahrelang verfallender Urlaub (keine Postennachbesetzungen) und negatives Image in der Öffentlichkeit zermürben viele, machen mißmutig und frustriert.

Am besten verdient der Beamte in der Pension, was nach rd. 4 Jahrzehnten Folterkammer der einzige Lichtblick im Beamtenleben ist.

Lustig ist der Neid der einem Phantom nachjagenden Bevölkerung.

Jeder Neider hätte Beamter werden können, Anstellungsvoraussetzungen und Dienstprüfung vorausgesetzt.

2 1

Re: Bereits über 20 % Kaufkraftverlust meiner Beamtenpension (1.500 Euro netto)

Das ist die Realität und nicht das Hetzerische, was der Poster "1. Parteiloser" weiter unten schreibt.

Die Beamten werden alle in einen Topf geworfen und gegen die restlichen Arbeitnehmer ausgespielt (was durchaus die Intention Heinisch-Hoseks sein dürfte).

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Re: Re: Bereits über 20 % Kaufkraftverlust meiner Beamtenpension (1.500 Euro netto)

der Parteilose hetzt immer, egal was wirklich ist.

Man sollte solche Leute nicht ernst nehmen, auch wenn es ärgerlich ist.

Inzwichen glaub ich bei dem auch nicht mehr an Bösartigkeit, sondern eher an einen Schaltfehler.

 
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