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Türkei wird wegen Jet-Abschuss nicht Krieg führen

25.06.2012 | 16:37 |   (DiePresse.com)

Syrien warnt die Nato vor einem Angriff auf sein "heiliges Territorium". Die Darstellung der Türkei sei eine "Lüge". Die EU-Außenminister rufen indes zur Zurückhaltung auf.

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Ein militärisches Eingreifen in Syrien scheint auch nach dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeuges vor der syrischen Küste unwahrscheinlich. Die Türkei werde wegen des Zwischenfalls keinen Krieg führen, sagte Vize-Regierungschef Bülent Arinc am Montag nach einer siebenstündigen Kabinettssitzung in Ankara. "Was immer getan werden muss, wird mit Sicherheit innerhalb des Rahmens des internationalen Rechts getan werden", sagte Arinc. "Wir haben nicht die Absicht, gegen irgendjemanden in den Krieg zu ziehen."

Der Vize-Regierungschef bestätigte auch den Beschuss eines weiteren türkischen Flugzeuges durch Syrien. "Das Flugzeug wurde zu Beginn unserer Rettungsaktion für die nach dem Beschuss abgestürzten Piloten (der ersten Maschine) attackiert." Dies war zuvor bereits von europäischen Diplomaten in Ankara berichtet worden. Man habe die syrischen Stellen sofort darüber informiert, dass es sich um Rettungsflüge handelte, sagte Arinc. Die Syrer hätten ihre Angriffe daraufhin eingestellt.

EU-Außenminister: "Abschuss inakzeptabel"

Der Vizepremier warf Syrien vor, das Kampfflugzeug zuvor "absichtlich" abgeschossen zu haben. "Ein Flugzeug in dieser Art als Ziel anzuvisieren, ohne Vorwarnung, ist ein in höchstem Maße feindlicher Akt", sagte Arinc nach einer Kabinettssitzung. Es bestehe "kein Zweifel", dass Syrien "absichtlich" auf das Flugzeug "im internationalen Luftraum" gezielt habe.

Der Abschuss sei "inakzeptabel", heißt es in einer am Montag in Luxemburg veröffentlichten Erklärung der EU-Außenminister. Damaskus wurde aufgefordert, bei der Aufklärung des Zwischenfalls vom Freitag vor der syrischen Küste umfassend mit der Türkei zusammenzuarbeiten. Vizekanzler und VP-Außenminister Michael Spindelegger sagte, die Umstände des Abschusses müssten geklärt werden. Im Rahmen der UNO müsse Russland davon überzeugt werden, dass die Staatengemeinschaft eine "härtere Gangart gegen das Regime (von Präsident Bashar al-) Assad" einschlage.

Nato-Sonderrat einberufen

Die Türkei hat eine Sondersitzung des Nato-Rats beantragt. Das Gremium der 28 Nato-Botschafter tagt an diesem Dienstag in Brüssel. Ein militärisches Eingreifen in Syrien stehe allerdings nicht zur Debatte, verlautete von Nato- und EU-Diplomaten. Die EU-Außenminister fügten außerdem der Liste von syrischen Unternehmen und Organisationen, denen Geschäfte mit der EU verboten sind und deren Vermögen in der EU eingefroren werden, neue Namen hinzu.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon rief den Sicherheitsrat zu Einigkeit und Entschlossenheit im Umgang mit Syrien auf. Dabei erinnerte er an Beispiele mit Kampfeinsätzen. "In Libyen haben internationale Streitkräfte eingegriffen, um eine klare Bedrohung für Zivilisten abzuwenden", sagte Ban vor dem Sicherheitsrat in New York. Die Hauptverantwortung für die seit 16 Monaten anhaltende Gewalt in Syrien sah der UN-Generalsekretär bei der Regierung in Damaskus, allerdings würden auch die Rebellen Krankenhäuser als Stellungen nutzen, kritisierte Ban. Am Dienstag wollte der UN-Sicherheitsrat erneut über den Syrien-Konflikt beraten. Konkrete Schritte wurden jedoch nicht erwartet.

General flieht mit 38 Soldaten in Türkei

Indes setzten sich ein General und zwei Obristen der syrischen Armee in die Türkei ab. Die drei Offiziere waren in einer Gruppe von 39 Deserteuren, die mit ihren Familien die Türkei erreichen konnten, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi. Ihnen wurden Plätze in einem Flüchtlingslager in der südlichen türkischen Provinz Hatay zugewiesen.
Bei Gewalttaten wurden auch am Montag in Syrien binnen weniger Stunden mindestens 20 Menschen getötet, wie Aktivisten berichteten. Am Sonntag kamen nach diesen Angaben 64 Menschen ums Leben. Truppen des Regimes beschossen die Damaskus-Vorstadt Duma, Homs und Wohngebiete in der nordöstlichen Provinz Deir as-Saur. Aus Duma setzte nach Oppositionsangaben eine Fluchtwelle von Zivilisten ein.


 

(Ag./Red.)

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108 Kommentare
 
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Gast: ROTFRONT
26.06.2012 09:58
3 6

Das syrische Militär ist eben nich die PKK, also kein unbewaffneter alter greiser wehrloser Mann/Frau/Kind

Das bedeutet, es könnte zurückschießen.

Antworten Gast: lucky
26.06.2012 12:04
5 4

Re: Syrien hat internationales Recht gebrochen


Syrien ist kein Gegner für die Türkei. In 3 Tagen wäre Syrien erledigt, wenn erst einmal die sehr starke türkische Luftwaffe und das Heer dort einmarschieren.

Darum geht es ja nicht, sondern darum, dass Syrien ein unbewaffnetes Flugzeug im internationalen Luftraum getroffen hat.

Syrien ist eindeutig schuldig.


Gast: Imperialist
26.06.2012 09:04
3 4

typisch

Typisch: erst das Maul aufreissen und dann kneifen, wenn es darauf ankommt.

Antworten Gast: xxxx
26.06.2012 09:59
5 4

Re: typisch

Tja, die sind halt nur am Sozialamt mutig.

Gast: Pilatus2012
26.06.2012 08:58
6 3

Kriegstreiber

Und wenn nun die Türkei und die Medien lügen?

Gast: Johann Laber
26.06.2012 07:42
5 4

"Türkei wird wegen Jet-Abschuss nicht Krieg führen"

Das kann sich die Türkei auch überhaupt nicht erlauben, nicht einmal mit Unterstützung der NATO.

Russland hat klar gemacht, daß es einen Krieg gegen Syrien niemals hinnehmen wird. Somit ist die Sache hinfällig.

Antworten Gast: fgarexthghyrsgrgysgy
26.06.2012 08:34
4 3

Re: "Türkei wird wegen Jet-Abschuss nicht Krieg führen"

Selbst wenn Russland und China nicht hinter Syrien stehen würden, ohne die Nato könnte die Türkei nicht gegen Syrien angehen, selbst wenn die syrischen Streitkräfte im Kampf gegen die Aufständischen teilweise gebunden sind.

Es ist einfach ein Unterschied ob man kurdische Dörfer im Nordirak bombardiert oder gegen eine Armee kämpft. Und schon bei ersterem schlagen sie sich schlecht.

In 10 Jahren !

Wird die Türkei Wirtschaftlich die ganze Region sowieso dominieren,
es geht auch ohne Waffengewalt !
Im Gegenteil,die Türkei ist nicht damit einverstanden das mit Waffen Menschen Unterdruck gesetzt werden.
Diese Haltung ist der Grund,warum immer mehr Betriebe(unter ihnen viele aus Österreich) sich in der Türkei niederlassen und investieren.

Antworten Gast: Weltekonom
26.06.2012 08:12
5 3

Re: In 10 Jahren !

Die Grossmacht Türkei ist gemaess ''pro Kopf Einkommen'' auf der Welt an der 66.Stelle. Das bedeutet, dass sie in zwei
oder drei Jahren eine Wirtschaftsmacht
wird. Ich weiss nicht, ob ich Sie damit zufriedenstellen konnte. Ich an Ihrer
Stelle würde sofort dort mit einem neuen
Leben anfangen.

Antworten Antworten Gast: lucky
26.06.2012 12:09
3 2

Re: Re: In 10 Jahren unter den TOP 10 der Weltwirtschaftmächte


Die Türken haben immer noch ein höheres Einkommen als die Rumänen, Bulgaren, Polen usw. ...

Weltbekannte Experten erwarten die Türkei bis 2023 (100. Republikjubiläum) unter den TOP 10 der Wirtschaftsnationen.

Die Neider dürfen gerne heulen.


Re: Re: Re: In 10 Jahren unter den TOP 10 der Weltwirtschaftmächte

Trau keiner Prognose die du nicht selber gefälscht hast. Wer bitte ist ein "Weltbekannter Experte". Ohne Quellenangabe ist die Aussage nix wert, und wenn's ein ramschiger Experte oder eine ramschige Quelle ist, dann auch nicht.

Re: Re: Re: In 10 Jahren unter den TOP 10 der Weltwirtschaftmächte

Prognosen sind schwierig

besonders wenn sie die Zukunft betreffen

hahahaha

Gast: Gesichtschirurg
25.06.2012 22:52
3 3

War doch klar...

...oder haben die Dauer-Anti-Türkei-Nörgler geglaubt die Türkei lässt sich in einen Krieg reinziehen? Langfristig wird das Regime in Syrien sowieso von der Gnade der Türkei und ihrer Verbündeten abhängig sein.

Ganz nebenbei: Es geht auch nicht um das syrische Volk. Man will die Russen von ihren Militärbasen in Syrien vertreiben.


Antworten Gast: DieAntwort
26.06.2012 11:04
1 3

Re: War doch klar...

Du verdrehst die Realität...

...die einzigen welche sich aufregen sind die stolzen Türken.

Alle anderen kritisieren das Aufregen über einen Abschuss über fremden Territorium.

Antworten Antworten Gast: kinky
26.06.2012 12:17
2 1

Re: Re: hirnkranker


du nicht-österreicher hast gar nix zu sagen und dein schwachsinn kennt jeder hier.

Antworten Antworten Antworten Gast: DieAntwort
26.06.2012 16:11
0 0

Re: Re: Re: hirnkranker

beleidigt?

"hirnkranker"
"du nicht-österreicher"
"dein schwachsinn "

Nicht so viele Gegenargumente auf einmal.

Du wirkst recht hilflos...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gesichtschirurg
26.06.2012 18:52
1 0

Re: Re: Re: Re: hirnkranker

Sorry, auch wenn's nicht nett war: wo er (kinky) recht hat hat er nun mal recht.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: DieAntwort
28.06.2012 11:44
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: hirnkranker

So wird das nix mit der Glaubwürdigkeit...

...wenn du rassistische Beschimpfungen deiner "Landsleute" unterstützt.

Gast: TürkAusGermany
25.06.2012 21:17
6 10

Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten


Und NIEMALS einen Krieg vor der eigenen Haustür.

Die Türkei kennt zudem sehr gut die derzeitigen "Spiele" im Nahen Osten und wird sich klugerweise davon zurück halten.

Der Diktator Assad hat nicht nur seit 15 Monaten sein eigenes Volk abgeschlachtet, er hat auch internationales Recht gebrochen.

Die russische Rakete traff die unbewaffnete F-4 exakt 13 SEEMEILEN von der Küste entfernt, also INTERNATIONALER LUFTRAUM.

OHNE Vorwarnung wurde die Russenrakete abgefeuert.

Und wer jetzt denkt, die Türkei hat zum ersten mal ne F4 ins Mittelmeer geschickt, der irrt sich gewaltig.

JEDEN TAG ist die türkische Luftwaffe als Mittelmeeranrainer unterwegs und das stundenlang. Nichts ungewöhnliches.

Auch an dem Tag war die F4 bereits rund 1,5 Stunden über dem Meer.

Syriens Verhalten war bewusst. Ein Angreifer greift sofort an und macht nicht davor 1,5 stundenlang seinen Routine-Rundflug. Und schon gar nicht als eine einzige Maschine, da gehören schon mehrere Kampfjets auf einmal dazu für einen Angriff.

Re: Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten

Syrien war bis vor kurzem - also bis sich die westlichen Mächte entschlossen hatten anstatt eines proIranischen ein proIsraelisches Regime zu installieren - eines der sichersten Staaten in der Region ... warum mischt ihr bei einer solchen Schandtat mit ihr ach so ehrvollen Türken?

Antworten Antworten Gast: Preuße1951
25.06.2012 23:04
3 3

Re: Re: Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten

Ich kenne Ihre Kommentare, die zeigen, dass sie nur so strotzen vor Hass auf die Türken, was ja auch an Ihrer Wortwahl leicht zu erkennen ist.
Und gerade Ihr zynischer Anwurf im letzten Satz Ihres Kommentars entlarvt sie als einen ungehobelten Bengel, der andere nur würdelos bewerfen kann und damit sich selber die Würde nimmt.

Antworten Antworten Antworten Gast: DieAntwort
26.06.2012 09:59
2 2

Re: Re: Re: Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten


Kritik = Hass

So wird das nix mit der Glaubwürdigkeit.

Antworten Gast: Zum Glück kein TürkAusAustria
25.06.2012 22:03
5 6

Re: Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten

Sie sind ja ein ganz ein G'scheiter. Hättens ein Geschwader losgeschickt, dann wär die "Übungsflug"-Story noch unglaubwürdiger gewesen. Zudem wurde das Flugzeig NICHT von einer AA-Missile, sondern von AA-Artillery unschädlich gemacht - daher ist das mit den internationalen Gewässern ein G'schichtl.
Aber jetzt bei der NATO und EU weinen und petzen. Die Türkei überschätzt sich ein bissi .....

Antworten Antworten Gast: N.F.O.
25.06.2012 22:47
3 5

Re: Re: Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten

Sie irren. Sie irren total. Daher ist es besser, wenn sie die Klappe halten.

Antworten Antworten Antworten Gast: Zum Glück kein TürkAusAustria
25.06.2012 23:15
5 4

Re: Re: Re: Die Türkei will Frieden und Demokratie im Nahen Osten

Das sind natürlich schlagende Argumente die Sie da vorbringen.

Gast: xxxx
25.06.2012 20:25
7 1

Ich weiß, dass die Syrer Massenvernichtungswaffen haben könnten.

Und das mit absoluter Sicherheit!
Verstanden?

 
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