Südkorea und Japan haben auf Wunsch der Regierung in Seoul die geplante Unterzeichnung eines umstrittenen Militärabkommens verschoben. Die Regierung reagierte damit auf Forderungen der Regierungs- und Oppositionsparteien. Die wollen über das Abkommen zunächst beraten.
Der Pakt über den Austausch nachrichtendienstlicher Informationen wäre das erste militärische Abkommen zwischen Südkorea und der früheren Kolonialmacht Japan gewesen. Er sollte am Freitag in Tokio unterzeichnet werden.
Die geplante Unterzeichnung hatte in Südkorea ernste Bedenken ausgelöst. Die japanische Kolonialherrschaft über die koreanische Halbinsel von 1910 bis 1945 wird von den Koreanern noch heute als tiefe Schmach empfunden.
(APA/dpa)
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