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"Historischer Tag": Kosovo erhält volle Souveränität

02.07.2012 | 13:46 |   (Die Presse)

In Wien wurde beschlossen, die internationale Überwachung im September enden zu lassen. Wesentliche Probleme hat Europas jüngster Staat aber noch nicht gelöst. Premier Thaci: "Ein historischer Tag."

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Das breite Grinsen hat Hashim Thaçi diesmal Gastgeber Michael Spindelegger überlassen. Mit dem staatsmännischsten Gesichtsausdruck, den er im Repertoire hat, sitzt der Kosovo-Premier neben Österreichs Außenminister und kommentiert dessen Aussagen, und noch mehr die des internationalen „Kosovo-Aufpassers“ Pieter Feith, ab und zu mit einem wohlgefälligen Nicken.

Thaçi ist am Ziel: „Die internationale Überwachung des Kosovo endet heute“, verkündete Spindelegger, der seine Freude darüber kaum zügeln konnte, dass das, „was in Wien begonnen hat (mit den Verhandlungen zum Ahtisaari-Plan; Anm.), auch in Wien endet“.

Nun, nicht ganz. Am Montag hat die internationale Kosovo-Lenkungsgruppe nur den Beschluss gefasst. Schließen wird Feith sein Büro im September. Dann wird der zu 92 Prozent albanisch besiedelte Kosovo effektiv volle Souveränität erlangen. Die Bedingung: Prishtina muss einige zugesagte Verfassungs- und Gesetzesänderungen vornehmen. Die Regierung Thaçis habe viele Hausaufgaben vor sich, meinte Spindelegger, der Beschluss der Lenkungsgruppe sei aber ein „Vertrauensvotum“.

 

Weiter am Tropf der Geldgeber

Doch nicht nur, weil der arme Jungstaat weiter am Tropf seiner Geldgeber hängt, wird Prishtina auch künftig unter der Fuchtel seiner Schutzherren stehen: Das Mandat der EU-Rechtsstaatsmission Eulex, die dem Kosovo beim Aufbau seiner Justiz und Polizei helfen soll, wurde erst kürzlich um zwei Jahre verlängert. Vom zeitweilig angedachten Abbau der Schutztruppe KFOR, an der auch Österreich beteiligt ist, ist wegen der anhaltenden Spannungen im serbisch dominierten Nordkosovo derzeit ohnehin keine Rede mehr.

Nicht zuletzt dank der hartnäckigen Blockadepolitik des unwilligen Ex-Mutterlands Serbien bleibt der Kosovo ein unvollständiger Staat: Auch im fünften Jahr seiner Unabhängigkeit ist ihm noch immer keine eigene Telefonvorwahl oder Fußballnationalmannschaft vergönnt. Zwar konnte der Kosovo 2009 dem Internationalen Währungsfonds (IWF) beitreten, am Widerstand Belgrads scheiterte bisher aber der Zutritt zu internationalen Sportorganisationen, zur UNO oder dem Europarat.

Zumindest bei der Integration der Kosovo-Serben in den Enklaven im Süden gab es Fortschritte: Der serbische Bevölkerungsanteil schrumpf zwar, der befürchtete Massenexodus blieb aber aus. Doch im serbisch dominierten Nordwestzipfel, der 18 Prozent des Territoriums ausmacht, hat Prishtina noch immer nichts zu melden. Dass er hier nicht helfen konnte, führt Feith auf den Totalboykott zurück, mit dem ihn die serbische Seite von Anfang an belegt habe. Diesbezüglich wird sein Abgang also keine Lücke hinterlassen. Thaçi kündigte am Montag ein „großzügiges Angebot“ an die Serben im Norden an: „Sie sind ja alle Bürger dieses Staates.“ Das sehen die Gemeinten freilich anders.

 

Es droht verschärfte Eiszeit

Der von Brüssel moderierte Dialog mit Belgrad zur Erleichterung des Nachbarschaftsalltags ist derweil völlig festgefahren. Fast keines der von Serbien gemachten Zugeständnisse wurde bisher umgesetzt. Wenig vielversprechend für eine Aussöhnung ist auch der Machtwechsel in Belgrad: Mit dem einstigen Nationalisten Tomislav Nikolić an der Staatsspitze und dem früherer Milošević-Sprecher Ivica Dačić als Premier zeichnet sich eine verschärfte Eiszeit ab.

Doch nicht nur wegen der Belgrader Nadelstiche und den in der Krise rückläufigen Überweisungen der Emigranten ist von Aufbruchstimmung im Kosovo kaum mehr etwas zu spüren. In ihren Fortschrittsberichten klagt die EU noch immer über Korruption, Wahlmanipulationen und mangelnden Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Die erhofften Investoren zieren sich, die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen der Befreiungsarmee UÇK ist ausgeblieben. Ob mit überwachter oder voller Souveränität: Von einem Rechtsstaat westeuropäischer Prägung scheint Europas jüngster Staat noch ein ordentliches Stück entfernt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.07.2012)

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56 Kommentare
 
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Gast: keterum kenseo
01.07.2012 23:04
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Auch wenn man es 100x falsch schreibt,

es bleibt DAS Kosovo!

Antworten Gast: Edi
02.07.2012 14:23
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Re: Auch wenn man es 100x falsch schreibt,

willst du uns jetzt diktieren wie Kosova genannt werden soll

Antworten Gast: dreni81
02.07.2012 14:17
1 2

Re: Auch wenn man es 100x falsch schreibt,

heißt es Kosovoren oder Kosovaren?
heißt es, kosovorische oder kosovarische regierung..

Es heißt Kosova!
kosovaren,
kosovarische regierung..
alles andere ist serbische Propaganda...

Gast: Hamdudeldei
01.07.2012 22:51
1 0

volle Unabhängigkeit

Heißt das, die Amerikaner ziehen ab?

Wir werden scheinbar

nur noch von willfährigen Gehilfen der EU und USA regiert,die Entscheidungen treffen welche entweder irgendwelche gefundenen Minderheiten unterstützt (Kosovo)oder wirtschaftsinteressen in den Vordergrund stellt (RO und BG in der EU). Begründet werden diese Entscheidungen mit absolut lachhaften, beinahe verarschenden, Sätzen wie dem von Hrn. Spindelegger !

„Der Kosovo ist nun reif, auf eigenen Füßen zu stehen und die volle Verantwortung für die Zukunft aller seiner Bewohner zu übernehmen“

Gast: Die EU ist unser Untergang....
01.07.2012 20:05
9 4

Eine der unglaublichsten Schweinereien in Europa nach 1945

federführend natürlich die EU+USA! Bravo!

Antworten Gast: 002
02.07.2012 11:57
0 0

Re: Eine der unglaublichsten Schweinereien in Europa nach 1945

können Sie das auch begründen?

Antworten Antworten Gast: Bademeisterin
02.07.2012 12:57
1 0

Re: Re: Eine der unglaublichsten Schweinereien in Europa nach 1945

Kaufen Sie sich ein Geschichtsbuch....

Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
01.07.2012 19:57
7 5

endlich hat Europa

seinen eigenen Drogenlieferanten


Antworten Gast: BravoEU
02.07.2012 09:50
3 4

Re: endlich hat Europa

Ausserdem:
Organ-, Menschen- und Waffenhandel, etc. etc.

Regiert von Schwerverbrechern ...


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Re: endlich hat Europa

und in serbien hat Europa mitten drin ein Russen-Putin Insel ,!?

Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

Was für eine Katastrophe, ich habe Mitleid mit den Serben!

Antworten Gast: jfjf
02.07.2012 12:00
0 0

Re:

"Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!"

Lernquadrat --> Geschichte Nachhilfe

Antworten Gast: toro
02.07.2012 09:54
0 0

Re: Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

Ich auch.
Über 20% Arbeitslosigkeit, massive Abwanderung und Perspektivenlosigkeit sind wahrlich schrecklich in Serbien.

Antworten Gast: KaGeBe
02.07.2012 09:45
1 0

Re: Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

Es wird sich rein gar nichts ändern, die Albaner werden weiterhin versuchen, den Kosovo ethnisch rein zubekommen und die Serben werden weiter alles blockieren.

Antworten Antworten Gast: ethnisch rein?
02.07.2012 14:20
0 1

Re: Re: Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

wollen sie wie einst Vasa Cubrilovic erneut Völkermord begehen und den Kosovo mit neuen serben bevölkern?

Serbien stirbt doch in spätestens 50 Jahren aus...
der Kosovo wird Land für seine Bevölkerung brauchen..


Re: Re: Re: Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

wenn man sich mit seinen thesen zu den albanern beschäftigt, kann man nur sagen, dass er recht hatte ... blöd, aber es ist so!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lidhja eshte gjalle
04.07.2012 21:21
0 0

Re: Re: Re: Re: Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

dass er recht hatte? ehrlich jetzt? was sind sie denn fuer ein hohlkopf, herr gott nochmal, zum kotzen echt...

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Re: Wird uns mit Wien auch noch so ergehen!

Ich habe mitleid eher mit die serben in serbien dass ihnen nicht bewusst ist in was für ein land sie leben,ein Rückschritt gewante politische Elite und Realitätsfern!!!!!!!

Gast: goforce
01.07.2012 19:40
4 3

Geldspenden für die Religion

Nach Bosnien jetzt der zweite Staat in Europa der dan heimlich Ausbildungslager / Koranschulen für muslimische extremistische aus Arabien, Nordafrika oder Süd-Russland etc. ausbildet und ohne Visum einreisen lässt als dank für die vielen Millionen Geldspenden aus muslimischen Öl-Ländern

Antworten Gast: Edi
01.07.2012 20:08
4 3

Re: Geldspenden für die Religion

...das ist doch schnee von gestern. Das was du schreibst haben wir vor Paar Jahren angeboten. Heute sind wir in Kosova wesentlich fortgeschrittener. Mitunter entwickeln wir chemische und biologische Massenvernichtungswaffen für Taliban und Al-Kaida. Desweiteren werden momentan in hochtouren Atom Bomben für den Nahen osten Produziert...Bestellungen werden, schriftlich oder mündlich via E-Mail, SMS, Telefon oder ganz einfach Per Post angenommen. Also schlagt zu und profitiert vom Sommerschlussverkauf welcher demnächst losgeht. hahahahaha

Gast: Edi
01.07.2012 18:27
4 3

Historische Schritte

Stück für Stück, schafft die gesellschaftliche Evolution sowie der natürliche Weg eines Volkes die Schritte zur Gründung einer wahren und stabilen Nation. Ich persönlich bin sehr glücklich darüber, besonders im Hinblick was Kosova in den letzten 50 Jahren für einen mühsamen weg gegangen ist um letzten Endes eigentlich nur das zu bekommen was der Wille eines jeden gesunden Menschen ist, nämlich frei zu sein und in einer demokratischen Ordnung zu leben. Viele Grüsse an alle

Antworten Gast: Folgerung
02.07.2012 14:42
0 0

Re: Historische Schritte

„zur Gründung einer wahren und stabilen Nation“
Losgelöst von tatsächlichen Zielen der albanischen Unterstützer, siehe u.a. das Vorhaben des Wesley Clark, und in Anbetracht der Tatsache, dass Albaner auch in anderen Ländern leben, aufgrund bisheriger Fertilitätsgepflogenheit sehr viele, dürfte ihrerseits das Absplitten des serbischen Gebietes vom Kernland nur ein Teilziel darstellen.

Antworten Gast: baff
02.07.2012 11:54
0 0

Re: Historische Schritte

„die Schritte zur Gründung einer wahren und stabilen Nation“
Sie sind also gar keine Kosovaren, sondern haben sich nur so bezeichnet, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen - „der natürliche Weg eines Volkes“, der Weg der Albaner – das ist ihrer Natur gemäß?

Antworten Antworten Gast: Edi
02.07.2012 14:30
0 0

Re: Re: Historische Schritte

..nein wir sind alle Tentakelartige Ausserirdische, welche die Gestalt von Menschen nur annehmen um sich zu tarnen. Ursprünglich kommen wir aus dem Klingonischen Imperium und haben dort versucht innerhalb des Klingonischen Reiches einen Unabhängigen Staat Namens Kosova zu gründen. Leider waren die Klingonen dagegen und haben uns vertrieben und so landeten wir dann auf der Erde...

Antworten Gast: yk9
02.07.2012 01:04
0 0

Re: Historische Schritte

Seit mindestens 1962 arbeiten also die Albaner auf die Zerschlagung Jugoslawiens in Richtung unabhängiges Territorium, in welchem ausschließlich Albaner leben, hin – heftig.

Antworten Antworten Gast: Edi
02.07.2012 09:18
0 0

Re: Re: Historische Schritte

...bitte nicht so Bescheiden, wir haben ja durch unser Bestreben nach Gott und Naturgegebener Freiheit nicht nur Jugoslawien zerstört, vielmehr war es unser politisches agieren welche die UDSSR zum fallen brachte, und der BRD die Wiedervereinigung mit Ostdeutschland gab, hinzu kommen noch eine reihe politisch motivierter Attentate, wie Bsp. das Kennedy Attentat. Agenten wie 007 wurde auch durch unsere Geheimdienstschule in Prishtina ausgebildet. Und das Rosa Spaghettimonster und Herr Bödefeld und Samson sind getarnte für den deutschen Nachrichtendienst verdeckt agierende Albanische Agenten.

Gruss

P.S. wir sind auch die Betreiber der MATRIX

Antworten Gast: brebrebre
01.07.2012 20:41
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KOSOVO=SERBIEN

wieso mischt sich hr spindelegger und österreich da überhaupt ein? was geht ihn an was mit dem kosovo passiert?
für mich heißt das, er ist nur einer von den gut bezahlten politikern, die das sagen was man ihnen vorgibt!
kosovo wird nie und nimmer unabhängig, da es von terroristen geführt wird!

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Re: KOSOVO=SERBIEN

Was sagen die Serben dazu im Kosovo? Ein neues Zypern ist geboren.
Unter dem Motto : ist eh schon egal applaudiert die EU. Es wird zeit für die Teilung des Euroraumes, damit solche zukünftige Mitglieder besser hineinpassen.

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Re: Re: KOSOVO=SERBIEN

es ist kein züpern gebohren,Republika e Kosovës hat immer schon gelebt nur die serben machten immer Ilusionen und meinten es gehört ihnen.Ich bin dort aufgewachsen ich weis wie die reale umstände wahren.Die Serben in Kosovo haben das immer schon gewust,sie hatten fast alle schon zu titos zeiten Albanisch gesprochen aber Belgrad wolte nicht wahr haben das Kosovo seine weg macht.es sind 5% der Kosovo bevölkerung serben die meisten leben verstreut, in norden leben ca.30 tausen es ist unbedeutend.
in verkleich zu züpern in Kosovo sind aller unschuldige Kosovo-serben wilkommen und die regierung tut alles um sie zu integrieren.Wir müssen nach vorne schauen,Kosovo gehört seine bürger.

Antworten Antworten Gast: Edi
02.07.2012 09:14
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Re: KOSOVO=SERBIEN

...ja gut, aber Serbien wird ja auch von Terroristen geführt,...von daher warum sollten wir nicht das selbe Recht haben dürfen ?!?!

 
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