Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat vor den Schwierigkeiten des Abzugs aus Afghanistan bis Ende 2014 gewarnt. Große Sorge bereitet ihm der Transport von militärischem Material. Dabei ist er aber trotzdem zuversichtlich, dass diese Probleme gelöst werden und ein Großteil des nicht mehr benötigten Materials bis Ende 2014 außer Landes gebracht werden kann.
"Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Es gibt nicht so viele Ausgänge aus Afghanistan", sagte de Maizière. Problematisch sei vor allem, dass das im Osten an Afghanistan angrenzende Pakistan die Grenzübergänge seit Monaten verschlossen halte. Auslöser dafür war ein US-Luftangriff auf pakistanische Grenzposten, bei dem Ende November 24 pakistanische Soldaten getötet wurden. Auch die Spannungen zwischen den Staaten sind in diesem Zusammenhang nicht hilfreich. Afghanistan hat erstmals am Montag das pakistanische Militär für zahlreiche Bombenangriffe im Grenzgebiet verantwortlich gemacht.
Transport über Luftwege
De Maiziere geht nicht davon aus, dass sich diese Situation sehr schnell bessern wird. Deshalb wird der Hauptteil der Materialien über die Luftwege Richtung Norden erfolgen müssen, was logistisch sehr schwer zu bewerkstelligen sein wird, so de Maiziere. Auf einem Überraschungsbesuch am Dienstag im nordafghanischen Kundus, machte sich der Verteidigungsminister ein Bild über die Situation vor Ort. Dieser Besuch war der siebte seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten.
(APA/AFP/dpa)
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