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Rumänischer Präsident unter Bedingungen zu früherem Abtritt bereit

03.07.2012 | 13:34 |   (DiePresse.com)

Der rumänische Staatschef Traian Basescu wiederholte sein Angebot, auf ein Jahr seines Mandats zu verzichten, wenn die Forderungen der Volksbefragung von 2009 umgesetzt werden.

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Der rumänische Staatschef Traian Basescu hat am Montag gegenüber Premier Victor Ponta von den Sozialdemokraten (PSD) sein Angebot wiederholt, auf ein Jahr seines Mandats zu verzichten. Der Haken: Ponta soll das Parlament dazu veranlassen, die Forderungen der Volksbefragung von 2009 umzusetzen. Am Sonntag hatte Ponta vorgeschlagen, dass sowohl er selbst als auch der Präsident zurücktreten sollten, damit vorgezogene Präsidenten- und Parlamentswahlen stattfinden können.

Basescu ließ sich bis jetzt noch nicht auf diesen "Kuhhandel" ein, wie die liberaldemokratische Abgeordnete Raluca Turcan den Vorschlag Pontas am Dienstag kommentierte.

Wichtigstes Wahlversprechen

Basescu hatte bereits Anfang April erklärt, dass er sein fünfjähriges Präsidialmandat um ein Jahr verkürzen würde. Bedingung dafür war, dass das Parlament auf nur mehr eine Kammer und maximal 300 Sitze verkleinert wird. Dafür hatte sich 2009 im Rahmen einer Volksbefragung eine deutliche Mehrheit von über 80 Prozent der rumänischen Bevölkerung ausgesprochen. Für den seit 2004 amtierenden Präsidenten, ist diese Volksbefragung eines seiner wesentlichsten Wahlversprechen. Es gelang ihm aber bislang noch nicht, eine entsprechende Verfassungsreform einzuleiten - weder mit der Regierung seiner ehemaligen Partei, den Liberaldemokraten, noch mit der aktuellen Mitte-Links-Koalition.

Ponta hat dagegen auf das Angebot des Präsidenten reagiert und will ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Den Weg für ein solches, hat er sich bereits durch neue Gesetze geebnet. Demnach benötigt er nur mehr eine einfache Mehrheit zur Absetzung des Präsidenten.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Virgil Bestea
03.07.2012 16:06
0 0

Präsident Basescu ein überzeugter Europäer

Man trifft ihn, man fragt ihn und man hört ihm zu. Es ist schwierig festzustellen, dass er der Präsident ist, weil seine Rede voll mit Begeisterung, Freundschaft und Sachlichkeit begleitet wird. In Sachen Finanz und Wirtschaft war zwischen den ersten Politikern, der für eine gemeinsame politische Union sich stark gemacht hat und die Sparmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass die makroökonomischen Zahlen mit 2.5 % BIP in 2011 blendend aussehen. Ein Mann dessen Großzüzigkeit und Format selten zu treffen ist. Erleben Sie die Erfahrung eines Interviews und werden Sie verstehen warum der Euroraum und die Europäische Union eine Zukunft haben können.

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