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Kampfjet-Abschuss: Türkei entdeckt Leichen der Piloten

04.07.2012 | 15:05 |   (DiePresse.com)

Zwei Wochen nach dem Abschuss des Fliegers wurden nun im Mittelmeer die Leichen der Piloten lokalisiert.

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Knapp zwei Wochen nach dem Abschuss eines türkischen Militärjets vor der Küste Syriens hat Ankara den Tod der beiden Piloten bestätigt. Bei Sucharbeiten seien die Leichen der beiden Männer am Meeresgrund gefunden worden, teilte der türkische Generalstab am Mittwoch in Ankara mit. Die Militärführung bekräftigte die türkische Version des Vorgangs, wonach der Abschuss im internationalen Luftraum erfolgte, machte aber keine genauen Angaben zum Fundort der Leichen.

Das Wrack liegt in einer Tiefe von rund 1000 Metern. Der syrische Präsident Bashar al-Assad hatte nach dem Vorfall sein Bedauern geäußert, was die Türkei jedoch als Propaganda zurückwies. Die Türkei hat sein Militär an der Grenze zusammengezogen und auch Kampfflugzeuge demonstrativ aufsteigen lassen.

Russland ortet türkische Provokation

Nach russischen Angaben war das türkische Kampfflugzeug zweimal in den syrischen Luftraum eingedrungen. "Die Aktionen des türkischen Flugzeugs waren eindeutig eine Provokation", zitierte die Agentur Interfax am Mittwoch russische Verteidigungskreise. Die Piloten der F4-Phantom hätten die Kampfbereitschaft der syrischen Luftabwehr testen und die Stärke des Küstenschutzes ausspionieren wollen.

Außenminister Sergej Lawrow hatte vor kurzem angekündigt, Russland verfüge über "objektive" Daten des Fluges. Moskau ist ein enger Verbündeter Assads. Dieser hatte in einem türkischen Zeitungsinterview betont, dass er keinen offenen Konflikt mit der Türkei suche.

Die NATO und die Türkei hatten nach dem Abschuss deutliche Warnungen an das Regime in Damaskus gerichtet. In einer von der Türkei beantragten Sondersitzung des NATO-Rates verurteilte das Bündnis den Abschuss als "inakzeptabel". Eine solche militärische Aktion dürfe sich nicht wiederholen, hieß es in Brüssel

 

Syriens Opposition prügelt sich

Die zweitägige Konferenz der syrischen Opposition in Kairo endete unterdessen im Chaos: Der arabische TV-Sender Al-Arabiya berichtete sogar von Handgreiflichkeiten bei der Abschlusssitzung. Delegierte verprügelten einander und beschimpften sich derart wüst, dass Frauen im Saal zu weinen begannen. Beschäftigte des Veranstaltungsortes, eines Hotels, brachten Tische und Stühle in Sicherheit.Auslöser der Unruhe war die Entscheidung der syrischen Kurden, das Treffen zu verlassen.

Der zersplitterten syrischen Opposition ist es bei der Konferenz unter Schirmherrschaft der Arabischen Liga jedenfalls nicht gelungen, ihre Differenzen zu überwinden. Nach Angaben von Teilnehmern des Treffens einigten sich die mehr als 200 Delegierten lediglich auf den Sturz des Regimes von Präsident Bashar al-Assad als gemeinsames Ziel. Das Regime in Damaskus wertete die Konferenz unter der Schirmherrschaft als westliche Verschwörung.

Russisches Asyl für Assad

Westliche Staaten sollen inzwischen Russland dazu drängen, dem umstrittenen Präsidenten Bashar al-Assad Asyl zu gewähren. Das berichtet zumindest die Moskauer Zeitung "Kommersant" Nach Ansicht von Experten könnte Russland damit eine konstruktive Rolle bei der Lösung des blutigen Konflikts spielen und seinen Einfluss in dem arabischen Land aufrechterhalten.

In Moskau gebe es derzeit keinen eigenen Plan für eine Aufnahme Assads, schrieb das Moskauer Blatt aber am Mittwoch unter Berufung auf russische Diplomatenkreise.

Russland unterstützt die Forderung nach einer Übergangsregierung in Syrien, lehnt aber einen Rücktritt des Staatschefs als Voraussetzung ab. Wie China blockiert der Kreml eine UN-Resolution zur Verurteilung der Gewalt des Assad-Regimes, das seit mehr als einem Jahr mit äußerster Gewalt gegen Aufständische vorgeht.

(Ag.)

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12 Kommentare
Gast: dekan
04.07.2012 16:01
9 0

Rette sich wer kann

Ich vermute nach dem Sieg der Islamisten werden die Christen und Alawiten und andere Menschen aus Syrien flüchten müssen. Siehe Irak, Lybien und Ägypten, wo andersgläubige ermordert und tagelang vergewaltigt werden. Da kommen wohl die Saudis voll auf ihre Rechnung. Dafür kann man auch dem Westen gratulieren. Hoffentlich werden die Christen und andere noch eine Vorwarnzeit erhalten. Hilf Russland!!! Einzige Nation, die weiter denkt als die Neocons im Kriegstreiberland USA und ihren schmutzigen Vasallen in Europa.

Antworten Gast: Neugieriger Bürger
04.07.2012 17:17
0 8

Re: Rette sich wer kann

Islamisten.... Alewiten...??!! Was für eine
Schulbildung haben Sie und wissen Sie überhaupt etwas über die Alewiten?

Re: Re: Rette sich wer kann

Dıe Unmoral für eınen Dıktator überwiegt beı weıten mehr als dıe Angst ,Syrien würde eın Opfer der Islamısten.
Somıt wırd eınem Unrehtsregime die Legalıtat verpasst,greade zu ermuntert weıterhın tag taeglıch Zıvılısten umzubringen.
Das Russland ,Syrien volle Unterstützung gewaehrt rührt vıelleıcht auch daher das Russland genau so wenıg Demokratısch ıst wıe Syrıen selbst.

Re: Re: Rette sich wer kann

Ehe man andere kritisiert , sollte man selber mal lesen lernen ...

Antworten Antworten Gast: NNA
04.07.2012 23:11
1 0

Re: Re: Rette sich wer kann

"Alawiten" oder "Aleviten" ist korrekt. Was für eine Schulbildung haben Sie eigentlich?

Antworten Antworten Gast: Wissender Bürger
04.07.2012 22:55
0 0

Re: Re: Rette sich wer kann

"Alawiten" bitte. Danke.
Warum sollte er über die Alawiten nichts wissen? Sicherlich weiß er mehr als Sie, der Sie das Wort nicht mal richtig schreiben können.

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الله ‎(Allah) rette Syrien vor diesen Chaoten

Ausserdem, es gab doch schon Wahlen in Syrien, die der Assad eindeutig gewonnen hat. Warum unterstützt die UNO nicht den rechtmässig gewählten Repräsentatnten des Landes ?

5 11

Re: الله ‎(Allah) rette Syrien vor diesen Chaoten

sie glauben doch nicht das die wahlen demokratisch waren bzw richtig

Die grosse Frage ist, wie viele Stimmen würde eine Opposition bekommen und wie viele Stimmen Assad?

Wenn vor die Wahl gestellt, würden die Islamisten die Mehrheit bekommen?


Antworten Gast: realitiessyriein
04.07.2012 16:05
0 6

Re: Die grosse Frage ist, wie viele Stimmen würde eine Opposition bekommen und wie viele Stimmen Assad?


Hauptsache die Syrier können endlich frei wählen.

Und wenn schon die Islamisten (nicht anders als die hierzulande gewählten konservativen Christen!) an die Macht kommen, sie stehen für freie Wahlen und somit FÜR Demokratie.

Also nicht immer die rechtspolitischen Klischees aufgreifen.

Das Wichtigste bleibt aber:

Diktator Assad muss weg, so schnell wie möglich .

Antworten Antworten Gast: Duffy Duck
04.07.2012 20:03
0 0

Re: Re: Die grosse Frage ist, wie viele Stimmen würde eine Opposition bekommen und wie viele Stimmen Assad?

+++
Und wenn schon die Islamisten (nicht anders als die hierzulande gewählten konservativen Christen!) an die Macht kommen, sie stehen für freie Wahlen und somit FÜR Demokratie.
+++

Sag mal! Bist du Bugs Bunny oder nur die Karotte?

Re: Die grosse Frage ist, wie viele Stimmen würde eine Opposition bekommen und wie viele Stimmen Assad?

jop