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Syrische Artillerie beschießt Nordlibanon

07.07.2012 | 16:47 |  von michael laczynski (DiePresse.com)

China bezeichnet amerikanische Kritik an seiner Syrien-Politik als „völlig inakzeptabel". Am Samstag sind im Nordlibanon zwei Frauen und ein Mann durch Artilleriebeschuss ums Leben gekommen.

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Dass im Zuge des mit Waffengewalt ausgetragenen Machtkampfs zwischen Anhängern und Gegnern von Staatschef Bashar al-Assad auch Syriens Nachbarn zum Handkuss kommen, war angesichts der Heftigkeit der Gefechte nur eine Frage der Zeit. Nach dem versehentlichen Abschuss eines türkischen Jets vor zwei Wochen (die Leichen der beiden Piloten wurden erst vergangenen Mittwoch am Grund des Mittelmeers entdeckt), hat nun auch der Libanon Todesopfer zu beklagen.

Am Samstag sind im Nordlibanon zwei Frauen und ein Mann durch Artilleriebeschuss der regimetreuen syrischen Truppen ums Leben gekommen, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Geschosse durften syrischen Rebellen gegolten haben, die kurz nach Mitternacht die Grenze passiert und in der libanesischen Region Wadi Kahled Zuflucht gesucht hatten. Nach Berichten libanesischer Medien sind bereits zahlreiche Bewohner vor den Kampfhandlungen ins Landesinnere geflohen.

Schelte für Clinton. Die internationalen Bemühungen um eine (halbwegs friedliche) Lösung der Syrien-Krise kommen weiterhin nicht vom Fleck. China, das ebenso wie Russland das jüngste Treffen der „Syrien-Freundesgruppe" am Freitag in Paris geschwänzt hatte, wehrte sich lautstark gegen Kritik von US-Außenministerin Hillary Clinton an seiner Hinhaltetaktik. Derartige amerikanische Äußerungen seien „völlig inakzeptabel", Chinas Haltung sei „fair und ausgewogen", ließ das Außenministerium in Peking über seinen Sprecher Liu Weimin ausrichten.
China und Russland nutzen ihr Einspruchsrecht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, um Resolutionen gegen das syrische Regime zu blockieren. Clinton hatte die beiden Vetomächte in Paris aufgefordert, nicht weiter „an der Seitenlinie zu stehen".

Indes werden immer mehr Details über die Flucht eines syrischen Generals nach Frankreich - es ist die ranghöchste Desertion seit dem Ausbruch der Kämpfe - bekannt. Manaf Tlas, der die 105. Brigade der republikanischen Garde befehligt hatte, soll seinen Abgang bereits mehrere Monate im Voraus geplant haben, berichtete die libanesische Zeitung „The Daily Star" am Samstag unter Berufung auf Freunde des Offiziers. Tlas gehörte zu den wenigen Sunniten in der von Alawiten dominierten syrischen Militärführung und soll zuvor - wohl aufgrund seiner Konfession - von seinem Posten abberufen worden sein.
Die 1976 gegründete republikanische Garde ist eine Elitetruppe innerhalb der syrischen Armee. Ihre rund 10.000 Soldaten unterstehen Bashars Bruder Maher al-Assad und gelten als die wichtigste Stütze des Regimes.

 

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3 Kommentare
Gast: werbistdu
08.07.2012 00:07
2 0

China hat immer schon

etwas übrig gehabt für Massenmörder.
Russland und China sind und bleiben 2 Schandflecken auf dieser Erdkugel.

''völlig inakzeptabel''..

...ist die Haltung Chinas. Aber wie soll eine Regierung, die jedes Jahr selbst tausende Todesurteile vollstreckt, von 14.000 Opfern ''weit vom Schuss'' beeindruckt sein...

Re: ''völlig inakzeptabel''..

Sehr richtig !!!
Es scheint der Satan beherrscht Syrien !!!