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Erste Zeugen sagen gegen Serbengeneral Mladic aus

09.07.2012 | 06:20 |   (DiePresse.com)

Wegen eines Fehlers der Ankläger hat sich der Prozess gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher verzögert. Es sind 413 Zeugen geladen.

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Nach einer knapp zweimonatigen Unterbrechung hat das UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien den Prozess gegen den früheren bosnisch-serbischen Armeechef Ratko Mladic fortgesetzt. Der Vorsitzende Richter Alphons Orie eröffnete am Montag in Den Haag die Beweisführung, bei der der erste Zeuge der Anklage vernommen werden sollte.

Gegen den wegen Kriegsverbrechen angeklagten serbischen General Ratko Mladic sollen heute vor dem UN-Tribunal in Den Haag erstmals Zeugen der Anklage aussagen. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft 413 Zeugen aufgeboten, um dem 70-Jährigen Völkermord im bosnischen Bürgerkrieg (1992-1995) nachzuweisen.

Der frühere Militärführer der bosnischen Serben soll für zigtausend Tote und die Vertreibung Hunderttausender verantwortlich sein. Mladic, der nach mehr als zehn Jahren Flucht im vergangenen Jahr in Belgrad verhaftet worden war, ist sich keiner Schuld bewusst. Er habe nur die legitimen Rechte seines serbischen Volkes verteidigt, hatte er vor Gericht angegeben.

4000 Seiten Unterlagen zu spät übermittelt

Der Prozess gegen Mladic hatte am 16. Mai mit den einleitenden Worten der Ankläger begonnen. Der erste Zeuge der Anklage war ursprünglich für den 26. Mai eingeladen worden. Die Fortsetzung des Prozesses wurde allerdings wegen eines Fehlers der Ankläger bei der Zustellung von Unterlagen an die Verteidigung von Mladic mehrmals verschoben. Laut früheren Medienberichten sollen mehr als 4000 Seiten diverser Unterlagen übermittelt werden, in welche die Verteidigung vor der Fortsetzung des Verfahrens Einblick bekommen soll.

Mladic hat sich in elf Anklagepunkten wegen Völkermordes in Srebrenica und in weiteren sieben bosnischen Gemeinden, der Beschießung von Sarajevo, der Geiselnahme von UNO-Soldaten und weiterer Kriegsverbrechen zu verteidigen. Die "Handschrift von Mladic" sei in allen Verbrechen sichtbar, die seine Truppen an der Zivilbevölkerung in Bosnien verübt hätten, sagte der Ankläger Dermot Groome beim Prozessauftakt. Der Angeklagte war im Mai 2011 in Serbien nach langjähriger Flucht festgenommen worden.

(APA/dpa)

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1 Kommentare

milde

was braucht's den da Unterlagen der Mann kann getrost den den Angehöhrigen überlassen werden und schon ist der Gerechtigkeit genüge getan , was soll dieses Theater.