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Italien spart bei Beamten

09.07.2012 | 13:04 |   (DiePresse.com)

Der italienische Senat begann am Montag seine Beratungen über die sogenannte "Spending Review" der Regierung. Mit diesem Maßnahmenkatalog sollten unter anderem 24.000 Beamten-Stellen eingespart werden.

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Heute startet der Senat seine Diskussion über die sogenannte "Spending Review", die bereits am Freitag vom italienischen Ministerrat vorgestellt wurde. Das Dokument beinhaltet einen Maßnahmen-Katalog der Regierung, um in der öffentlichen Verwaltung einzusparen. In diesem Zusammenhang sollten 24.000 Beamtenstellen gekürzt werden: 11.000 davon in Ministerien und 13.000 in der öffentlichen Verwaltung. Ein Großteil der Kürzungen betrifft den Gesundheitsbereich. Im Verteidigungswesen werden zehn Prozent der Stellen gestrichen. Auch im Justizbereich wird stark gespart.

Mit dieser Reform soll die Verwaltung effektiver und günstiger gemacht werden. Die Qualität der Dienstleistungen sollte darunter aber nicht leiden, betonte der italienische Premier Mario Monti. Insgesamt erwartet sich die Regierung durch diese Maßnahmen bis 2014 Ersparnisse von 26 Milliarden Euro.

Ab 2013 Mehrwertssteuer erhöht

Weitere Maßnahmen der "Spending Review" sind die Erhöhungen der Mehrwertssteuer, die aktuell bei 21 Prozent liegt. Ab 1. Juli 2013 soll diese um zwei und 2014 um weitere 0,5 Prozentpunkte steigen. Außerdem werden Mittel für die Region Emilia Romagna zur Verfügung gestellt, die im Mai und Juni diesen Jahres von mehreren Erdbeben heimgesucht wurde.

Gewerkschaften und Unternehmen kritisieren die Einsparungen der Regierung Monti im öffentlichen Sektor. Die Arbeitnehmerorganisationen drohen mit einem Generalstreik. Auch der Chef des Unternehmerverbands Confindustria, Giorgio Squinzi, warnte vor den sozialen Auswirkungen der Einsparungen.

Auch die autonomen Regionen Trentino und Südtirol kritisieren das Vorgehen der Regierung - aber aus einem anderen Grund. Der Landeshauptmann von Südtirol Luis Durnwalder kritisiert, dass Rom den Autonomiestatus der Regionen berücksichtigen muss. Am Mittwoch wollen sich die beiden Regionen bei einem Treffen über das weitere Vorgehen absprechen. Auch ein sofortiges Treffen mit Rom soll dann auf dem Plan stehen. Südtirol will dabei durchsetzen, selber entscheiden zu dürfen, wo eingespart werden soll.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: biersauer
10.07.2012 09:35
0 0

Für den Feimann genügen 500 pro Jahr einzusparen...

und das wird sich noch relativieren!

Gast: Gast76512376
09.07.2012 15:05
0 0

Super,

dann kann ja Griechenland noch ein paar mehr aufnehmen.

Gast: Copugar83
09.07.2012 13:57
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Und die Gewerkschaften haben wieder mal nichts verstanden.

Entweder 24.000 jetzt oder dann 500.000 auf einmal wenns Italien so geht wie Griechenland

Gast: Gast100
09.07.2012 13:36
0 0

Leere Versprechen

Hoffentlich wird das ganze auch umgesetzt. Leere Versprechen aus den Abzockerstaaten habe ich jetzt genug gehört.