Der ehemalige libysche Ministerpräsident und Ölminister Shukri Ghanem ist nach einem Herzinfarkt gestorben. Ghanem habe ein Herz-Kreislaufversagen erlitten und sei in der Folge ertrunken, erklärte Thomas Vecsey, Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe).
Abgeschlossen ist der Fall damit aber noch nicht. Derzeit würden noch "Umfelderhebungen" durchgeführt, um sich ein vollständiges Bild von dem Vorfall machen zu können, sagte Vecsey. Unter anderem soll geklärt werden, mit wem Ghanem in den Tagen vor seinem Tod, aber auch generell, Kontakt hatte. Fremdverschulden sei jedoch ausgeschlossen, betonte der Sprecher.
Ghanem war am 29. April in der Neuen Donau in Wien, einige hundert Meter von seinem festen Wohnsitz entfernt, tot aufgefunden worden. Der 69-Jährige arbeitete als Berater einer Firma in Wien. Nach dem Auffinden der Leiche wurde spekuliert, es könne sich um Mord oder Selbstmord handeln.
Ghanem wurde jahrelang zur engsten Entourage Gaddafis gezählt, ehe er dem Regime Mitte Mai des vergangenen Jahres den Rücken kehrte. Er war von März 2003 bis Mai 2006 Ministerpräsident und von März 2006 bis Mitte Mai 2011 Chef der staatlichen libyschen Öl-Gesellschaft gewesen. Bei einer Pressekonferenz in Rom klagte er im Juni des Vorjahres jedoch über die "unerträgliche Gewalt" des damaligen Regimes in Tripolis und über den Bürgerkrieg in seinem Land.
(APA)
Baustellen, Pleiten, SkandaleDer US-Präsident ringt um seine Glaubwürdigkeit
Staatsbürgerschaftstest neuKönnten Sie Österreicher werden?
Zitate der Woche''Die Ehre lasse ich mir nicht abschneiden''
X-47BGroßdrohne hebt erstmals von Flugzeugträger ab
''Kim on Tour''Der Diktator als Pappkamerad
