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Khamenei: "Iran ist jetzt 100 Mal stärker als zuvor"

12.07.2012 | 12:32 |   (DiePresse.com)

Irans geistliches Oberhaupt wettert gegen den Westen und das Ölembargo der EU. Sein Land habe bisher stets Auswege aus der Sanktionsmaschinerie gefunden.

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Der oberste geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, will den westlichen Sanktionen "entschieden entgegentreten". Er verurteilte er die Verschärfung der Strafmaßnahmen wegen der umstrittenen Urananreicherung gegen sein Land seit 1. Juli. "Wir, die starke, liebenswürdige und tapfere iranische Nation, haben sämtliche Sanktionen überstanden und sind aus ihnen gestärkt hervorgegangen", betonte er am Mittwoch. "Der Westen kommt sich mit seinen Sanktionen so sensationell und allmächtig vor. Doch in Wirklichkeit impft er uns damit mit dem Gegengift. Der Iran ist nun 100 Mal stärker als zuvor".

Der Hintergrund der harten Worte Khameneis: Die EU hat gegen den Iran seit 1. Juli ein Ölembargo verhängt, da sie Teheran verdächtigt, unter dem Deckmantel eines friedlichen Atomprogramms an Nuklearwaffen zu arbeiten. Auch ist es europäischen Versicherern seither verboten, iranische Tankschiffe zu versichern. Das trifft die Achillesferse der iranischen Wirtschaft, die zu einem bedeutenden Teil von den Öleinnahmen lebt. Rund 18 Prozent der Öleinnahmen stammten aus Europa. Die Perser versuchen diese Einnahmeverluste nun durch Ersatzpartner in Asien zu kompensieren.

Erschwerend kommt hinzu, dass sämtliche relevante iranische Banken seit dem 17. März keine internationalen Transaktionen mehr durchführen können. Die iranische Bevölkerung hat deswegen mit einer Teuerungswelle und steigenden Arbeitslosenzahlen zu kämpfen.

"Feinde haben nicht die geringst Chance"

Kritik an den westlichen Sanktionen kam auch von Irans zweitmächtigstem Mann, Ex-Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsanjani. Er meinte, dass der Westen sich mit seiner Sanktionspolitik selbst schade, da der Iran es seit Beginn der Islamischen Revolution 1979 immer verstanden habe, Auswege aus der Sanktionsmaschinerie zu finden.

"Was wir in diesen schwierigen Zeiten brauchen, ist eine nationale Einheit zwischen Führungsriege und der Bevölkerung, damit die äußeren Feinde des Iran sehen, dass sie nicht die geringste Chance gegen uns haben. Außerdem werden wir die anderen Exporte, die nichts mit dem Öl zu tun haben forcieren, damit wir in kein Abhängigkeitsverhältnis kommen", so Rafsanjani.

(APA)

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21 Kommentare
Gast: metoo
18.09.2012 11:07
0 0

Perser

Wieso Perser? Ich sage auch nicht Römer, ...!

Gast: Langstrecken
02.08.2012 23:32
0 0

interkontinentale Marschflugkörper?


Lol.

Reden wir weiter, wenn euch die erste A-Bombe auf die Rübe gefallen ist...

Gast: werbistdu
12.07.2012 23:32
0 0

Der Iran ist hundertmal stärker...

Ja, Ja.. die USA ist aber immer noch tausenmal stärker als ihr

Gast: stürmer
12.07.2012 20:33
0 1

Sachverhalt

...Teheran sei verdächtigt unter dem Deckmantel an ATOMWAFFEN zu arbeiten. diese PROPAGANDA in allen Deutschen Medien zu lesen,zuhören und .zu sehen also Nordkorea und NS REJIME lassen grüßen.

So müssen die Iraner

halt mehr Pistazien und Teppiche exportieren. Schon unter Rezah Pahlewi waren das neben Öl die Hauptexportgüter.

Gast: Gesichtschirurg
12.07.2012 19:43
1 2

Wer immer noch glaubt, hier ginge es um religiöse Angelegenheiten ....

...dem Empfehle ich das Studium der Fakten, wie man das III. Reich kriegsfähig gemacht hat, um Europa in einen Krieg zu stürzen. Die Nutznießer sind heute die uneingeschränkte Weltmacht.

Jaja, ist schon gut.

Lernt ihr bei den Jusos eigentlich auch einmal was Vernünftiges ? Zum Beispiel Geschichte ?

Gast: balance of power
12.07.2012 14:51
8 2

Nuklearer Iran = Stabiler Mittlerer Osten

Ein nuklearer bewaffneter Iran würde mehr Stabilität für den Mittleren Osten bringen und auch zu einem Ende des Israel/Palästina Problem beitragen.
Die iranischen Führer sind keineswegs irrationale fanatische Fundamentalisten; auch ihnen liegt das Überleben des eigenen Regimes und Volkes als oberstes Gut am Herzen. Jede nukleare Erstschlagtaktik würde für Iran das "Aus" durch Gegenangriffe der USA, Israel, NATO etc. bedeuten. Aus dem selben Grund würde der Iran auch niemals Nuklearwaffen an Terroristen weitergeben.
Irans Rethorik gegen Israel dient hauptsächlich dazu "nationalistische" Wählerstimmen zu gewinnen.

Leider ist der Instabilitätsfaktor in der Region Israel. Israel hat bereits 2x nukleare Einrichtungen anderer Länder präventiv angegriffen (Syrien, Irak).

Ein nuklear bewaffneter Iran würde ein guter Gegenpol zu diesem Nuklearmonopol darstellen und die Palästineneser in ihren Bemühungen unterstützen.

KLARERWEISE liegen die Nachteile auf der Hand: Der Atomwaffensperrvertrag wäre stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine atomwaffenfreie Welt in weiter Ferne. Ein Wettrüsten ist nicht zu Erwarten. Isarels atomares Arsenal fürhte auch zu keinem Wettrüsten.

STRATEGIE. Diplomatie, Diplomatie, Dimplomatie (auch mit Sanktionen!!)

Jeglicher Angriff auf den Iran würde eine "jetzt erst Recht" Euphorie auslösen und dem Regime nur in die Hände spielen.

Dennoch: Ein nuklear bewaffneter Iran ist besser und stabiler als ein israelisches Monopol!

Antworten Gast: Heheee
01.08.2012 03:50
0 0

Nuklearer Iran = Instabiler (Mittlerer Osten+

+Kaukasien+Kaspisches Meer+Kasachstan+Uighuren+Turkmenistan+Osteuropa+Turkai)

Re: Nuklearer Iran = Stabiler Mittlerer Osten

"Leider ist der Instabilitätsfaktor in der Region Israel."

Klar, die bloße Präsenz Israels ist der Grund aller Übel im Nahen Osten.
Sagte bislang jeder Palästinenserpräsident.

War der Nahe Osten vorher stabiler und ruhiger?
Wieso erkennt man diesen Staat nicht an und Alles wäre erledigt?

Dümmliche Ausreden unfähiger Leute.

Antworten Antworten Gast: balance of power
12.07.2012 20:13
2 0

Re: Re: Nuklearer Iran = Stabiler Mittlerer Osten

Mit Isarel als "Instabilitätsfaktor" meine ich klarerweise nicht die bloße Anwesenheit. Israel hat dasselbe Existenzrecht wie der Iran;
Nur es sind die Präventivschläge die Instabilität verbreiten. Ein Präventivschlag auf den Iran würde die Region auf Jahrzehnte noch unstabiler werden lassen.

Alternative Lösung, die allerdings weitaus schwieriger ist: der Mittlere Osten wird zu einer Atomwaffenfreien Zoner erklärt. Allerdings was macht man mit den Israelischen Nuklearwaffen? Vorschlag: Man stellt sie unter Aufsicht der IAEA. So etwas hat es noch nie gegeben,...und ob Israel da mitspielt,....???

Re: Re: Nuklearer Iran = Stabiler Mittlerer Osten

Ich denke mit der bloßen anwesenheit hätten die meisten Palästinenser nicht einmal ein Problem.

Das wesentliche Problem wie ich finde ist dass Israel ständig irgend einen Sonderstatus oder Sonderbehandlungen haben möchte/bekommt.
Man verhandelt Beispielsweise Monatelang
(mühsam genug) über eine Zweistaatenlösung. Just in einer Zeit wo die Fronten aufweichen beginnen und die Palästinenser sich ebefalls bewegen beschließt die Israelische Regierung die Fortsetzung vom bau der illegalen Wohnsiedlungen.
Israel besitzt die Atombombe, hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet (im Gegensatz zum Iran) und begeht im Gazastreifen ein Kriegsverbrechen nach dem anderen. Ganz zu schweigen von den mehr als 1,6 Millionen Menschen die im Gazastreifen eingeschlossen sind.

Israel passiert nichts, bekommt laufend neue Waffenlieferungen und hat offenbar irgend welche Sonderrechte die sonst keiner auf der Welt haben darf.

Und sobalt man diese seltsame Politik in Israel öffentlich dann kritisiert wird man als Antisemit, Faschist und bekommt ein lebenslanges Einreiseverbot verordnet.

Im Gegensatz dazu sobalt ein Präsident eines anderen Staates in der Region irgend welche UNO-Verträge nicht nach Punkt und Beistrich einhält und jedes Geheimnis mit seinem potentiellen Feind teilt wird er verachtet, man verhängt Sanktionen und droht am ende (in der Regel) mit Militärschlägen.

Und dann wundern sich ein paar warum Israel da unten nicht so gut da steht wie es vielleicht sogar sein könnte.

Antworten Gast: allianz of primitiven
12.07.2012 16:31
1 3

Re: Nuklearer Iran = Stabiler Mittlerer Osten

Es war gut mit Irak und Syrien , es wird auch gut mit Iran.Iran ist nicht weit enfernt von der Steinzeit und die Bedrohung fur die Turkei , Azerbajcan und Israel.

Religiöser Wahn

beeinträchtigt die höheren Gehirn-Funktionen

und vernebelt die objektive Wahrnehmung der Realität.

Antworten Gast: b754
12.07.2012 17:42
2 4

Re: Religiöser Wahn

dein land ist das beste beispiel dafür

Re: Re: Religiöser Wahn

Wollen Watsche mit Fuß ?

Gast: 1. Parteiloser
12.07.2012 13:11
5 2

Da ist viel Wahres dran!

Im Mittelalter, bis ins 20. Jahrhundert noch Persien genannt, konnte man in diesem Gebiet durchaus eine Hochkultur feststellen.

Die anschließende Monarchie hat sich zu einem Despotentum unter Mohammad Reza Pahlavi entwickelt, welcher das Land mit harten Hand in der Vergangenheit fixieren wollte. Nicht nur die umfassende Zensur mit 1000enden verbotenen Bücher war heftig, es waren auch 1.000ende Tote durch politische Verfolgung.

Die Befreiung endete in der Machtergreifung von religiösen Fanatikern, welche die Scharia in weiten Teilen zum Recht machte. Die Geiselhaft durch den monarchischen Despoten ist einer Scheindemokratie der Islamisten gewichen.

1980 wurde sehr junge Demokratie aber vom Iran angegriffen und ein langer Krieg mit Millionen Toten auf beiden Seiten war die Folge. Dieser Krieg, welche auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursacht, konnte erst 1988, also vor knapp 25 Jahren beendet werden.

Es ist ja ein Wüstenstaat, welche die Landwirtschaft in weiten Teilen unmöglich macht und auch in den fruchtbaren Teilen nur unter erschwerten Bedingungen möglich macht. Die Iraner haben es aber geschafft, das betreffend der Ernährung kaum Importe notwendig sind, die Ernährung der schnell wachsenden Bevölkerung (fast 80 Millionen!) durch eigene Kraft sichergestellt ist. Auch der Industrieanteil am BIP ist mit 37,7% durchaus beachtlich (F 18,8%, A 29,4%). Die Landesverteidigung, auch betreffend Herstellung der Ausrüstung im Land, exzellent aufgestellt.

Re: Da ist viel Wahres dran!

Das ist nicht ganz richtig. Anfangs war die Monarchie noch bemüht einen Ausgleich zu schaffen.
Ich erinnere an den sozialistischen Politiker Mossadegh (so hieß er glaub ich) der es fast geschafft hätte den Schah von der aktiven Macht zu verdrängen!

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
13.07.2012 01:09
0 0

Re: Re: Da ist viel Wahres dran!

Das von Ihnen genannte Detail ist doch kein Widerspruch zu meiner Darstellung, eher eine Ergänzung.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.07.2012 13:53
1 1

Es ist die Autarkie, welche den Iran so stark macht!

Diese ausgeprägte Autarkie wurde durch Jahrzehnte der Ausgrenzung und Repressalien erst geschaffen, auf diesen Druck hin geschaffen. Dieses Land ist wahrscheinlich bei der Selbstversorgung so gut ausgestellt wie kaum ein anderes Land. Diese Unabhängigkeit macht stark und deshalb ist die Aussagen "100 Mal stärker als zuvor" wahrscheinlich auch korrekt.

Die A-Waffen werden, wenn diese nicht schon vorhanden sind, wohl auch nur eine Frage der Zeit sein und nicht zu verhindern sein. Genauso wie das kleine Land Israel diese furchtbaren Waffen besitzt, so wird auch der Iran irgendwann diese grausigen Waffen besitzen. Das Vernichtungspotential in dieser Regierung geht stündlich nach oben, der kalte Krieg hat sich in diese Region verlagert.

Die Bürger des Iran sind aber noch immer in einer einseitigen Berichterstattung und in einer wenig funktionierenden Demokratie gefangen. Den Bürgern hilft diese Stärke nur wenig, die Machthaber missbrauchen die Stärke, welche von den Bürgern kommt, für die eigenen ideologischen Zwecke.

Sollte es zu reduzierten Spannungen zwischen den Moslems kommen, dann noch eine Vereinigung der moslemischen Länder geben, dann schwappt der Interessenskonflikt, verursacht die menschenrechtswidrige Ideologien, wahrscheinlich weit über die Region hinaus.

Im Fadenkreuz der Terroristen