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Neonazi-Plakate: "Blut nur für Griechen spenden"

13.07.2012 | 13:06 |   (DiePresse.com)

Die rechtsextreme Partei Chrisi Avgdi sorgt für Entsetzen: Sie richtet in Griechenland eine Blutbank nur für Landsleute ein.

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Die rechtsextreme Partei Chrisi Avgi ("Goldene Morgenröte) hat die Griechen nun aufgefordert, ihr Blut nur noch für ihre Landsleute zu spenden. Mit ihrem in Athen plakatierten Aufruf entfachte die Partei einen Sturm den Entrüstung.

Freiwillige sollten Blut "nur den Griechen spenden, die unsere Hilfe brauchen", erklärte die Partei, die mit dem Slogan "Griechenland den Griechen" für sich wirbt und eine eigene Blutbank eingerichtet hat. Alle Blutspenden aus der Aktion würden gesammelt und den Patienten zur Verfügung gestellt. Und die Patienten wähle die Partei aus,a und niemandem sonst. "Dieses Recht zu wählen steht nicht nur den Mitgliedern von Chrisi Avgi zu, sondern allen freiwilligen Blutspendern", erklärte die Partei. Sie habe bereits eine Blutbank organisiert und betreibe diese in einem staatlichen Krankenhaus in Athen.

"Vorgehen gesetzeswidrig"

Die Gesundheitsbehörden erklärten, ein solches Vorgehen sei gesetzeswidrig. Der Geschäftsführer des Krankenhauses sagte, es werde keine Diskriminierung geben. Nach dem Gesetz müssten Blutkonserven allen Patienten zur Verfügung gestellt werden, die sie bräuchten. Auch von Ärzten kam heftiger Widerspruch: Die Initiative der Partei sei "ungesund, unwissenschaftlich, illegal und rassistisch", erklärte eine der größten Ärztegewerkschaften. Ein Vertreter des Gesundheitsministeriums sagte, ein Verfahren, wie es Chrisi Avgi propagiere, sei unmenschlich: "Wenn jemand Blut benötigt, dann hat er oder sie jedes Recht, es zu bekommen - egal wer er ist."

Chrisi Avgi war bei der Parlamentswahl im Juni überraschend erfolgreich und hat in diesem Jahr erstmals Sitze im Parlament errungen. Die Partei, die nach eigener Darstellung kein Sammelbecken für Neonazis ist, hatte in den vergangenen Wochen wiederholt mit Initiativen gegen Einwanderer von sich reden gemacht.

In Griechenland, das unter immensen Schulden und Sparzwängen ächzt und seit fünf Jahren mit einer Rezession zu kämpfen hat, nehmen Ressentiments gegen Einwanderer zu. Das Land ist mit seinen zahlreichen Inseln und langen Küsten immer wieder Ziel von Menschen, die illegal aus Asien oder Afrika einreisen.

(APA/Reuters)

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30 Kommentare
 
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Antworten Antworten Gast: ido
13.07.2012 15:14
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Re: Die Rechten - egal WO - haben wirklich einen "Gsunden Hieb"....

ja, diese verfluchten Linken immer, mit ihren Blutbanken, wo jeder Mensch Blut bekommt...

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"wo jeder Mensch Blut bekommt..."

Falls man die, wie in allen kommunistischen Ländern um ein Butterbrot arbeitenden Ärzte mit ein paar Monatslöhnen schmiert. Sonst Pech gehabt.

Oder wenn, wie bei uns, das marode Gesundheitssystem von den letzten Steuerzahlern erhalten wird, damit sich die ganze Welt hier gesundheitlich sanieren kann, während die Leistungen für die Staatsbürger kontinuierlich zurückgefahren werden. Da seid ihr Linken gut darin, mit Geld und zum Schaden der eigenen Steuerzahler sich anderswo wichtig zu machen.

Gast: Fritzmeier111
13.07.2012 13:21
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Ein Touristenland

das die Behandlung von Ausländern verweigern will? So werdens die letzten verbliebenen Touristen vergraulen, aber bitte.

Gast: HQC 2000
13.07.2012 13:19
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Wieder ein Grund keinen Urlaub in Griechenland

zu machen. Schliesslich ist nicht mal die Versorgung im Fall eines Unfalles gewährleistet, da die Griechen sich wichtige Maßnahmen vorbehalten....

Gast: Hurgmeier
13.07.2012 13:18
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Ausländergeld nehmens

aber jederzeit. Typisch Rechte.

 
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