Nach dem Massaker im syrischen Tremseh mit mindestens 150 Toten hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon den UN-Sicherheitsrat nachdrücklich zum Handeln aufgefordert. Sollte das wichtigste UNO-Gremium den Druck auf Syriens Staatschef Bashar al-Assad nicht erhöhen, komme dies einer "Lizenz für weitere Massaker" gleich, erklärte Ban am Freitag. Der UNO-Sicherheitsrat müsse eine "starke Botschaft" aussenden, dass der Friedensplan des internationalen Syrien-Sondergesandten Kofi Annan umgesetzt werden müsse und dass Verstöße gegen den Plan "ernsthafte Konsequenzen" hätten.
"Entsetzliche Massentötungen"
Mindestens 150 Menschen kamen Berichten zufolge bei dem Blutbad ums Leben. Andere Quellen sprachen von bis zu 250 Toten (mehr dazu ...). Das Massaker löste weltweit Entsetzen aus, Ban sprach von "entsetzlichen Massentötungen". Assad geht seit März 2011 mit aller Härte gegen die Protestbewegung in Syrien vor. Der UNO-Sicherheitsrat ist in dem Konflikt gelähmt, weil China und Russland mehrmals Resolutionen zur Verurteilung der syrischen Regierung blockierten.
Frankreichs Staatschef Francois Hollande warnte Russland und China, sollte der UNO-Sicherheitsrat nicht härtere Sanktionen gegen Syrien verhängen, würden sich in dem Land "Chaos und Krieg festsetzen". Dies sei auch gegen die Interessen der beiden UNO-Vetomächte, sagte Hollande dem Fernsehsender BFM TV.
US-Außenministerin Hillary Clinton forderte eine "sofortige Waffenruhe" in der Region Hama, damit die UNO-Beobachtermission Tremseh betreten könne. Wer für "Gräueltaten" verantwortlich sei, werde identifiziert und zur Verantwortung gezogen (mehr dazu ...).
(APA/AFP)
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