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1200 Kandidaten: Kongo wählt ein neues Parlament

15.07.2012 | 11:35 |   (DiePresse.com)

Die Parlamentswahlen im Kongo haben mit Verzögerungen begonnen. Die Partei von Staatschef Denis Sassou-Nguesso gilt als Favorit. Die zweite Runde ist für den 5. August geplant.

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In der zentralafrikanischen Republik Kongo ist am Sonntag die erste Runde der Parlamentswahl abgehalten worden. Rund zwei Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, über die 135 Parlamentssitze abzustimmen. Zur Wahl standen 1200 Kandidaten, darunter 124 Frauen. Die zweite Runde ist für den 5. August geplant. Wie ein Korrespondent berichtete, gab es Probleme bei der Einrichtung der Wahllokale, die sich häufig verzögerte.

In Teilen der Hauptstadt Brazzaville konnte die Wähler daher erst mit stundenlanger Verspätung mit der Stimmabgabe beginnen. Wegen einer Explosion in einem Munitionsdepot Anfang März mit 300 Toten wurde in drei Bezirken der Stadt gar nicht gewählt, weil sich die Wahl dort nicht organisieren ließ. In einem weiteren Stadtteil musste die Wahl verschoben werden, weil Demonstranten einen Minister an einer Wahlkampfveranstaltung gehindert hatten.

Erreicht Präsident absolute Mehrheit?

Im Parlament hielt bisher die Kongolesische Arbeiterpartei (PCT) von Staatschef Denis Sassou-Nguesso mit ihren Verbündeten die Mehrheit. Die Opposition verfügte über lediglich etwa ein Dutzend Abgeordnete. Es wird damit gerechnet, dass das Lager des Präsidenten bei der diesjährigen Wahl die absolute Mehrheit erzielt.

2007 war die Parlamentswahl in dem zentralafrikanischen Land von Betrug überschattet worden. Wahlbeobachter der Afrikanischen Union (AU) beklagten zudem weitere Verstöße gegen den Ablauf der Wahl. Auch der Urnengang am Sonntag wurde von Beobachtern der AU, der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und verschiedener kongolesischer NGOs überwacht.

(APA/AFP)

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