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Ägypten: Clinton drängt Militär zu Rückzug aus Politik

15.07.2012 | 16:26 |   (Die Presse)

US-Außenministerin Clinton erinnerte bei ihrem Besuch in Kairo an das Versprechen der Generäle, die Macht möglichst bald abzugeben. Die USA stellen Wirtschaftshilfe in Aussicht.

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Kairo/Wien/Ag. Es waren zwei Treffen mit vielen höflichen, aber auch mahnenden Worten: Nach ihrem Antrittsbesuch bei Ägyptens Präsident Mohammed Mursi am Samstag stattete US-Außenministerin Hillary Clinton gestern in Kairo auch Mohammed Hussein Tantawi, Chef des Obersten Militärrates, einen Besuch ab. Der Feldmarschall gilt wegen seiner großen Machtfülle als zweiter Herrscher in Ägypten.

Clinton hatte zuvor dem Militär nahegelegt, den Übergang zur Demokratie nicht zu behindern und sich ausschließlich auf die nationale Sicherheit des Landes zu konzentrieren. Beim Treffen mit Mursi sprach sich die US-Außenministerin für eine „Fortsetzung des demokratischen Wandels“ in dem Land aus.

Heute, Montag, trifft Clinton in Jerusalem mit Israels Staatspräsident Shimon Peres, Regierungschef Benjamin Netanyahu, Außenminister Avigdor Lieberman sowie Verteidigungsminister Ehud Barak zusammen.

Im Vorfeld von Clintons Besuch in Israel sendete die ägyptische Führung beruhigende Botschaften nach Jerusalem. Kairo habe über US-Vermittler betont, es sei dem Friedensvertrag von 1979 mit Israel weiter verpflichtet, berichtete das israelische Radio am Sonntag. Nach dem Wahlsieg der Islamisten in Ägypten war in Israel die Sorge aufgekommen, Kairo könnte von dem im Jahr 1979 geschlossenen Friedensvertrag abrücken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.07.2012)

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6 Kommentare
Gast: Hubertus
15.07.2012 22:14
0 0

Drängt Militär zum Rückzug

Wer das glaubt, muß schön blöd sein. War doch das Militär verkörpert in Mubarak und nun in Tantawi die sicheren Verbündeten der USA und Israels. Wieso sie gerade ihre natürlichen Verbündeten, die sich auch für ein Blutbad nicht zu schade sind, auffordern soll, die politische macht an ein von Islamisten dominiertes parlament und an einen Präsident, der Muslimbruder ist und daher alles andere als ein Freund der USA, erschließt sich dem logisch Denkenden nicht. Das sind nur Aussagen für die Galerie. In Bahrein werden gerade Schiiten niedergemetzelt, gefoltert und verurteilt (auch Elfjährige) aber von Clinton und den USA hört man kein Wort. Seltsam wer da an Zufälle glaubt.

Die Presse hat gut recherchiert:

"Der Feldmarschall gilt wegen seiner großen Machtfülle als zweiter Herrscher in Ägypten"
Diese Eingliederung ist korrekt.

Hierarchie:

1. USA/ISRAEL
2. Oberster Militärrat
3. Präsident

Eine Tussi bei einem Fundi - juhu!


Gast: walter g
15.07.2012 17:39
4 0

immer mehr erweisst sich A.M. Clinton ,als DUMME Kuh.


Re: immer mehr erweisst sich A.M. Clinton ,als DUMME Kuh.

Ist dieses ",als" Altägyptisch?

Die wahre Achse des Bösen wird immer deutlicher .....